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In this photo taken on Thursday, June 1, 2017, Samuel West, curator of the Museum of Failure, holds a bottle of Heinz ‘Green Sauce’ tomato ketchup at the Museum of Failure in Helsingborg, Sweden. Green Heinz ketchup? Fat-free Pringles? Colgate frozen lasagna? You don't need to be an expert to know they weren't successful. Which is why these creations, with dozens of others, feature in the new Museum of Failure, a wacky parade of rejected products from years gone by. (AP Photo/James Brooks)

Samuel West in seinem Museum des Scheiterns: Auch das grüne Ketchup wurde von den Konsumenten verschmäht, als die Green Sauce im Jahr 2000 auf den Markt kam. Bild: AP/ap

Sie haben's einfach nie geschafft: Die 11 größten Produkt-Flops aller Zeiten

oliver wietlisbach / watson.ch 

Klingelt's bei Crystal Pepsi? Sonys Betamax? Oder Swisscoms Ogo? Viele Erfindungen sind spektakulär gefloppt – obwohl es sich (teils) um gute Produkte handelte. 18 Fail-Produkte im Überblick.

Mit einer kreativen Erfindung muss man einfach Erfolg haben. Diesem Irrglauben erliegen viele Unternehmer. "Wir wissen, dass 80 bis 90 Prozent aller neuen Produkte bei den Kunden durchfallen. Bereits nach kurzer Zeit hört man nie mehr etwas von ihnen", sagt Samuel West. Der 43-Jährige leitet Schwedens Museum der Misserfolge in Helsingborg. Es gibt jenen Produkten ein letztes Zuhause, die zwar innovativ waren, bei den Kunden aber gnadenlos durchfielen.

"Rund ein Drittel der im Museum des Scheiterns ausgestellten Gadgets habe ich auf Ebay ersteigert, ein weiteres Drittel auf Special-Interest-Seiten im Web gefunden und einige Flops wurden uns gespendet", erklärt Museumsleiter West im folgenden Video.

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Das Museum der Misserfolge gibt gescheiterten Gadgets wie Apples Spielkonsole Pippin oder Googles Datenbrille Glass ein letztes Zuhause. Video: YouTube/Tom Scott

Der Teleguide

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Der Teleguide war teils Telefon, teils Computer: Starte das Gif, um ihn in Aktion zu erleben. gif: via youtube / NBC Left Field

Mit dieser seltsamen Kiste konnten Schweden schon in der Vor-Internet-Ära online nach Telefonnummern suchen oder einkaufen. Der Teleguide wurde in den 80ern vorgestellt, fasste aber nie richtig Fuß. Er scheiterte nicht zuletzt, weil sich die damalige schwedische Telekom beim Preis verkalkuliert hatte und mit jedem verkauften Gerät Geld drauflegen musste.

Coca Colas Coke II

Museum of Failure

"Never change a winning formula",  gilt insbesondere für Getränke wie Coca Cola. bild: Sofie Lindberg

1984 kam die Coke II oder New Coke auf den Markt. Der Geschmack fand wenige Anhänger und Coca Cola kehrte rasch zu seiner ursprünglichen Formel zurück.

Crystal Pepsi

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bild: wikipedia

Ab 1992 verkaufte Pepsi  seine transparente Cola. Diese sollte rein und gesund wirken. Die Konsumenten waren aber eher verwirrt, da Crystal Pepsi wie ein Mineralwasser aussieht und dennoch wie Pepsi schmeckt.

1993 zog der Getränkehersteller die transparente Cola wieder aus mehreren Testmärkten zurück. 2016 kehrte Crystal Pepsi in einigen Ländern für kurze Zeit zurück, doch am 10. April 2017 nahm Pepsi das Getränk (endgültig?) aus den Läden.

Warum man kein 20 Jahre altes Crystal Pepsi trinken sollte:

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Video: YouTube/skippy62able

Das Itera-Plastik-Rad

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gif: via youtube / nbc left field

Das bei uns gänzlich unbekannte Itera-Bike ist vielen Schweden als epischer Flop in schlechter Erinnerung: Das Plastik-Fahrrad wurde 1982 im hohen Norden erfunden. Es kostete doppelt so viel wie ein klassisches Fahrrad, war sehr instabil und ging rasch kaputt. Nach nur drei Jahren war das Projekt Geschichte.

Museum of Failure

Das Itera-Plastik-Rad sollte das Ende der Verwendung von Metall beim Fahrradbau einläuten.

Der Ford Edsel

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Der Ford Edsel war das meist gehypte Auto seiner Zeit. Es bekam sogar eine eigene TV-Show. gif: via youtube / nbc left field

Zig Millionen US-Dollar butterte Ford in den 1950er-Jahren in die neue Marke Edsel. Nach zehn Jahren Vorlaufzeit rollten 1957 die ersten Edsel-Limousinen, -Cabrios und -Kombis auf der Strasse.

Die Autos waren technisch auf der Höhe der Zeit, aber eben auch nicht viel besser als die Konkurrenz. Ford hatte durch seine lange Geheimniskrämerei eine zu hohe Erwartungshaltung geschürt, die man nicht einlösen konnte.

Museum of Failure

bild: sofie lindberg

Die weltweite Rezession von 1958 versetzte der neuen Marke den Todesstoß. Ford brach die Übung ab und Edsel gilt bis heute als einer der größten Flops der Auto-Industrie. Der Edsel brachte Ford einen geschätzten Verlust von 250 Millionen Dollar ein (heute etwa zwei Milliarden Dollar).

Der Twitter Peek

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2009 brachte eine Firma namens Peek den Twitter Peek auf den Markt. Mit dem Gerät konnte man twittern – mehr konnte das Gadget allerdings nicht. Dafür wollte natürlich niemand 200 US-Dollar hinblättern, zumal es schon damals Smartphones gab, die twittern und weit mehr konnten.

Die Wegwerf-DVD 

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Das DVD-Mietsystem DivX war der klägliche Versuch, eine Alternative zu Videotheken in den USA zu schaffen. gif: via youtube / nbc left field

"Das DivX-Verleihsystem wurde 1998 rechtzeitig zur Weihnachtssaison auf den Markt gebracht und bereits am 16. Juni 1999 wieder eingestellt", heißt es im Wikipedia-Artikel.

Und so funktionierte es: Wer sich für ein paar Dollar eine günstige DivX kaufte, konnte den einmal angefangenen Film nur innerhalb von 48 Stunden zu Ende schauen. Um den Inhalt nach dieser Frist weiter schauen zu können, wurde eine Gebühr von etwas mehr als 3 Dollar fällig. Die Konsumenten hassten es.

Die Elektroschock-Schönheitsmaske

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Wer schön sein will, muss leiden. Das gilt insbesondere bei dieser Maske. gif: via youtube / nbc left field

Die Gesichtsmaske "Rejuvenique" wurde Ende der 90er in Telemarketing-Sendungen beworben. Das Konzept: Die Gesichter von Kunden sollten durch kleine elektrische Schocks "trainiert" werden, sprich, Falten sollten so verschwinden. Klar. Wer's glaubt!

Museum of Failure

bild: sofie lindberg

Straffere Haut gab's nicht, dafür Grusel-Erlebnisse in der Familie, zumal die "Rejuvenique" stark an die Maske von Michael Myers im Horrorklassiker "Halloween" erinnert.

Trump: The Game

Museum of Failure

US-Präsident Donald Trump wollte einst mit seinem eigenen Gesellschaftsspiel "Monopoly" Konkurrenz machen. Er scheiterte. bild: Sofie Lindberg

Donald Trump hat ein Vermögen gemacht, allerdings floppten auch immer wieder Produkte, die mit seinem Namen werben. Dem Brettspiel "Trump: The Game" blieb der Erfolg auf jeden Fall verwehrt. Auch andere Produkte wie Trump Vodka und Trump Steaks blieben Ladenhüter.

Sonys Betamax

Museum of Failure

Mit Betamax wollte Sony in den 70ern die Welt der Videorekorder revolutionieren. bild: sofie lindberg

Die in den 70er-Jahren neuen Videokassetten sollten das Kino-Erlebnis in die Wohnzimmer bringen. Sonys Betamax-Kassetten konkurrierten gegen Video 2000 von Grundig und Philips und VHS von JVC. Betamax bot die beste Bildqualität und Video 2000 konnte bis zu 16 Stunden Aufnahmen speichern.

Trotzdem verloren beide Technologien den "Formatkrieg" gegen die günstigeren VHS-Kassetten. Dass sich die VHS-Technologie durchsetzte, lag nicht zuletzt daran, dass Sony und Philips sich weigerten, ihre Formate der Pornobranche zu lizensieren.

Apples Newton

Museum of Failure

Apple versprach, der PDA Newton könne die Handschrift des Nutzers lernen. Das klappte mehr schlecht als recht.  bild: sofie lindberg

Einer der grössten Apple-Flops war mit Sicherheit der Newton, ein 1993 vorgestellter persönlicher digitaler Assistent (PDA). Der zum Luxuspreis von 700 Dollar erhältliche Newton sollte das "digitale Zeitalter definieren" und sei "eine Revolution für die Jackentasche", sagte der damalige Apple-Boss John Sculley – und lag mit diesen Aussagen gründlich daneben. 1998, nach Steve Jobs Rückkehr zu Apple, wurde die Produktion eingestellt. Das Projekt soll 100 Millionen US-Dollar verschlungen haben.

Warum Produkte scheitern

Die Gründe des Scheiterns sind vielfältig und nicht immer so offensichtlich wie bei der Elektroschock-Maske gegen Falten oder beim Twitter Peek, einem Gadget, das lediglich twittern konnte und 200 Franken kostete.

Es liegt auch nicht zwangsläufig am Preis oder der Qualität, wie beim unzuverlässigen Plastik-Velo aus Schweden. Oft ist die Firma einfach zu spät dran oder, was wohl seltener der Fall ist, das Produkt ist seiner Zeit voraus.

Typische Flops sind zudem nicht selten das Resultat unglücklicher Produkteabwandlungen: Rivella Gelb, Coke II oder Crystal Pepsi lassen grüßen.

Einem neuen Produkt das Genick brechen kann auch das Marketing: Etwa, wenn eine viel zu hohe Erwartungshaltung aufgebaut wird, die das Endprodukt nie im Leben erfüllen kann – so geschehen beim Über-Auto Ford Edsel. Ford kündigte das Wunder-Auto jahrelang an und lieferte schließlich nur eine solide Karre ab. Die ersten Kunden, die sogenannten Early Adopter, waren enttäuscht und die wichtige Mund-zu-Mund-Propaganda blieb aus.

Der Staubsauger, der unser Plastik aus dem Meer saugt

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Starbucks schreibt deinen Namen wohl absichtlich falsch – aus einem einfachen Grund

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