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Deniz Yücel umarmt und küsst während der Veranstaltung "Auf die Freiheit" im Festsaal Kreuzberg seine Ehefrau Dilek. Bild: dpa

"Es ist schön, nicht allein zu sein" — Der erste Auftritt von Deniz Yücel in 6 Zitaten

25.03.18, 10:11 25.03.18, 11:05
Gavin Karlmeier
Gavin Karlmeier

Es ist nicht leicht, über Deniz Yücel zu schreiben. Zum einen, beschleicht einen das Gefühl, bereits alles über den Journalisten gelesen zu haben. Über den Mann, der ohne Gerichtsverhandlung und ohne erkennbaren Grund über ein Jahr in einem türkischen Gefängnis sitzen musste. Zum anderen, weil Yücel einer der elegantesten Sprachformer unserer Generation ist.

Nach mehr als einem Jahr Haft in der Türkei hatte Deniz Yücel am Samstagabend seinen ersten öffentlichen Auftritt. Unter dem Motto „#FreeThemAll” stellte der Journalist vor einem ausverkauften Festsaal Kreuzberg in Berlin zunächst sein Buch "Wir sind doch nicht zum Spaß hier" vor — das er noch während seiner Zeit im Gefängnis fertiggestellt hat. Vor allem nutzte er aber die Bühne und die Plattform, um seine Geschichte der Inhaftierung zu erzählen.

Die sechs stärksten Sätze von Deniz Yücels Buchpräsentation und Willkommensparty:

"Wir wurden ja nicht festgenommen, weil wir zur falschen Zeit am falschen Ort waren, sondern weil wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Es geht darum, denen, die die Macht haben, auf die Pelle zu rücken."

"Es geht nicht darum, gefangen zu sein, sondern darum, dass man sich nicht ergibt."

Deniz Yücel bei

Deniz Yücel kommt zu der Veranstaltung "Auf die Freiheit" in den Festsaal Kreuzberg. Erstmals seit seiner Entlassung aus türkischer Haft tritt der Korrespondent der Welt-Gruppe öffentlich auf. Bild: dpa

"Ich durfte ja leider nie in so einem Autokorso mitfahren. Aber immerhin: Der Freundeskreis #FreeDeniz hat mich jetzt als Ehrenmitglied aufgenommen."

"Ey, Jan Böhmermann, wegen deinem blöden Witz musste ich ein Jahr in den Knast, jetzt komm auf die Bühne."

Deniz Yücel zeigt während der Veranstaltung "Auf die Freiheit" im Festsaal Kreuzberg ein Bündel Briefe, die ihm seine Ehefrau mit ins Gefängnis gebracht hat. Bild: dpa

"Die 'taz' hat mir direkt ein Knastabo eingerichtet, ungefragt — gelernt ist eben gelernt. Bei der WELT hat es etwas länger gedauert."

"Es ist schön, nicht allein zu sein."

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