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"Wir brechen das Schweigen" – Helene Fischer zeigt Haltung gegen Rassismus

Am Dienstagabend ist Helene Fischer in der Mercedes Benz Arena in Berlin aufgetreten und während des Konzerts geschah etwas ungewöhnliches. Die Sängerin unterbrach ihr Glitzerfest der Leichtigkeit für eine wichtige, ernste Durchsage:

"Ich verfolge natürlich auch die Medien. Ich weiß, was in letzter Zeit los ist. Ich gebe nie politische Statements, denn meine Sprache ist die Musik – und deswegen heute Abend jetzt und hier gemeinsam mit euch: Wir setzen auch ein Zeichen. Ich möchte jetzt und hier, dass keiner mehr sitzen bleibt, denn jetzt erhebt euch, erhebt gemeinsam mit mir die Stimmen gegen Gewalt, gegen Fremdenfeindlichkeit! Lasst uns gemeinsam dieses Lied singen. Wir brechen das Schweigen hier in Berlin!"

Helene Fischer

Hier könnt ihr euch das Statement anhören:

Warum das ungewöhnlich ist? Helene Fischer hält sich, wie sie selbst erklärt, aus politischen Debatten normalerweise raus. Auch wenn sie sich dafür schon viel Kritik eingehandelt hat. Von Klaas Heufer-Umlauf zum Beispiel:

"Helene Fischer müsste doch nur einmal sagen: 'Hierher kommen Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Lasst uns denen helfen. Meine Empfehlung, Ihre Helene Fischer.' Sie muss keine ewig langen Facebook-Posts schreiben. Ein Satz vor einem Konzert würde reichen. Die Leute würden ihr zuhören."

Klaas Heufer-Umlauf spiegel

Oder von Campino von den Toten Hosen:

"Was wäre, wenn sie sagen würde: 'Ich bin gegen die AfD und gegen die rechtsextreme Stimmung'? Sie würde unglaublichen Hass auf sich ziehen. Das Management würde vielleicht sagen: 'So einen Ärger brauchen wir nicht, wir haben eine gut geölte Maschine, die perfekt läuft, also bitte in Bezug auf Politik den Mund halten'."

Campino kurier

Nun hat sie ihr Schweigen gebrochen.

(sg)

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Video: watson/Felix Huesmann, Marius Notter, Lia Haubner

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