Leben
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Zeichentrick-Logik ist alles andere als logisch. Guck, 9 Beispiele!

Bevor du meckerst: Ja, wir wissen alle, dass Zeichentrickfilme eben nicht real sind und es auch gar nicht zu sein versuchen. Sprechende Löwen? Singende Meerjungfrauen? Schon klar, hier geht nichts mit rechten Dingen zu. Aber Disney und Co. haben dennoch in der Planung ihrer Filme ein paar Fehler gemacht, die von einem heutigen Standpunkt aus betrachtet a) einfach nur unlogisch oder b) sogar geradezu verstörend wirken...

"Arielle – Die kleine Meerjungfrau": Analphabetismus gibt's unter dem Meer nicht

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Ursula kann schreiben – zumindest so gut, dass sie diesen hübschen Vertrag verfassen kann. Und Arielle kann nicht nur lesen (denn einen Vertrag hat man sich durchzulesen!), sondern offensichtlich auch schreiben, wie sie mit ihrer Unterschrift beweist. Und wenn man das im Hinterkopf behält, erscheint es plötzlich völlig unlogisch, dass sie mit Eric nur per Körpersprache zu kommunizieren versucht, anstatt ihm eine Notiz zu schreiben...

Und da wir gerade bei Arielle sind...

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Mal ehrlich: Worauf basiert Arielle ihre Entscheidung, ihre Familie, Freunde und ihr gesamtes Leben für Eric hinter sich zu lassen? Darauf, dass sie ihn einmal an Bord eines Schiffes gesehen und den armen Schiffbrüchigen daraufhin gerettet hat. Währenddessen wechseln die beiden kein Wort – auch nicht, nachdem Arielle mit Menschenbeinen an Land geht, denn sie ist zur Stummheit verflucht. Eine intellektuelle Beziehung ist das jedenfalls nicht...

"Tarzan": Doch sehr zivilisiert, dieser Wilde

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Tarzans Eltern sterben, als dieser noch ein Baby ist. Der Kleine wird daraufhin von einer Gorillaherde aufgezogen. Man sollte also meinen, sein Auftreten und Aussehen seien daher zwangsläufig affenähnlich – doch sein Äußeres ist alles andere als wild: Kein Bart, keine Brust- oder Beinbehaarung, und seine Intimzone verhüllt er mit einem Lendenschurz. Haben ihn die Gorillas dazu gezwungen, seine (vermutlich haarlosen) Weichteile zu verstecken, oder wie ist das zu erklären?

"Dornröschen", "Die Schöne und das Biest": Es leuchtet. ANFASSEN!

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Aurora wird in "Dornröschen" in ihren tiefen Schlaf versetzt, weil sie die verzauberte Spindel anfasst; Belle zieht in "Die Schöne und das Biest" die Wut des Biests auf sich, weil sie dessen Rose berührt. Und während man zwar sagen könnte, Neugier rechtfertigt fast alles, kann man hier eigentlich nur den Kopf schütteln. Noch dazu: Wieso musste Dornröschen in Trance durch das halbe Schloss wandern, wenn die böse Hexe das verfluchte Spinnrad doch direkt in ihrem Zimmer hätte aufstellen können?

"Dornröschen", "Schneewittchen": Sie kann sich ja nicht wehren, ne?

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Wer sich diese Filme heute ansieht, kann nicht anders, als zusammenzuzucken: Wie kamen diese Kerle auf die Idee, eine bewusstlose – bzw. in Schneewittchens Fall: TOTE – Frau zu küssen? Nirgendwo stand geschrieben: "Hey, kleiner Tipp: Ein Kuss wirkt belebend." Kinder von heute, merken: Bewusstlose Menschen zu küssen = uncool.

"Cinderella": Gesichter kann er sich halt nicht merken

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Die gute Fee schickt Aschenputtel auf den königlichen Ball, damit sie dort endlich mal einen guten Mann abbekommt. (Oder was will sie sonst in die Wege leiten?) Den findet sie – in Form des Thronerben. Daraufhin wird getanzt und geschmachtet, was das Zeug hält. Dennoch scheint der Prinz vor lauter Aufregung (... und Alkohol?) völlig zu vergessen, wie Aschenputtel eigentlich aussieht – und anstatt durch die Gegend zu schlendern, sie zu sehen und zu rufen: "Hey, du bist's!", schickt er seine getreuen Lakaien durchs ganze Land. Die Armen. Ein Facebook-Post à la "M, 27, sucht W, etwa 25, die meinen Ball sprintend verlassen hat" hätte es doch auch getan.

"Spongebob": Guter Lifehack, wenn das Badewasser kalt wird

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Bonuspunkte gibt's für die Gitarre. Nichts klingt so schön wie eine Gitarre, die unter Wasser an einem Lagerfeuer gespielt wird. Aber bei "Spongebob" sollte man sein sämtliches physikalisches Wissen ohnehin zum Fenster rauswerfen.

"Der König der Löwen": Woran erkennt man einen Bösewicht?

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... Er sagt's dir, in Form von eindeutig betitelten Songs wie "Seid bereit". Und da ist Scar nicht allein: Auch Ursula aus "Arielle" kündigte den "Armen Seelen in Not" schon ein furchtbares Schicksal an, und Gaston schmetterte in "Die Schöne und das Biest" schon eine narzisstische Lobeshymne auf sich selbst, bevor wir ihn kannten.

Tief drinnen ist er bestimmt ganz lieb

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Ah, ja, ein immer wiederkehrendes Problem in Kinderfilmen: Unter dem Vorwand, den Eindruck vermitteln zu wollen, man müsse hinter eine harte Schale blicken, um den wabbelig-weichen Kern darunter zu entdecken, lassen Disney und Co. ihre Heldinnen gern mal romantische Gefühle für Kerle entwickeln, die es nicht wert sind.

Belle ist nicht allein: Auch Arielle wird von ihrem Prinzen mies behandelt – Eric heiratet schließlich fast sexy Ursula, nur weil sie schön singen kann (?!) –, und Mulan kann Li Shang erst für sich gewinnen, nachdem der sein Entsetzen darüber, dass eine Frau so ein Badass sein kann, überwunden hat. Einzig allein in "Die Eiskönigin" parodiert Disney dieses Schema, indem sich Anna erst in den furchtbaren Hans verliebt und dann realisiert, dass es Kristoff viel mehr verdient.

Was ist dir Unlogisches in Zeichentrick-Filmen und -Serien aufgefallen? Schreib's uns!

Diese Disney-Klassiker gibt es (bald) als Realverfilmung

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