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Mit 106 Zoll-Erhöhungen verschärft China den Handelskrieg

Insgesamt listete das chinesische Handelsministerium 106 Produktgruppen auf, deren Ausfuhren von den USA nach China sich auf jährlich 50 Milliarden Dollar (rund 40.1 Milliarden Euro) summieren.

Auf diese Produkte sollen künftig Zölle in Höhe von 25 Prozent gelten. Einen genauen Zeitpunkt für die Abgaben wollte das Ministerium zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Von den chinesischen Zöllen betroffen sind unter anderem:

Der US-Flugzeugbauer Boeing, für den die Volksrepublik ein wichtiger Absatzmarkt ist, bleibt damit von den nun angekündigten Abgaben verschont.

Vor allem bei Soja - das vornehmlich aus tendenziell Trump-freundlichen US-Bundesstaaten stammt - sind die Auswirkungen der angekündigten Zölle aber beträchtlich.

2017 kaufte China Sojabohnen im Wert von 14 Milliarden Dollar aus den USA. Damit sind die Hülsenfrüchte das wichtigste Importgut, das China aus den USA einführt; rund ein Drittel aller US-Sojabohnenexporte geht wiederum nach China.

Nur wenige Stunden vor der Reaktion aus Peking hatte die US-Regierung eine vorläufige Liste mit chinesischen Importwaren im Wert von rund 50 Milliarden Dollar vorgelegt, die mit hohen Abgaben belegt werden sollen. Betroffen sind rund 1300 Produkte, darunter Elektronikartikel, Flugzeugteile, Medikamente, Maschinen und andere Güter.

Trump wirft China "unfaire Handelspraktiken" vor. Im März erließ er Strafzölle auf Stahl und Aluminium. Als Reaktion darauf verhängte Peking kürzlich bereits vergleichsweise gemäßigte Strafzölle auf US-Produkte im Wert von rund drei Milliarden Dollar.

Der sich erneut zuspitzende Streit zwischen Peking und Washington schürt weltweit die Sorge vor einem Handelskrieg.

Auf inzwischen gut 100 Milliarden Dollar beläuft sich der Wert der zwischen den beiden Wirtschaftsschwergewichten gehandelten Güter, für die künftig Strafzölle gelten sollen. Im vergangenen Jahr machte der bilaterale Handel zwischen den USA und China mehr als 630 Milliarden Dollar aus.

Der Außenhandelsverband BGA kritisierte, die US-Strafzölle gegen China führten in eine Sackgasse.

"Für Trump scheinen Strafzölle ein Allheilmittel zu sein, das er gegen alles und jeden einsetzt."

BGA-Präsident Holger Bingmann.

Zwar sei es - so der BGA-Vorsitzende - "ein offenes Geheimnis, dass China seit vielen Jahren zu wenig unternimmt, um Urheberrechte ausländischer Unternehmen zu schützen", erklärte Bingmann.

Einseitig verhängte Strafzölle seien allerdings "nicht das richtige Mittel", um eine Lösung dieses Problems zu erreichen.

Die chinesische Antwort auf die US-Liste werde "voraussichtlich zu einem Handelskrieg führen", der mehr Schaden verursache als er Nutzen bringe.

(pb/afp)

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