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Bild: imago stock&people

Er will doch nur spielen – Ed Sheeran vs Deutschland, Folge 7

16.03.18, 16:01 25.05.18, 19:24
Gavin Karlmeier
Gavin Karlmeier

Wir wissen nicht genau, ob es eine gescheiterte PR-Kampagne oder einfach nur der längste Bürokratiemarathon ever ist, aber das Chaos um das Konzert von Ed Sheeran nimmt kein Ende. 

Alles fing damit an, dass er einfach nur nach Mülheim an der Ruhr kommen wollte. Doch dann kam die Feldlerche. Und das war erst der Anfang. In Folge 7 streiten sich nun ein Panikexperte und die Stadt Düsseldorf. 

Hier kommt die Chronik der Never-ending Story:

28. Juni 2017

Ausnahmezustand. Mülheim an der Ruhr, eine Stadt, deren größte Attraktion Helge Schneider ist, soll Schauplatz von Ed Sheerans Popzirkus werden. 80.000 Menschen haben bereits  Tickets – also quasi jeder zweite Einwohner von Mülheim. 

Der Flughafen Essen/Mülheim aus der Luft. Nicht im Bild: Feldlerche. Bild: imago stock&people

10. November 2017

Feldlerchen und Steinschmälzer sind es, die dem Konzert als erstes in die Quere kommen. Denn weil die beiden bedrohten Vogelarten Grasbrüter sind, würden 80.000 tanzende und schmusende Ed-Sheeran-Fans den Bestand gefährden. Die Entscheidung wird auf Januar terminiert.

16. Januar 2018

Der Veranstalter FKP Scorpio hat ein Artenschutzkonzept eingereicht – denn gegen die fünf Feldlerchen-Paare, die im Jahr 2017 in den Gräsern des Flughafens gebrütet haben, möchte man sich nicht geschlagen geben. (WAZ)

Feldlerche: Übeltäter, Grasbrüter Bild: imago stock&people

14. Februar 2018

Die Stadt Essen gibt bekannt, dass es "keine artenschutzrechtlichen Bedenken" mehr gibt – die Feldlerchen also für den Sommer auf ein anderes Feld umgesiedelt werden können und Ed Sheeran spielen darf. Leider war das aber nicht die letzte Prüfung. Weil Verkehrs- und Sicherheitskonzept noch nicht geprüft wurden, gibt es kein grünes Licht. Denn leider führt nur eine Straße zum Flughafen, der noch nie mit 80.000 Besuchern umgehen musste. (derWesten)

5. März 2018

Es ist offiziell: Weil auf dem Gebiet des Flughafens neben bedrohten Vogelarten auch noch knapp 200 sogenannter Verdachtspunkte für Weltkriegsblindgänger liegen, die alle vor einem Konzert geprüft und entschärft werden müssten, plant der Veranstalter um. Das Konzert soll auf eine neu zu errichtende Veranstaltungsfläche im nahe gelegenen Düsseldorf ziehen. (Bild)

16. März 2018

In einem auf englisch verfasstem Brief an Ed Sheeran persönlich appellieren Naturfreunde einer Düsseldorfer Baumschutzgruppe dafür, das Konzert ein weiteres Mal zu verlegen. Der Grund: Für die neue Location müssten 100 alte Bäume gefällt werden – die Stadt verspricht zwar, dass als Ausgleich 300 neue Bäume gepflanzt würden, aber das reicht den Schützern nicht.

25. Mai 2018

Zwei Monate sind seit dem Umzug nach Düsseldorf vergangen. Und die Behörden der Stadt haben zwar keine Berge versetzt, aber immerhin wurden 60 Bäume allen Protesten zum Trotz an einen neuen Standort verlegt, mehr als 100 kommen noch.

Das Problem ist nur: Es gibt noch keine Baugenehmigung für das Gelände, das zwar schon den weltmännischen Namen "D.LIVE Open Air Park" trägt, aber gerade leider noch ein Parkplatz ist.

Bild: giphy

Der Panikforscher Michael Schreckenberg hat in einem Interview mit der WZ sogar bezweifelt, dass ein Sicherheitskonzept für die Fläche in einem so kurzen Zeitraum überhaupt entwickeln werden kann.

Ob das Konzert also stattfindet, ist immer noch nicht klar. Manchen Fans kann das aber auch egal sein – denn mehr als 10.000 Tickets für Ed Sheeran-Konzert wurden durch sein Management storniert, um Wiederverkäufe zu verhindern. (Stern)

To be continued...

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