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Auch Emilia Clarke ("Game of Thrones") beschwerte sich schon über den Dreh von Sexszenen. Bild: imago stock&people

Wie HBO Schauspielern Sexszenen erleichtern will

HBO ist bekannt für seine blutigen Serien, in denen außerdem viele explizite Sexszenen vorkommen. Nicht nur im prüden Amerika kommt das Konzept gut an: Serien wie "Game of Thrones" feiern weltweit Erfolge.

Nicht alle sind aber mit den Sexszenen zufrieden: Für den Dreh der Serie "The Deuce" forderte etwa die Schauspielerin Emily Meade bessere Bedingungen. Sie spielt in der Serie eine Prostituierte und habe sich in den Sexszenen zum Teil unwohl gefühlt, sagt sie gegenüber dem Magazin Rolling Stone.

Emily Meade bei der Premiere des Kinofilms I, Tonya im Village East Cinema. New York, 28.11.2017 *** Emily Meade at the premiere of the movie I Tonya at the Village East Cinema New York 28 11 2017 Foto:xD.xVanxTinex/xFuturexImage

Emily Meade Bild: imago stock&people

Ermuntert durch die Metoo-Debatte suchte sie den Dialog mit den Verantwortlichen. Denn: Sie habe nicht generell ein Problem mit Nackt- und Sexszenen, sondern eher, dass sie sich alleine gefühlt habe und zu sehr ausgestellt. 

Für die neue Staffel hat sich nun etwas geändert: Die Intimitäts-Koordinatorin Alicia Rodis wurde eingestellt. Sie hat die Aufgabe, die Schauspieler in den Szenen zu betreuen. Sie kümmert sich beispielsweise um Details, wie das Platzieren eines Kissens unter den Knien bei Blowjob-Szenen oder das Bereithalten von Kleidern für die Pausen zwischen den Drehs.

Anscheinend habe dies Vieles verbessert, wie der Produzent der Serie, David Simon, dem Rolling Stone sagte. Offenbar erwägt man beim Sender HBO, solche Koordinatoren bei allen Produktionen einzuführen. Auch Schauspielerin Meade ist sehr zufrieden mit der Arbeit der Intimitäts-Koordinatorin:

"Sie hilft uns beim Choreographieren, sodass die Dinge, die wir tun, realer aussehen, obwohl sie viel weniger real sind."

Emily Meade

Rodis soll nun weitere Intimitäts-Koordinatoren ausbilden und ist sehr froh darüber. Gegenüber dem "Rolling Stone" sagte sie, dass sie es nicht verstehe, wieso es bisher keine bessere Betreuung für Schauspieler und Schauspielerinnen, die Sexszenen drehen müssen, gab. Sie sei aber zuversichtlich, dass sich das nun verbessere.

(jaw)

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Video: watson/team watson

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