Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Bild: Sony Music

"Liberation": 3 Gründe, warum die Popmusik heute noch Christina Aguilera braucht 

14.06.18, 11:12 22.06.18, 10:06
Helena Düll
Helena Düll

"Genie In A Bottle" und "What A Girl Wants" sind Lieder, die du auch heute immer noch lauthals auf jeder Party mitsingst? Dann haben wir was für dich!

Wir haben uns "Liberation", das erste Album der wahren 90er-Jahre Pop-Ikone seit sechs Jahren, ein Mal angehört, und drei Gründe aufgeschrieben, warum die Popmusik Christina Aguilera auch heute noch braucht!

Bild: Giphy

Eine der wichtigsten Fragen damals auf dem Pausenhof lautete: Bist du Team Britney oder Team X-Tina? Und die stellen wir uns heute noch:

Umfrage

Bist du Team Britney oder Team Christina?

  • Abstimmen

96 Votes zu: Bist du Team Britney oder Team Christina?

  • 21%Team Britney! Wer ist Christina?
  • 66%Team Christina! Wer ist Britney?
  • 11%Sind mir beide völlig egal!

Sorry Britney, du warst schon auch ganz cool, aber Christina war stets die bessere Britney. Sie hatte die stärkere Stimme, vermittelte uns ein fortschrittlicheres Frauenbild und ihre Musik war, ihre gesamte Karriere über, vielfältiger und spannender.

Nochmal zur Erinnerung: Die Hymne des Sommers 1999 😍

Video: YouTube/CAguileraVEVO

Ihre Karriere im Schnelldurchlauf:

Vor rund 20 Jahren tanzte Christina barfuß am Strand zu "Genie In A Bottle". Seitdem ist viel im Leben der heute 37-Jährigen passiert: 

Nun ist sie nach 6 Jahren mit ihrem Album "Liberation" zurück! 

3 Gründe, warum die Popmusik, auch 20 Jahre später, eine Christina Aguilera braucht:

Sie zeigt die ungeschminkte Wahrheit

Schon im Vorfeld des Release machte Christina klar: Wir werden auf "Liberation" eine neue Facette ihrer Persönlichkeit kennenlernen. 

Dieses Foto von ihr auf dem Cover des "Paper Magazine" ging um die Welt:

Dem Magazin sagte Christina dazu:

"Ich bin an einem Punkt angekommen, wo es sich befreiend anfühlt, alles runterzunehmen und sich selbst und seine nackte Schönheit zu schätzen zu wissen."

Das ist mutig, das hat Vorbildcharakter. Zuvor war der Star eher durch knallrote Lippen, Extensions und krassen Lidschatten aufgefallen. Dass sie nun den Schritt weg von der, stetst etwas verruchten, Barbie-Puppe, hin zur Natürlichkeit gewagt hat, ist wirklich eine "Liberation" (zu deutsch: "Befreiung").

Christina zeigt Frauen, dass sie ihre Vorstellungen und Normen von Schönheit immer wieder hinterfragen dürfen. 

Frauenpower. Ganz ohne Shirts.

Christina ist keine hippe Feministin, die Frauenpower-Shirts trägt. Sie macht einfach mal, indem sie zeigt, dass es genauso in Ordnung ist sluty oder natural zu sein.

Ihre Lyrics auf "Liberation" zelebrieren die Befreiung vom Perfektionismus und appellieren an das Kind, das jeder einmal war.

Dabei zeigt sie, dass die Suche, verbunden mit der ewigen Frage nach dem "Wer bin ich?", keine leichte, aber auch keine unmögliche ist. 

Auch im Teaser-Video "Maria" appelliert Christina an Frauen, nicht alles für einen Mann aufzugeben:

Video: YouTube/Christina Aguilera

Christina liefert eine #MeToo-Hymne:

Zusammen mit Demi Lovato hat sie für "Liberation" das Duett "Fall In Line" aufgenommen. Im dazugehörigen Musikvideo helfen sich die Frauen nach einer Entführung gegenseitig. Sie halten zusammen und schaffen es, sich aus der Gefangenschaft der maskierten Männer zu befreien. 

Aber seht selbst: 

Video: YouTube/CAguileraVEVO

Nicht empowering: Die lächerlichsten Stockfotos von Frauen und BH's:

Sie erfindet sich  musikalisch immer wieder neu.

Christina Aguilera ist sicherlich nicht der einzige Popstar, der sich musikalisch verändert. Wer langfristig erfolgreich sein möchte, der muss eben auch Entwicklungen im Blick haben. Dennoch ist die Intensität und der Enthusiasmus, mit dem eine Christina sich ständig neu erfindet, eine Besonderheit in der Welt der Popstars. 

Jedes ihrer Alben zeigt musikalisch und inhaltlich einen neue Seite ihrer Persönlichkeit – auch "Liberation". Das Album ist voll mit Hip-Hop und R'nB-Beats. Christina scheint während der Produktion Künstler wie Cardi B., Chance The Rapper oder Childish Gambino gehört zu haben. 

Childish Gambino ist der Musiker, der mit "This Is America" bislang den Song des Jahres geliefert hat:

Einflüsse, die auf dem Album deutlich zu hören sind, und der Musik von Christina gut stehen. 

Doch die größte Fähigkeit der Musikerin ist ihre schonungslose Art der Selbstreflexion. Sobald sie in sich hineinhorcht und ihre Emotionen, und darunter sind viele schmerzhafte, herauslässt, braucht es nicht mehr als ihre Stimme. Auch auf "Liberation" bilden die schnörkellosen, balladesken Songs die stärksten Momente. 

"Liberation" von Christina Aguilera erscheint am 15.6.2018.

Und für alle, die jetzt immer noch Team Britney sind, schaut euch dieses Video vom "Carpool Karaoke" an: 

Video: YouTube/The Late Late Show with James Corden

Du liebst Musik? Wir auch:

Ein für alle Mal – was ist der schlimmste Ohrwurm aller Zeiten? Das watson-Turnier

11 Festivals in ganz Europa, die du dieses Jahr besuchen kannst 

"Der Echo ist jetzt bei Chico" – die besten Reaktionen aufs Echo-Aus

Adele feiert Geburtstag und bekommt einen Shitstorm

"Weck' mich auf, wenn es vorbei ist": Aviciis Ex-Freundin nimmt Abschied

Aviciis Familie richtet sich an Fans: "Dankbar für jeden, der Tims Musik geliebt hat"

Du brauchst nur diese Grafik, um den Echo-Antisemitismus-Streit zu verstehen

Der andere WM-Test – die Nationalhymnen im musikalischen Vergleich

Christina Aguilera. kommt. zurück. Neues Musikvideo! Neues Album!

Kollegah und Farid Bang wegen Volksverhetzung angezeigt? Polizei bestätigt das nicht

Kennst du Finnland besser als "Chasing Highs"-Sängerin Alma?

Avicii auf Waldfriedhof in Stockholm beerdigt

Das sind die 12 besten Eurovision-Songs EVER

Antisemitismusbeauftragter fordert Bundesverdienstkreuz für Campino – zu Recht?

Helene Fischer äußert sich zur Farid Bang und Kollegah – BMG distanziert sich von Rappern

Das waren die 14 traurigsten Serientode – der watson-Tränen-Check

6 perfide Stilmittel, mit denen das Sprach-Genie Kollegah sich gerade wehrt

Die Outfits und 6 weitere Dinge, die früher beim ESC einfach geiler waren 

Exklusiv: Der jüdische Rapper Ben Salomo verkündet das Ende von "Rap am Mittwoch"

Leute, 15 Jahre ist es her: Das wurde aus den "DSDS"-Stars der 1. Stunde

Von wegen Internet-Meme – der "Yodeling Boy" ist auf dem Coachella aufgetreten

Das Beste an Ed Sheeran ist das Instagram-Profil seines Bodyguards – Part 2!

Frauenrap = Schwesta Ewa? Dann schau dir mal diese Rapperinnen an 

Zu diesen 30 Songs ist es unmöglich, Sex zu haben (du wirst es dir trotzdem vorstellen)

Haltet die Gläser bereit – hier kommt das Eurovisions-Trinkspiel!

Kollegah und Farid Bang werden zum "Grenzfall" für den Echo

7 Songs, die wir früher gefeiert haben, aber erst heute verstehen

Der Echo ist tot – Alle Infos und Reaktionen zum Ende

Diese Frau übersetzt Musik in Gebärdensprache: "Es gibt auch Taube, die das blöd finden"

Beef oder Business? 3 Show-Battles und was wirklich dahinter steckt

Die "Intro" verabschiedet sich – 3 Gründe warum uns das traurig macht😞 

Spotify ändert sein Gratis-Angebot – das verbessert sich für dich

Eine kleine Kültürgeschïchte des Heävy-Mëtal-Ümlaüts

Ein Wochenende in Ostritz – das ist die Bilanz des Nazifestivals

Eurovision 2018 – kennst du diese 14 Songs?

WDR setzt Kollegah und Farid Bang auf Index – Echo-Veranstalter reagiert auf Kritik

Gewalt, Sex und Pädophilie – 9 Musikvideos, die für einen Skandal sorgten

Was Rechtsrock, Musikfestivals und rechter Terrorismus miteinander zu tun haben

2020 kommt das Michael-Jackson-Musical, auf das seine Fans gewartet haben

4 Punkte, in denen Bushido sich mit Bushido nicht einig ist

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ich bin keine Angeberin. Ich bin gut! Warum Frauen nicht bescheiden sein müssen

Vor einem Jahr habe ich ihn aus meiner Twitter-Bio gelöscht. Er war mir irgendwie unangenehm. Fast peinlich. Er kam mir vor wie etwas, das da eigentlich nicht hingehört. Angeberisch.

Dabei bin ich stolz auf diesen Titel. Ich habe ihn nicht geschenkt bekommen. Ich habe ihn mir hart erarbeitet.

Dreieinhalb Jahre lang. Ich habe Bücher gelesen, in Archiven nach jahrhundertealten Texten gesucht. Habe über Theorien nachgedacht und aus all dem ein Buch geschrieben, das ein renommierter …

Artikel lesen