"Nie da gewesene Niederschläge" – 65 Menschen sind bei Unwettern in Japan gestorben

Japan wird seit mehreren Tagen von verheerenden Unwettern heimgesucht. Dutzende Menschen werden vermisst, Millionen sollen ihre Häuser verlassen. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. 

Regierungschef Shinzo Abe sprach am Samstag von einer "extrem ernsten Lage" und wies sein Kabinett an, alles zur Rettung der Opfer zu unternehmen.

Die Zerstörung in Bildern:

Menschen flehen auf Twitter um Hilfe

Erdrutsche und Sturzfluten gab es unter anderem in den Regionen Hiroshima, Ehime, Okayama und Kyoto. Menschen flüchteten sich auf Hausdächer, Brücken wurden von reißenden Flüssen fortgerissen, Straßen unterspült. Ganze Wohngebiete standen meterhoch unter Wasser.

Aus überfluteten Häusern flehten Bewohner per Twitter-Botschaften um Hilfe. "Das Wasser ist bis zur Hälfte des ersten Stockwerks gestiegen", schrieb eine Frau aus Kurashiki in der Provinz Okayama. 

"Die Kinder können nicht aufs Dach steigen. Meine Körpertemperatur sinkt. Rettet uns schnell! Helft uns!"

Wer konnte, rettete sich aufs Dach

An aerial view shows local residents seen on the roof of submerged house at a flooded area as they wait for a rescue in Kurashiki, southern Japan, in this photo taken by Kyodo July 7, 2018. Mandatory credit Kyodo/via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. MANDATORY CREDIT. JAPAN OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN JAPAN.     TPX IMAGES OF THE DAY

Bild: kyodo/reuters

Neuer Regen ist bereits angekündigt

Nach Regierungsangaben waren etwa 48.000 Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute im Einsatz. Weitere 21.000 Soldaten waren in Alarmbereitschaft. Er habe die Armee angewiesen, alle verfügbaren Mittel für die Rettungsarbeiten einzusetzen, erklärte Verteidigungsminister Itsunori Onodera.

Der Wetterdienst gab für den Westen des Landes eine Unwetterwarnung der höchsten Stufe heraus. Die Meteorologen sagten für das gesamte Wochenende weitere heftige Regenfälle voraus.

(pb/fh/afp)

Partystimmung in polnischem Wintersportzentrum trotz Corona

Eine probeweise Lockerung der Corona-Maßnahmen in Polen hat am Wochenende eine ausufernde Partystimmung in der Hohen Tatra ausgelöst. Wie örtliche Medien berichteten, musste vor allem im Wintersportzentrum Zakopane immer wieder die Polizei einschreiten. Nach Informationen des TV-Nachrichtensenders TVN24 hatten die Polizisten in der Stadt allein in der Nacht von Samstag auf Sonntag 137 Einsätze wegen Konflikten unter Alkoholeinfluss und verschiedenen Verstößen gegen Corona-Beschränkungen.

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