Leben
Bild

Bild: Imago/Getty Images/Montage: watson

Bushido ist kein 31er – sagt zumindest dieser Richter

Ist er ein Verräter oder nicht? Das fragt sich die komplette Rap-Szene seit Monaten bezüglich Bushido. Nun haben wir die Antwort. Zumindest, wenn wir dem Richter Andreas Müller, den "16Bars" dazu befragt haben, glauben. Sein Urteil lautet:

Bushido ist kein 31er!

31er? Was ist das? In §31 Betäubungsmittelgesetz geht es um die Strafmilderung oder das Absehen von Strafe bei Vergehen unter bestimmten Voraussetzungen. Eine davon steht in Absatz 2 des Paragrafen und heißt auf deutsch so viel wie: an die Polizei petzen.

Der Artikel im Wortlaut:


Das Gericht kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 des Strafgesetzbuches mildern oder, wenn der Täter keine Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren verwirkt hat, von Strafe absehen, wenn der Täter

1. durch freiwilliges Offenbaren seines Wissens wesentlich dazu beigetragen hat, dass eine Straftat nach den §§ 29 bis 30a, die mit seiner Tat im Zusammenhang steht, aufgedeckt werden konnte, oder

2. freiwillig sein Wissen so rechtzeitig einer Dienststelle offenbart, dass eine Straftat nach § 29 Abs. 3, § 29a Abs. 1, § 30 Abs. 1, § 30a Abs. 1 die mit seiner Tat im Zusammenhang steht und von deren Planung er weiß, noch verhindert werden kann. War der Täter an der Tat beteiligt, muss sich sein Beitrag zur Aufklärung nach Satz 1 Nummer 1 über den eigenen Tatbeitrag hinaus erstrecken. § 46b Abs. 2 und 3 des Strafgesetzbuches gilt entsprechend.

Bundesamt für justiz

Warum stellt sich überhaupt die Frage, ob Bushido ein 31er ist?

Hier kannst du das "richterliche" Urteil sehen:

abspielen

Video: YouTube/16BARS

Das sind die Argumente des Richters:

Übrigens – das ist Andreas Müller:

(hd)

Und hier: 6 Rap-Schwestern

So wurde US-Rapper XXXTentacion berühmt

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

watson live dabei

Bushido-Prozess: Rapper darf aussagen – aber nicht gegen Arafat Abou-Chaker

Eigentlich sollte der Mittwoch der erste richtig interessante Tag im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker werden. Nach zwei Verschiebungen sollte der Rapper Bushido, der als Nebenkläger auftritt, aussagen. Ursprünglich war das bereits für vergangene Woche geplant, aufgrund diverser Anträge der Verteidigung wurde es dann aber auf Montag verschoben. Da wiederum fiel der Verhandlungstag aus – sodass nun am Mittwoch der große Tag sein sollte.

Tatsächlich sagte Bushido auch aus – allerdings nicht so, …

Artikel lesen
Link zum Artikel