Leben
Bild

Bild: art basel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das kostet 50.000 Euro

Das ist wohl der Albtraum aller Eltern. Das eigene Kind greift nach einem wertvollen Gegenstand, dieser fällt runter und ist kaputt.

So geschehen am Wochenende an der Art Basel: Ein kleines Mädchen saß im Kinderwagen und wurde von der Mutter durch die Messe geschoben. Beim Stand der Galerie "Matthew Marks Gallery" kam es zum Unglück: Das Mädchen griff nach der Plastik "Fliege" der bekannten Künstlerin Katharina Fritsch aus Düsseldorf.

Anscheinend brachen die kleinen Flügel der Skulptur ab, das Kunstwerk ist somit zerstört. Der Wert der Plastik wurde auf 50.000 Euro geschätzt. Laut "Bild" war die Mutter den Tränen nahe, das Kind schuldbewusst, als sie ihre Personalien bei der Galerie hinterließ. Eine Berliner Künstlerin kommentierte: "Das Problem ist ja weniger, wer für den Schaden aufkommt", sondern vielmehr, dass das Kunstwerk nun "nicht mehr das unberührte Werk von davor" sei.

Art Basel verzeichnet leichten Rückgang

Und was lief sonst so? Mit einer Besucherzahl von gegen 93.000 knüpfte die Art Basel an die Erfolge der letzter Jahre an. Dies hat die Leitung der Kunstmesse nach Abschluss der 50. Ausgabe am Sonntag vermeldet.

Die Art Basel habe mit 290 Galerien aus 34 Ländern Sammler aus über 80 Staaten angelockt, heißt es in der Mitteilung der Messeleitung. Zu den gewichtigsten Verkäufen gehörten ein Frühwerk von Gerhard Richter und ein monochromes Gemälde des 1974 verstorbenen Südkoreaners Kim Whanki, die für 20 beziehungsweise 10 bis 12 Millionen Dollar (Rund 8 bis 10 Mio. Euro) einen Abnehmer fanden.

Nicht alle Galerien teilen ihre Verkäufe mit. Stillschweigen herrscht zum Beispiel bei der weltumspannenden Galerie Gagosian mit Hauptsitz in New York. Während der Messewoche wurde aber bekannt, dass der Kunsthandelskonzern in Basel eine neue permanente Filiale eröffnet hat. Das Kunst-Internetportal Artsy.net vermeldete, dass auch weitere große Player im Kunstmarkt neben ihrer Präsenz an der Art Basel mit Popu-up-Spaces zum Teil auch in Zürich ihren Geschäften nachgehen.

Wie die Art Basel mitteilte, hat sich das neue Preissystem, das jungen und zum ersten Mal teilnehmenden Galerien Mietnachlässe gewährt, bewährt. Bei der Ausgabe von 2019 waren 19 Galerien erstmals präsent – darunter Häuser aus Südamerika, Asien aber auch aus Basel, wie die Galerie Knöll, die eine Soloschau mit Werken des Bauhaus-Künstlers Max Bill präsentierte.

Das erste Mal dabei war auch der italienische Kunstraum SpazioA aus Pistoia, der Objekte der diesjährigen Baloise Art Prize-Gewinnerin Giulia Cenci zum Verkauf anbot und auch rege verkaufte. Bilder der zweiten Preisträgerin Yinyi Cheng waren am Stand der Pariser Galerie Balice Hertling im Angebot.

Liste mit über 20.000 Besuchern

Eine erfolgreiche Messewoche vermeldete am Sonntag auch die Alternativmesse Liste für junge Galerien und neue künstlerische Positionen. Sie vermochte laut Medienmitteilung mit ihrer ersten Ausgabe unter der neuen Leitung von Joanna Kamm über 20.000 Besucher anzulocken. Die 77 Galerien aus 33 Ländern hätten "hervorragende Umsätze" verzeichnet.

(jaw/dpa)

Geisterstadt Prypjat – Tschernobyls trauriges Erbe

Deutschland feiert 100 Jahre Bauhaus – warum?

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Gottschalk über Helene Fischer und Florian Silbereisen: "Hatte immer schlechtes Gefühl"

Link zum Artikel

Brief ans Jobcenter: Bitte hört auf, meine über 60-jährige Mutter in Jobs zu drängen

Link zum Artikel

Bei Pressekonferenz nach BVB-Sieg merkt Favre nicht, dass das Mikro bereits an ist

Link zum Artikel

Luke Mockridge macht Andrea Kiewel in seiner Show ein Angebot – die blockt ab

Link zum Artikel

Kontakt mit 2 Bundesliga-Stars – warum der FCB trotzdem keinen Lewandowski-Backup holte

Link zum Artikel

Luke Mockridge traf Kiwi noch kurz vor Auftritt: Wie er beim "Fernsehgarten" alle täuschte

Link zum Artikel

Krankenschwester warnt bei Maischberger: "Wir laufen auf eine riesige Katastrophe zu"

Link zum Artikel

Luke Mockridge über die Folgen seines ZDF-Auftritts: "Meine Eltern erhielten Hassbriefe"

Link zum Artikel

Hartz-IV-Show "Zahltag": Wie die Sendung falsche Hoffnungen schürt

Link zum Artikel

"Null Toleranz gegen Rassismus" – und 5 weitere Punkte aus Merkels Bundestags-Rede

Link zum Artikel

Alleinerziehend mit Hartz IV: Achtjährige sammelt Flaschen, um Taschengeld zu bekommen

Link zum Artikel

"Zahltag": Buschkowsky erklärt, warum ein Geldkoffer Hartz-IV-Empfängern nicht hilft

Link zum Artikel

Helene Fischer: Erstes reguläres Konzert für 2020 angekündigt

Link zum Artikel

2 Handelfmeter? Darum gab es für die DFB-Elf gegen Nordirland keinen Videobeweis

Link zum Artikel

In Berlin gab es eine Notlandung mit mehreren Verletzten

Link zum Artikel

Helene Fischer und Thomas Seitel: Polizei spricht von Einsatz auf ihrem Anwesen

Link zum Artikel

7 Zitate, die zeigen, wie "bürgerlich" Alexander Gauland wirklich ist

Link zum Artikel

Helene Fischer verrät, für welche Gage sie am Anfang spielen musste

Link zum Artikel

Bachelorette Gerda verrät, was in ihrer ersten Nacht mit Keno wirklich passierte

Link zum Artikel

Als Gauland sich im ZDF verteidigen will, reicht es Lanz: "Albern, das ist albern"

Link zum Artikel

Helene Fischer erklärt, was vor Auszeit geschah: "So etwas noch nie erlebt"

Link zum Artikel

Kandidat zwingt RTL, "Bachelorette"-Finale zu ändern: "Wir waren selbst überrascht"

Link zum Artikel

"Hätten es besser machen können" – Salihamidzic gibt Fehler in Transferperiode zu

Link zum Artikel

"Höhle der Löwen": Gründer sorgte für Eklat in QVC-Sendung

Link zum Artikel

Neue Foto von Lena Meyer-Landrut sorgt für hämischen Helene-Fischer-Kommentar

Link zum Artikel

"Wer wird Millionär": Oliver Pocher lästert fies über Jauchs Millionen-Gewinner

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
Themen
3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dorian 17.06.2019 16:32
    Highlight Highlight Wenn so ein Ding schon so wertvoll ist, dann sollte man es so aufstellen, daß kleine Kinder es nicht zu fassen kriegen.
  • Ste Graever 17.06.2019 10:35
    Highlight Highlight Tja Pech, aber dafür ist ein Museum versichert...
  • Ste Graever 17.06.2019 10:34
    Highlight Highlight Das ist Pech... allerdings wird die Mutter nicht dafür aufkommen müssen, da man ihr höchstwahrscheinlich nicht nachweisen kann, dass sie ihre Aufsichtspflicht verletzt hat.
    Für sowas ist ein Museum versichert

Erzieherin: "Was viele Kollegen in Kitas tun, ist eigentlich Kindesmisshandlung"

Ilona Böhnke arbeitet seit 40 Jahren als Erzieherin in christlichen Kindergärten im Ruhrgebiet. In der Zeit hat sie erlebt, dass einige Kollegen und Kolleginnen oft nicht richtig mit den Kindern umgehen. Was in vielen Kitas falsch läuft und was Eltern dagegen tun können, hat sie für watson aufgeschrieben.

Nach 40 Jahren als Erzieherin habe ich mit vielen Kollegen zusammengearbeitet. Die meisten davon waren tolle Kollegen, doch immer wieder kam es vor, dass ich einschreiten musste. Denn was viele …

Artikel lesen
Link zum Artikel