Leben

6 True-Crime-Serien, die zeigen: Die Realität ist krasser als jeder Hollywood-Film

victor redman

So kreativ Hollywood auch sein mag: Oft ist die Realität noch krasser, noch seltsamer, noch spannender. Spätestens seit dem Netflix-Hit "Making A Murderer" liegt True Crime voll im Trend.

Am 19. Oktober ging die heiß erwartete zweite Staffel der Erfolgsserie an den Start. Du hast die auch schon wieder weg gesuchtet? Kein Problem: Das True-Crime-Genre hält noch viele weitere spannende Kriminalfälle bereit:

Der Unglücksbringer: Das Leben und die Tode des Robert Durst

1982 verschwindet die Ehefrau von Immobilienmogul Robert Durst spurlos. Einige Jahre später wird eine Bekannte Dursts brutal ermordet. 200 dann tötet Durst einen Nachbarn – aus Notwehr, wie er beteuert. Man könnte meinen, der Millionenerbe sei verflucht – oder aber ein kaltblütiger Mörder. "Der Unglücksbringer" rollt die Lebensgeschichte des Robert Durst von Anfang an auf.

Neben Weggefährten kommt dabei auch der Verdächtige selbst zu Wort:

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Video: YouTube/HBO UK

In Deutschland ist "Der Unglücksbringer" nahezu unbekannt. Dabei debütierte die sechsteilige Doku-Reihe fast zeitlich mit "Making A Murderer". Ähnlich dazu nahm auch "Der Unglücksbringer" letztendlich direkten Einfluss auf die laufenden Ermittlungen. Wie? Das soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden. 

"Der Unglücksbringer" ist aktuell im Programm von maxdome zu sehen.

Evil Genius

Ein Pizza-Bote betritt eine Bank und verlangt die Herausgabe des Bargeldbestandes. Die Zeit drängt: Um den Hals trägt er eine Bombe, die explodieren soll, wenn er nicht pünktlich mit der geforderten Summe am Übergabeort erscheint.

Es klingt wie eine überdrehte Comic-Verfilmung – doch genau das geschah 2003 im amerikanischen Erie:

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Video: YouTube/Netflix

In der vierteiligen Doku-Serie "Evil Genius" gehen die Filmemacher Barbara Schroeder und Trey Borzillieri dem Pizza Bomb-Fall auf den Grund. Nach und nach decken sie dabei eine Verschwörung auf, die ebenso bizarr wie beängstigend ist.

The Keepers

Im November 1969 verschwindet Catherine Cesnik spurlos. Lebend wird die Nonne, die an einer Mädchenschule in Baltimore unterrichtete, nicht mehr gesehen. Ihre Leiche wird schließlich auf einer nahe gelegenen Müllhalde entdeckt. So weit, so tragisch. Doch in den Neunzigern wird der ungelöste Mordfall zum handfesten Skandal.

Ehemalige Schülerinnen berichten, dass sie während ihrer Schulzeit von einem Priester vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen wurden:

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Video: YouTube/Netflix

Musste Schwester Catherine verschwinden, weil sie die Wahrheit kannte? Davon sind zumindest zwei ehemalige Schülerinnen überzeugt. "The Keepers" begleitet die beiden, während sie ihre Nachforschungen anstellen. Und dabei zeichnet sich nach und nach eine Theorie ab, die ebenso schockierend wie plausibel klingt.

"The Keepers" ist bei Netflix zu sehen.

Wild Wild Country

Nicht jede Kriminalgeschichte beginnt zwangsläufig mit einem Mord. "Wild, Wild Country" beschreibt in sechs Folgen, wie die Sekte des indischen Gurus Bhagwan Shree Rajneesh in den Achtzigerjahren nach Oregon kommt und sich in der Nähe der kleinen Gemeinde Antelope niederlässt.

Schon bald entsteht der Eindruck, die Neuankömmlinge wollten die Kontrolle übernehmen:

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Video: YouTube/Netflix

Doch das Dorf leistet Widerstand, bis der Machtkampf schließlich in Mordplänen, Vergiftungen und Bombenanschlägen gipfelt. "Wild Wild Country" hätte wahrscheinlich auch als Prestige-Serie bei einem großen Sender gut funktioniert. Die wahre Geschichte beweist wieder einmal: Nichts ist bizarrer als die Realität.

"Wild Wild Country“ ist bei Netflix zu sehen.

Netflix hat durchaus noch mehr zu bieten:

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Video: watson/marius notter

The Staircase

Als Polizei und Rettungskräfte am Haus der Familie Peterson eintreffen, liegt Hausherrin Kathleen reglos am Fuß der Treppe. Ehemann Michael spricht von einem tragischen Unfall, die Polizei aber glaubt an ein Tötungsdelikt. Ihr Hauptverdächtiger: Der seltsam unterkühlt wirkende Michael.

15 Jahre lang begleitet der Filmemacher Jean-Xavier de Lestrade Michael Peterson, während der alles daran setzt, seine Unschuld zu beweisen:

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Video: YouTube/Netflix

Dabei konzentriert Lestrade sich aufs Wesentliche: "The Staircase" kommt ohne aufwühlende Musik, Dramatisierungen oder Spekulationen aus. Im Mittelpunkt steht die Familie Peterson. So entsteht einer der gewissenhaftesten und gründlichsten Vertreter des True-Crime-Genres.

"The Staircase" ist bei Netflix zu sehen.

Wermut 

1953 stürzt der CIA-Wissenschaftler Frank Olsen aus seinem Hotelzimmer 13 Stockwerke tief in den Tod. Was in dieser Nacht wirklich passiert sein soll, erfährt seine Familie erst Jahrzehnte später.

In den Achtzigerjahren räumt die CIA ein, dass Olsen im Zuge eines geheimen Experiments mit LSD vollgepumpt wurde und unter Drogeneinfluss in den Tod sprang:

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Video: YouTube/Netflix

Olsens Sohn Eric glaubt jedoch, dass das nicht die ganze Wahrheit ist. Er ist überzeugt: Die CIA hat seinen Vater gezielt aus dem Weg geschafft. Dieser Theorie geht "Wermut" über vier Folgen nach. Und es klingt in der Doku durchaus logisch. Wie weit reicht die Verschwörung um Frank Olsen wirklich?

Antworten auf diese Fragen gibt es bei Netflix.

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