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Yes!!! Mit dieser Entscheidung macht die Oscar-Akademie den bitter nötigen Anfang

Es hat gedauert. Es hat sogar viel zu lange gedauert. Aber jetzt ist etwas in Bewegung.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, kurz: die Oscar-Academie, hat gerade neue Nominierungen für ihre Mitgliedschaft verkündet.

49 Prozent der potentiellen neuen Mitglieder sind Frauen, 38 Prozent "People of Colour".

Mitgliedschaft in der Akademie

Die Anzahl der Mitglieder, die über die Oscars abstimmen, wird in jedem Jahr vergrößert. In diesem Jahr wird 928 Filmschaffenden eine Neu-Mitgliedschaft angeboten. Eine Einladung der Akademie kann allerdings auch ausgeschlagen werden. Hier findet sich ein Überblick über die potentiellen neuen Mitglieder. Die Akademie entlässt aber auch Mitglieder. So sind Roman Polanski, Bill Cosby und Harvey Weinstein wegen der Vorwürfe sexueller Übergriffe und Vergewaltigung ausgeschlossen worden.

Wer diese Zahlen für nicht sonderlich spektakulär hält, der sollte sich die bisherige Zusammensetzung der Akademie anschauen.

Im Jahr 2016 bestand die Akademie nämlich nur zu 8 Prozent aus Nicht-Weißen, und zu 25 Prozent aus weiblichen Mitgliedern. Sollten alle neuen KandidatInnen ihre Einladung annehmen, würde das die Prozentzahl der Frauen auf 31 Prozent anheben und die der Nicht-Weißen auf 16 Prozent.

Das ist immer noch viel zu wenig. Viel zu unausgeglichen. Und viel zu unfair.

Aber es ist ein Anfang. Und eine Reaktion auf die zunehmende Kritik, der sich die die Akademie in den vergangenen Jahren ausgesetzt sah.

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In den Jahren 2015 und 2016 hatte es keine "People of Colour" unter den Oscar-Nominierten gegeben. Prominente Schauspieler und Regisseure, wie Jada Pinkett-Smith, Michael Moore und George Clooney, hatten die Akademie daraufhin heftig kritisiert.

Unter dem Hashtag #OscarsSoWhite hatte sich zeitgleich breiter Widerstand, auch außerhalb der Filmindustrie, gegen diese Praxis formiert.

Bis 2020 soll die Anzahl der Frauen und "People of Color" nun verdoppelt werden.

Dabei ging es nicht um die Erfüllung bestimmter Quoten. Es ging um ganz grundsätzliche Fragen der Diversität:

Bei diesen Fragen geht es nicht nur um Teilhabe und Inklusion, es geht auch um wirtschaftlichen Erfolg.

Denn Diversität ist, anders als es oft von Kritikern dargestellt wird, keine übertriebene Forderung ahnungsloser Feministinnen und weichgespülter Gutmenschen, sondern ein entscheidendes Kriterium für Publikumserfolg.

Das hat in den letzten Jahren der Erfolg von Filmen wie "Moonlight", "Coco" und "Black Panther" gezeigt. "Black Panther", mit seinem fast ausschließlich schwarzen Ensemble, war der dritterfolgreichste Film aller Zeiten in den USA. Und der erfolgreichste Superhelden-Film aller Zeiten.

Habt ihr den Film auch gesehen?

Auch der Motion Picture Diversity Index zeigt, das die Diversität eines Filmes in Zusammenhang mit seinem Erfolg steht.

"Diversität lohnt sich, aber Produktionsfirmen reflektieren das nicht. Die Zuschauer wollen auf der Leinwand mehr von dem sehen, was sie in ihrem Alltag erleben."

Ana-Christina Ramón, Co-Autorin "Hollywood Diversity Report 2018"

Es hat lange gedauert. Aber langsam scheint sich die Erkenntnis in der Filmindustrie durchzusetzen, dass Diversität nicht einfach passiert, sondern aktiv gefördert werden muss.

Die Oscar-Akademie ist nun einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Es geht nach vorne.

Was sind deine Ideen für mehr Diversität auf der Leinwand?

Plakat-Aktion für mehr Diversität in Hollywood

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