Leben

Seine Organe sollten schon gespendet werden, dann wachte der 13-jährige Trenton auf

Ein 13-jähriger Junge aus den USA wird gerade als Wunder gefeiert, nachdem er genau einen Tag nach seinem diagnostizierten Hirntod wieder aus dem Koma erwachte.

Trenton McKinley aus Coden, Alabama hatte mit einem Freund gespielt, als sich der Unfall ereignete, der ihn im lebensgefährlichen Zustand zurückließ.

Es ist Mitte März. Die Jungs schnallen einen Bollerwagen hinter einen Dünen-Buggy, Trenton lässt sich darin ziehen, als das ganze Gerät umkippt. "Ich landete auf dem Beton. Der Bollerwagen ist auf meinen Kopf geknallt, danach erinnere ich nichts mehr", erzählt der Junge beim TV-Sender Fox.

Trenton vor dem Unfall

Trenton und seine Mama Jennifer

Ein kleiner Unfall mit fatalen Konsequenzen: Trenton hat mehrere Schädelfrakturen, die dazu führten, dass sein Hirn gefährlich anschwillt. Trotz zweier Not-OP's erleidet Trenton einen Herzstillstand, sein Hirn wird nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt, er fällt ins Koma.

"Er starb insgesamt vier Mal. Einmal ganze 15 Minuten lang."

Trentons Mutter

Seine Mutter Jennifer Reindl postet am 22. März auf Facebook: "Das letzte Mal, als die Ärzte ihn zurückbrachten, sagten sie, er habe keine Hirnreaktion mehr."

Die Mediziner sollen ihr erklärt haben, sie würden ihn sterben lassen müssen, wenn sein Herz wieder aufgebe. Das Einzige, was sie jetzt noch tun könnten: Seine Organe für fünf andere Kinder freizugeben. Um diese Transplantationen zu ermöglichen, würde Trenton drei weitere Tage künstlich stabilisiert werden.

Jennifer beschließt, der Organentnahme zuzustimmen, als sie am Bett ihres Sohnes sitzt.

"Seine Augen waren so unheimlich schwarz und trocken. Und ich wusste, er hätte nie gezögert, fünf Leben zu retten."

Trentons Mutter

Doch am nächsten Tag bekommt Jennifer einen erstaunlichen Anruf aus dem Krankenhaus. "Bei einer Behandlung hatte sich Trentons Hand bewegt, dann seine Füße, sagten die Ärzte. Und als sie in seine Augen schauten, war sein klarer Blick plötzlich zurück." 

Der Moment der Rückkehr

Trenton war wieder erwacht. Obwohl die Ärzte Hirntod und Herzstillstand diagnostiziert hatten. Obwohl seine Organe schon für jemanden anderen gedacht waren. "Ein Wunder", sagt Jennifer.

Nur fünf Tage später, spricht ihr Sohn sogar schon, erzählt Jennifer online: "Er hat gefragt, wo er ist. Er hat angefangen zu weinen und mich gefragt, ob er nach Hause kann... Mein Baby ist ein Kämpfer!"

Inzwischen ist Trenton tatsächlich wieder zuhause. An den Unfall erinnert nur noch eine tiefe Narbe auf seinem Schädel, die er mit Humor nimmt. 

"In diesem Schlitz könnte ich Dip füllen und so meine Chips jetzt direkt aus meinem Kopf essen", sagt der Teenie im Fernsehen. "Nie wieder Geschirrwaschen für mich!"

Trenton erzählt seine Geschichte

Jennifer Reidl sagt, die Krankheit ihres Sohnes würde die Familie finanziell belasten. Allein die Autofahrten zur Klinik würden das Budget der Alleinerziehenden (zwei Kinder) sprengen. Sie bittet darum auf Facebook um Spenden

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hochfunktionale Depression: Wenn niemand merkt, wie krank du wirklich bist

Liliana Kröger (Name von der Redaktion geändert), 34, leidet an einer sogenannten atypischen Depression: Obwohl sie erfolgreich im Beruf ist und ihren Alltag gut bewältigt, ist sie depressiv. Ihre Form der Depression wird manchmal auch "hochfunktionale Depression" genannt. Lilianas Leiden wurde jahrelang nicht diagnostiziert – unter anderem auch, weil sie sich nicht zum Arzt traute, da sie sich nicht "krank genug" fühlte. So empfindet ein Mensch, der nach außen hin seinen Alltag meistert – und tr

Heute morgen wache ich auf und es ist schon hell, aber die Sonne scheint nicht. Zumindest fühlt es sich so an.

Ich drücke den Snooze-Button auf meinem Wecker, nur noch zehn Minuten. Ich fühlte mich wie gerädert, frage mich, wie ich aus dem Bett kommen soll. Die letzte Nacht habe ich wieder schlecht geschlafen, im Traum ist die Welt untergegangen. Das träume ich häufig, wenn es mir nicht gut geht.

Ich quäle mich aus dem Bett, ziehe mich an, lese die Nachricht einer Freundin, die mich heute Abend …

Artikel lesen
Link zum Artikel