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Hurrikan "Florence" kommt – die USA zittern, Alex Gerst schickt aus dem All starke Bilder

Julian Wermuth / watson.ch

Landfall – am Donnerstag könnte einer der mächtigsten Hurrikans der vergangenen Jahre auf die US-Ostküste treffen. Meteorologen befürchten eine Katastrophe wie bei "Harvey", der im Vorjahr in Houston wütete.

Aus dem All twitterte Raumfahrer Alexander Gerst beeindruckende Bilder. 

Das Auge des Wirbelsturm vom All aus betrachtet

Und die Warnung von der ISS

An der Ostküste der USA ist die Stimmung vor diesem Donnerstag gespannt. Am Vorabend verringerte sich die Geschwindigkeit des Wirbelsturms, aber mehr noch als seine Windstärke fürchten die Experten die gewaltigen Regenmengen, die "Florence" mit sich bringt.

6 Gründe, warum die Befürchtungen zutreffen könnten.

Die schiere Gewalt

In nur wenigen Stunden wurde aus dem Kategorie-2-Hurrikan "Florence" ein Hurrikan der Kategorie 4. Bereits am Dienstag erreichte der Hurrikan hohe Windgeschwindigkeiten von 200 km/h. Laut CNN-Meteorologe werde er noch stärker bevor er auf Land trifft und könnte zu einem Sturm der Kategorie 5 hochgestuft werden. Das würde Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde bedeuten. 

Die US-Wetterbehörde ist beunruhigt

Wie stark ein Hurrikan eine Stadt treffen kann, mussten die Einwohner von Houston im letzten Jahr erfahren, wie diese Bilder zeigen:

Harvey wütete im Vorjahr in Houston

Die Sturmfluten

Die dunkelsten Stellen der Karte zeigen Sturmfluten von drei bis sechs Metern. 

Ein Hurrikan treibt eine enorme Menge an Wasser vor sich her. Diese Sturmfluten könnten weite Teile der Ostküste überschwemmen. Laut der Federal Emergency Management Agency (FEMA) seien sie eine der größten Gefahren bei einem Hurrikan. Man erwarte Sturmfluten von sechs Metern Höhe, ab drei Metern werden sie als lebensbedrohlich eingeschätzt.

Der Regen prasselt. Unaufhörlich

Nicht nur Sturmfluten, sondern auch grosse Mengen an Niederschlag werden befürchtet. Sie könnten auch im Innern des Landes zu Überflutungen führen. Es ist also nicht nur die Küstenregion vom Sturm betroffen, auch im Landesinnern drohen Überschwemmungen. Das National Hurricane Center erwartet Niederschlagsmengen von bis zu 50 Zentimetern. 

Ein Artikel in der Fachzeitschrift American Meteorological Society zeigt die Todesfälle bei tropischen Stürmen, analysiert über einen Zeitraum von 25 Jahren. In 27 Prozent der Fälle war Starkregen die Ursache für den Tod. Somit ist Regen die Todesursache Nummer zwei. Nur Sturmfluten führen zu mehr Toten (49 Prozent der Fälle), während der Wind nur für 8 Prozent verantwortlich ist.

Fehlende Erfahrung

Die Leute von North und South Carolina sind sich nicht an derart massive Hurrikans gewöhnt. Die meisten großen Hurrikans dieser Kategorie treffen gewöhnlich weiter südlich auf das Festland der USA. Die Federal Emergency Management Agency (FEMA) informiert deswegen die Bevölkerung über die Gefahren eines solchen Sturms. 

Häftlinge in Gefahr

Laut einem Bericht von The State verzichtet der Gouverneur von South Carolina darauf, Gefängnisse in potenziellen Gefahrengebieten des Hurrikans zu evakuieren. Er spricht von einem zu großen Sicherheitsrisiko für den Rest der Bevölkerung. Knapp 1000 Insassen und 100 Wärter seien davon betroffen. 

Gefahr auch für den Knast (und die Häftlinge)

Wird der Sturm zu wenig ernst genommen?

Berichte aus der Bevölkerung zeigen, dass einige Menschen den Sturm offenbar nicht ernst genug nehmen. Gepaart mit der Unerfahrenheit mit starken Hurrikans könnte dies fatale Folgen haben. In einem Interview mit Forbes erklärt Sarah DeYoung, eine Expertin für Entscheidungsfindung bei Katastrophen, die Gründe, weshalb Fehleinschätzung zu Ernstfällen führen kann. 

«Die evakuierten Leute, dich ich in der Vergangenheit befragt hatte, trafen ihre Entscheidungen auf Grund von ihrer Erfahrung, ‹dass es noch nie so schlimm gewesen sei.› Sie mussten dann von der Küstenwache evakuiert werden.»

Sarah DeYoung

Betroffene würden oft den optimalen Zeitpunkt für eine Flucht verpassen, weil sie noch abwarten und nicht früh genug die Gefahrenzone verlassen.

Für die Leute, die bis zur letzten Minute warten, ist die größte Gefahr im Stau festzustecken und dann von einer Verschlechterung des Wetters oder überfluteten Straßen überrascht zu werden.

Sarah DeYoung

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In den USA ist es so kalt, dass dort jetzt sogar Bahngleise angezündet werden müssen

(jaw/pb/dpa)

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