HANDOUT - 10.11.2020, ---, -: Eine undatierte grafische Darstellung zeigt, wie Kapseln mit Proben von der Oberfläche des Mars aus von einem Nasa-Roboter in die Umlaufbahn des Mars befördert werden könnten. Von dort würde ein Raumschiff der Esa sie übernehmen und die Proben zur Erde bringen. (Zu dpa

Ein Nasa-Roboter schickt Proben in die Mars-Umlaufbahn. Bild: dpa / NASA/JPL-Caltech

Untersuchung: Nasa bereit für Zurückschicken von Mars-Probe zur Erde

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa ist einem Expertenbericht zufolge in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa bereit für die Entnahme einer Probe vom Mars – und die anschließende Zurücksendung dieser Probe zur Erde. Nach Jahrzehnten wissenschaftlicher und technischer Fortschritte bei der Erforschung des Mars sei die Nasa nun in einer guten Position, um ein solches Manöver durchzuführen, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht einer von der Nasa eingesetzten Experten-Kommission. Es wäre die erste Probe von einem anderen Planeten, die zur Erde gebracht werden würde.

Rückkehr der Probe nicht vor 2030er Jahren

Eine Probe vom Mars zurückzubringen sei etwas, was "die Nasa als Mitglied der weltweiten Gemeinschaft tun müsse", sagte Nasa-Chef Jim Bridenstine. "Wir wissen, dass wir Herausforderungen vor uns haben, aber deswegen schauen wir uns das alles genau an. Und deswegen schaffen wir schließlich die großen Erfolge."

Bis dahin wäre es allerdings noch ein weiter Weg: Der im Juli zum Mars aufgebrochene "Perseverance"-Rover hat bereits einen Bohrer und Röhrchen zum Aufbewahren von Proben an Bord.

Derzeitiger Plan ist, dass "Perseverance" befüllte Röhrchen auf dem Mars liegen lässt, die ein von der Esa bereitgestellter "Abhol-Roboter" aufsammelt und einem von der Nasa entwickelten weiteren Roboter übergibt, der diese dann wiederum in die Umlaufbahn des Mars befördert. Dort würde wieder ein Raumschiff der Esa übernehmen, dass die Proben zurück zur Erde bringen würde – allerdings nicht vor den 2030er Jahren.

Für den Bericht befragte die Kommission, geleitet vom früheren Orbital-Chef David Thompson, seit August Experten von Nasa und Esa sowie aus Industrie und Wissenschaft. Die Ergebnisse des Berichts seien "großartige Nachrichten" für das Projekt, sagte David Parker, Esa-Direktor für bemannte Raumfahrt.

(vdv/dpa)

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