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Bild: imago/Norbert Schmidt

Schielen bleibt, Bier macht eine Wampe, und 13 weitere Gesundheitsmythen im Check

Daniel Huber

Wer hat es nicht als Kind erlebt: Gut gemeinte Warnungen oder Ratschläge von besorgten Eltern, die den Nachwuchs vor Schaden bewahren wollen. Zum Beispiel: "Hör auf zu schielen, sonst bleiben die Augen so stehen!" Es gibt viele dieser Gesundheitsmythen. Die Frage ist: An welchen ist wirklich was dran? Und welche sind nichts als Märchen?

Schielen bleibt

Beginnen wir gleich mit dem Schielen. Vor allem Kinder lieben es, ihre Augen zu verdrehen. Nicht selten ernten sie dafür mahnende Worte. Denn viele Leute glauben, das Schielen könne permanent werden, wenn man zu lange schielt oder dabei erschreckt wird – als würden die verdrehten Augen in ihrer unvorteilhaften Position quasi einrasten.

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Bild: imago/Westend61/kike arnaiz

Manche würzen dieses hartnäckige Gerücht noch mit einer Portion Aberglauben: So soll die Fehlstellung der Augen etwa beim nächsten Glockenschlag stehen bleiben. Doch es handelt sich in der Tat um ein Märchen: Es gibt keine dokumentierten Fälle, dass Strabismus (das ist das Fachwort für Schielen) jemals auf diese Weise entstanden wäre.

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Wunden heilen besser an der frischen Luft

Es klingt einleuchtend: Frische Luft hilft dabei, dass Wunden schneller heilen. Die Wunde trocknet immerhin rascher; es bildet sich schneller eine Kruste. Wie so manche Dinge, die einleuchtend klingen, ist aber auch diese Behauptung falsch. Zwar kann man kleine Kratzer durchaus ohne Pflaster heilen lassen – schneller geht es deswegen aber nicht. Größere Verletzungen hingegen sollte man unbedingt mit einem Wundverband vor Schmutz schützen, andernfalls drohen schwere Entzündungen.

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Hier hätte man vielleicht aus ästhetischen Gründen auf das Pflaster verzichten können... Bild: imago images/Hartenfelser

Die schnellere Trocknung einer Wunde an der Luft ist überdies gar kein Vorteil, sondern ein Nachteil: Dadurch, dass die Wunde länger feucht bleibt, kann das Wundsekret Enzyme, Hormone und Antikörper besser dorthin bringen, wo sie gebraucht werden. Neues Gewebe kann sich zudem leichter bilden, wenn es ungestört bleibt.

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Erkältungen kann man ausschwitzen

Der Körper macht es vor: Bei Grippe, Erkältungen und auch bei Infekten steigt oft die Körpertemperatur; das Immunsystem wird bei Fieber zwischen 37 und 40 Grad mit Viren und Bakterien besser fertig. Leider ist es aber nicht so, dass wir diesen Prozess mit absichtlich herbeigeführten Schweißausbrüchen unterstützen können. Viren lassen sich ohnehin nicht ausschwitzen.

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Aufguss! Bild: imago images/Eibner

Während Saunagänge den Kreislauf stärken und anregend wirken, solange man gesund ist, belasten sie den Körper zusätzlich, wenn man bereits gesundheitlich angeschlagen ist. Zwar steigert die Wärmezufuhr die Durchblutung, aber Herz und Kreislauf werden bei einem bereits belasteten Körper zusätzlich gefordert. Bei Fieber droht zudem ein Hitzestau, weil der Körper die Wärme nicht nach außen ableiten kann. Wer erkältet eine öffentliche Sauna aufsucht, kann außerdem andere Leute anstecken.

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Kaffee dehydriert den Körper

Dem anregenden Getränk werden allerhand positive und negative Eigenschaften nachgesagt. Eine der am häufigsten genannten ist: Kaffee wirkt dehydrierend, entzieht dem Körper also Wasser. Deshalb gehört zum Espresso ein Glas Wasser. Es stimmt jedoch nicht, dass Kaffee dehydriert, wie zahlreiche Studien nachgewiesen haben. Er wirkt kaum anders auf den Flüssigkeitshaushalt des Körpers als Wasser – während man bei Kaffeegenuss bis zu 84 Prozent der aufgenommenen Flüssigkeit innerhalb eines Tages wieder über den Urin ausscheidet, sind es bei reinem Wasser bis zu 81 Prozent.

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Beim Kaffetrinken muss man nicht zwingend in Reichweite des Wasserhahns sein. Bild: imago images/Westend61/maya claussen

Allerdings wirkt das im Genussmittel enthaltene Koffein harntreibend, das heißt, man muss schneller zur Toilette gehen. Dieser Effekt wird als entwässernd wahrgenommen, doch tatsächlich verliert man nicht mehr Wasser als sonst.

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Frauen frieren mehr als Männer

Männer, die ihr Bett mit einer Frau teilen, können ein Lied davon singen: Das frierende Geschlecht wärmt oft seine kalten Füße am warmen männlichen Körper. Frauen frieren mehr als Männer, sagt die Alltagserfahrung – und die Wissenschaft pflichtet ihr bei. Es sind gleich mehrere Faktoren, die dazu führen: Frauen haben einen bedeutend kleineren Muskelanteil (rund 25 Prozent gegenüber 40 Prozent) als Männer, das heißt, sie produzieren weniger Wärme.

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Kalt? Bild: imago images/Westend61/gustafsson

Zudem haben sie eine dünnere Haut, die weniger gut isoliert und schneller abkühlt. Frauen sind obendrein meistens kleiner als Männer, so dass sie im Vergleich zu ihrem Körpervolumen eine größere Oberfläche haben und daher mehr Wärme abstrahlen.

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Fingerknacken führt zu Arthritis

Manche Leute tun es nahezu unablässig: Sie ziehen an ihren Fingern, bis es im Gelenk hörbar knackt. Was für sie eine Tätigkeit ist, mit der sie sich entspannen können, ist für ihre unfreiwilligen Zuhörer oft weniger angenehm. Die Frage hier ist aber: Schadet diese Gewohnheit den Gelenken? Oft liest man, die Gewohnheit führe zu ausgeleierten Gelenken und Bändern. Oder noch schlimmer zu Rheuma, Arthrose oder Arthritis.

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bild: imago images/pakusch

Doch Mediziner geben Entwarnung: Kurzfristig kann Fingerknacken zwar Schwellungen am Finger hervorrufen und die Kraft in den Händen verringern. Langfristige, ernsthafte Schäden seien indes selbst bei jahrelangem Fingerknacken nicht zu befürchten. Vorsicht ist aber angebracht, wenn es in den Gelenken ab und zu ohne eigenes Zutun knackt und dabei noch weitere Beschwerden oder Schmerzen auftreten. In diesem Fall sollte man einen Arzt aufsuchen.

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Beine überkreuzen gibt Krampfadern

Wer die Beine oft übereinanderschlägt, bekommt irgendwann Krampfadern. Diese Behauptung gehört ins Reich der Märchen, auch wenn diese Sitzposition nicht unbedingt die gesundeste ist. Dass sie Krampfadern auslöst oder begünstigt, wurde jedoch noch nie durch Untersuchungen bestätigt. Die Vene verläuft in der Kniekehle geschützt in einer knöchernen Rinne; die Gefahr, dass sie abgedrückt wird, ist eher gering.

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bild: imago images/wolterfoto

Ohnehin verharren wir instinktiv nicht allzu lange in dieser Position – wir empfinden langes Übereinanderschlagen der Beine als unangenehm. Dafür verantwortlich ist der Umstand, dass Nervenbahnen eingeklemmt werden können, was zu einem Kribbeln in den Beinen führt. Die wahren Übeltäter bei der Entstehung von Krampfadern sind übrigens – neben einer genetisch bedingten Bindegewebsschwäche – Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel.

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Milch verschleimt die Atemwege

Wer erkältet ist und schnieft und hustet, der sollte keine Milch trinken. Sonst, so sagt es der Volksglaube, verschleimen die Atemwege noch mehr und die Erkältung wird schlimmer. Dies ist eine alte Behauptung, die bereits von Ärzten im Mittelalter vorgebracht wurde – aber nicht zutrifft. Studien haben nachgewiesen, dass der Konsum von Milch keinen Einfluss auf die Schleimproduktion in den Atemwegen hat.

Girl drinking glass of milk at breakfast PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: LaurencexMouton B45766611

Bild: imago/PhotoAlto/laurence mouton

Es gibt zwar ein Abbauprodukt der Milch namens Beta-Casomorphin-7, das im Darm die Schleimproduktion anregt. Doch Beta-Casomorphin-7 entsteht erst bei der Verdauung und hat nichts mit den Atemwegen zu tun. Dass dennoch viele Menschen überzeugt sind, dass Milch bei ihnen den genannten Effekt hat, liegt einzig an der Nocebo-Wirkung.

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Bier macht eine Bierwampe

Man kennt die T-Shirts mit der Aufschrift "Bier formte diesen wunderschönen Körper". Sie werden vorzugsweise von Männern getragen, die neben einer beachtlichen Wampe auch einen Sinn für Selbstironie besitzen. Die Frage ist allerdings, ob das, was der Volksmund "Bierbauch" nennt, denn tatsächlich vornehmlich mit dem Gerstensaft zu tun hat. In der Tat ist das so. Alkohol hat ohnehin viel Kalorien – so kommt ein halber Liter Bier schnell auf 230 bis 250 Kalorien.

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Hauptsache, er hat Spaß. Bild: imago images/Matthias Koch

Aber Bier wirkt nicht nur durch Kalorien; schließlich spricht ja niemand von Weinwampe oder Sektschwarte, obwohl diese Getränke es kalorienmäßig ebenfalls in sich haben. Hopfen, ein wesentlicher Bestandteil von Bier, enthält nämlich Phytoöstrogene, also pflanzliche Stoffe, die dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln. Diese Stoffe fördern die Einlagerung von Fett im Gewebe (Frauen haben einen höheren Fettanteil als Männer), und zwar besonders im Bauch- und Brustbereich. Und der ist genetisch bedingt sowieso der Ort, wo Männer bevorzugt Fett ansetzen.

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Man soll gleich nach dem Essen die Zähne putzen

Schon den Kindern bläut man es ein: "Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen!" Das ist grundsätzlich auch richtig, denn regelmäßiges Zähneputzen verhindert Zahnbelag und hält die Bakterien in Schach, die Karies verursachen. Wer aber unmittelbar nach dem Essen zur Zahnbürste greift, tut sich keinen Gefallen. Der Grund liegt darin, dass Bakterien in der Nahrung enthaltene Kohlenhydrate in Säuren umwandeln, die den Zahnschmelz angreifen.

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Bild: imago/allOver

Säuren sind zudem in vielen Nahrungsmitteln und besonders Getränken enthalten. Ist der Zahnschmelz dadurch angegriffen, wirkt sich die mechanische Beanspruchung durch das Zähneputzen negativ auf diese wichtige Schicht aus – statt den Zahnschmelz zu schützen, schädigt man ihn. Es ist daher ratsam, nach dem Essen mindestens eine halbe Stunde zu warten, bevor man die Zähne putzt. In dieser Zeit kann der Speichel die Säuren wieder neutralisieren.

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Im Alter wächst Krebs langsamer

Oft hört man, Krebs sei bei älteren Leuten weniger aggressiv als bei jüngeren. Dafür gibt es aber bisher keinen belastbaren Beleg – manchmal trifft sogar das Gegenteil ein, und Tumore wachsen schneller im Alter. Bei vielen Senioren sind die Abwehrkräfte bereits durch andere Erkrankungen geschwächt, so dass ihr Körper den Krebszellen weniger entgegenzusetzen hat. Diese Zellen wachsen an sich in jedem Alter gleich schnell oder langsam – die Anzahl der Lebensjahre spielt dagegen keine bedeutende Rolle.

Illustration of a cancer cell Illustration of a cancer cell. PUBLICATIONxINxGERxSUIxHUNxONLY SCIEPRO/SCIENCExPHOTOxLIBRARY F023/6812

Bild: imago/Science Photo Library

Eine Ausnahme besteht einzig beim Prostatakrebs, der nur sehr langsam wächst, wenn er in höherem Alter – ab etwa 60 Jahren – auftritt. Mit dem Alter steigt allerdings die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken. Viel wichtiger als das Alter ist ohnehin die Krebsform: Es gibt schnell wachsende, nur langsam voranschreitende und sich abkapselnde Tumoren.

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Nase hochziehen ist ungesund

Es gilt nicht gerade als gutes Benehmen, wenn man Schleim durch die Nase hochzieht. Dazu kommt noch, dass es ungesund sein soll – durch den Druck könnte der Rotz nämlich in die Nasennebenhöhlen geraten und dort für Probleme sorgen. Manche Ärzte empfehlen daher, sich eher in ein Taschentuch zu schnäuzen. Dies aber ohne zu starken Druck, denn auch dann droht der Schleim an Orte zu gelangen, wo er besser nicht hingehört – im schlimmsten Fall durch einen Kanal im Nasen-Rachen-Raum ins Mittelohr. Beim Schnäuzen kann sich nämlich in der Nase ein Innendruck aufbauen, der zehnmal höher ist als beim Niesen.

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bild: imago sportfotodienst/sven simon

Sowohl beim Hochziehen wie beim Schnäuzen entsteht im Rachen ein Luftwirbel, der die meisten Keime daran hindert, in die Bronchien zu gelangen. Beim Hochziehen gelangt der Schleim allerdings in den Rachen und wird dann geschluckt. In der Regel landen die Erreger im Magen, wo sie keinen Schaden anrichten und von der Magensäure eliminiert werden. Schlimmstenfalls können aber doch einige in die Bronchien gelangen und dort eine Bronchitis auslösen. Insgesamt ist Hochziehen nicht ungesünder als Schnäuzen – aber es ist gesellschaftlich nicht akzeptiert.

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Im Dunklen lesen macht die Augen kaputt

Kaum ein Kind hat das nicht zu hören bekommen: "Lies nicht bei schlechtem Licht, du machst dir die Augen kaputt!" Um es vorwegzunehmen: Hier herrscht pure Uneinigkeit. Die einen Mediziner sagen, dass Lesen bei Dämmerlicht keine schädlichen Auswirkungen habe, sofern man es nicht übertreibe – das heißt, jeden Abend mehrere Stunden. Höchstens lasse die Sehkraft durch die Anstrengung kurzfristig nach, das Auge erhole sich dann aber wieder schnell.

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Bild: imago/Westend61

Andere Ärzte sehen jedoch durchaus eine Gefahr, besonders für Kinder bis zum Ende der Grundschule, deren Augen sich noch in Entwicklung befinden. Häufiges Lesen bei schummrigem Licht strenge die Augen über Gebühr an und führe langfristig zu Kurzsichtigkeit, da Kontraste aufgrund der mangelnden Beleuchtung auf der Netzhaut verschwimmen würden und sich die Augen also oft und lange auf kurze Entfernung einstellen müssten.

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Wattestäbchen sind schlecht für die Ohren

Wattestäbchen sollen nicht gut für die Ohren sein, hört man allenthalben. Das trifft zu, denn die Stäbchen werden oft falsch verwendet. Führt man sie in den Gehörgang ein, drücken sie den Ohrenschmalz noch weiter hinein, was zu Verstopfungen und im Extremfall zu einer Schädigung des Trommelfells führt. Auch die Stäbchen selber können Verletzungen verursachen, wenn sie durch brüske Bewegungen – beispielsweise, wenn man sich gerade beim Putzen erschrickt – zu tief in den Gehörgang eindringen.

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bild: imago images/karsten koch

Falls man überhaupt solche Stäbchen verwendet, um die Ohren zu säubern, dann dürfen sie nur außerhalb des Gehörgangs in der Ohrmuschel eingesetzt werden. Ohnehin benötigt man sie gar nicht; ein mit lauwarmem Wasser befeuchteter Waschlappen oder Wattebausch reicht völlig aus. Der Gehörgang reinigt sich selber – Schmutz und dergleichen wird von feinsten Härchen nach draußen befördert. Falls sich dennoch zu viel Schmalz ansammelt, kann der Ohrenarzt diesen schonend entfernen.

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Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Cholesterin genießt nicht den besten Ruf. Ein erhöhter Cholesterinspiegel ist ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Man unterscheidet zwei Arten von Cholesterin: das "gute" HDL-Cholesterin und das "schlechte" LDL-Cholesterin. Wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut vorhanden ist, lagert es sich an den Innenwänden der Arterien ab, was zu Arteriosklerose führt. Blutfette, zu denen Cholesterin gehört, sind aber durchaus lebenswichtig; sie spielen eine Rolle bei der Produktion von Nervengewebe und Sexualhormonen.

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Bild: imago images/CHROMORANGE / Bernd Juergens

Der Körper stellt Cholesterin selber in der Leber her, es wird aber auch über die Nahrung aufgenommen. Eier, die viel Cholesterin enthalten, galten deshalb lange als bedenklich. Allerdings stoppt die Leber die Produktion, wenn zu viel Cholesterin über die Nahrung in den Körper gelangt. Für gesunde Menschen gilt heute daher, dass der Verzehr von bis zu fünf Eiern pro Woche unbedenklich ist. Dies gilt jedoch nicht für jene Personen, die unter einer genetisch bedingten familiären Hypercholesterinämie leiden. Ihre Cholesterinwerte sind lebenslang stark erhöht. Auch bei Diabetikern ist möglicherweise Vorsicht beim Eierkonsum geboten; hier sind jedoch noch weitere Untersuchungen notwendig.

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