International

Unwetter auf Mallorca – mindestens acht Menschen sterben, mehrere werden vermisst

Bei den schweren Unwettern und Überflutungen auf der spanischen Ferieninsel Mallorca sind nach jüngsten Angaben acht Menschen getötet worden. Die Rettungsdienste teilten am Mittwoch mit, darüber hinaus würden noch mehrere Menschen vermisst. Unter den Opfern waren nach Behördenangaben mindestens zwei britische Touristen. Betroffen war vor allem der Osten der Urlaubsinsel, wo am Dienstag auch ein Sturzbach über die Ufer getreten war.

Dort wurden am Abend zahlreiche Autos mitgerissen, wie auf Bildern und Videoaufnahmen von Medien und des Wetterdienstes der Balearen zu sehen war. "Es war eine harte Nacht, aber ich denke, dass der Tag noch heftiger wird", zitierte die Zeitung "El Mundo" eine Lokalpolitikerin. In der Region seien mehr als 220 Liter pro Quadratmeter gefallen, so das Blatt.

Einige Autofahrer seien am späten Abend wegen der Überschwemmungen noch in ihren Fahrzeugen gefangen gewesen, berichteten Medien. Das Unwetter verursachte auch in anderen Regionen der Insel Chaos und Überschwemmungen. Betroffen war aber vor allem der Osten Mallorcas. Mehrere Landstraßen und Häuser waren dort unter Wasser.

Ein Tourist, der seinen Urlaub in einem Hotel im Küstenort Cala Mandia verbringt, wurde in der Onlineausgabe der "Mallorca Zeitung" mit den Worten zitiert:

"Hier waren heute zwei Wirbelstürme zu sehen, zum Glück nur auf dem Meer. Zwischendurch geht im Hotel der Strom aus, und aus einigen Lampen kommt Wasser heraus."

Auf Mallorca hatte es schon seit Montag sehr heftig geregnet, ortsweise auch gehagelt. Durch das Unwetter kam es nach Medienberichten auf dem Flughafen von Palma am Montag und Dienstag zu Verzögerungen. Aus Sicherheitsgründen sei der zeitliche Abstand zwischen den Landungen vergrößert worden, hieß es. In der Hauptstadt und auch am sogenannten "Ballermann" östlich von Palma war die Lage aber weitgehend normal. Am Donnerstag kehre das Strandwetter zurück, schrieb die "Mallorca Zeitung".

(sg/dpa)

abspielen

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Airline fliegt mit einem Passagier 660 Kilometer – warum der Flug nicht gestrichen wurde

"Das ist ihr eigener Privatjet", strahlte der Pilot dem Reisenden Vincent Peone in der vergangenen Woche entgegen. Peone war gerade an Bord einer Delta-Airline-Maschine am Flughafen Aspen im US-Bundesstaat Colorado geklettert.

Peone ist kein Multimillionär, der sich einen Privatjet mal eben so leisten kann: Vielmehr wollte Peone, wie er der "Washington Post" berichtet, mit der Airline Delta nach Salt Lake City fliegen – seine Heimat, rund 660 Kilometer entfernt von Aspen. Delta bietet in den …

Artikel lesen
Link zum Artikel