Leben
Bild

Keio University Hospital

Er kam mit 268 Gramm zur Welt – Ärzte retten "kleinsten Baby-Jungen der Welt"

Ärzte haben in Japan ein halbes Jahr lang um ein winziges Leben gekämpft. Sie wollten ein Baby retten, das mit gerade mal 268 Gramm auf die Welt kam. Nun haben sie es geschafft.

In der japanischen Hauptstadt Tokio wurde im August ein kleiner Junge geboren, der kaum mehr wog als ein Stück Butter. Die Ärzte und Schwestern im Keio-University-Hospital päppelten das Frühgeborene monatelang auf.

Am Mittwoch meldete sich das Krankenhaus: Der kleine Junge wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Das Baby, das nach der Geburt 268 Gramm wog, sei nun 3238 Gramm schwer.

Laut Angaben des Keio-University-Hospital verlässt der Junge das Krankenhaus mit einem Rekord: Er sei der kleinste neugeborene Junge, der gesund aus einem Krankenhaus entlassen wurde. Das sagte der behandelnde Arzt Takeshi Arimitsu dem britischen Nachrichtensender "BBC".

Bild

keio university hospital

Vorgänger wurde in Göttingen mit 274 Gramm geboren

Die Mutter des Babys war laut eigener Aussage nicht sicher, ob ihr Sohn überleben wird. "Ich kann nur sagen, dass ich glücklich bin, dass er so groß geworden ist", sagte sie bei der Entlassung laut BBC. Das Baby war ein Frühchen, das in der 24. Woche geboren wurde. Auf Fotos ist zu sehen: Sein Kopf war nach der Geburt etwa so groß wie ein Daumen.

Laut dem "Tiniest Babies Register der University of Iowa" haben bisher gerade rund 20 Babys überlebt, die mit einem Gewicht unter 300 Gramm geboren wurden. Wie die Daten zeigen, wurde der vorherige männliche Rekordhalter im niedersächsischen Göttingen geboren. Er wog bei seiner Geburt 274 Gramm und wurde im Alter von sechs Monaten aus der Klinik entlassen. Das kleinste Mädchen, ebenfalls in Deutschland geboren, wog bei der Geburt gerade einmal 252 Gramm. Die Forscher der US-Universität sammeln aber nur Fälle, über die in den Medien berichtet wurde.

Dieser Text erschien zuerst auf t-online.de.

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kinder im Dauerstress: Warum die Kindheit mit dem Kita-Besuch aufhört

Ilona Böhnke ist Erzieherin in Dortmund. In ihrer 40-jährigen Laufbahn hat sie eine wichtige Beobachtung gemacht: Kinder verbringen immer mehr Zeit in Kitas, deren Alltag ist durchgetaktet. Dass Spielen nach Stundenplan und das ständige Zusammensein in der Gruppe auch Arbeit für die Kinder bedeutet, wissen viele Erwachsene nicht. Böhnke warnt nun vor möglichen Folgen.

Morgens Mathe, dann Bildungsbereich Natur bis mittags. Nach der Mittagspause Entspannung, vielleicht noch eine Runde Malen oder Singkreis und dann noch Turnen, bis es wieder nach Hause geht.

Was auf den ersten Blick wie der Alltag von mindestens einem Grundschüler wirkt, ist tatsächlich ein ganz normaler Tag für ein Klein- oder Vorschulkind in der Kita. Zeit für freies Spielen? Bleibt da eigentlich gar nicht.

Viele der Probleme, die in deutschen Kitas vorherrschen, sind zwar immer noch nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel