Die Grünen wollen Außenwerbung für Tabak verbieten

In der Debatte um ein Tabakwerbeverbot wollen die Grünen Druck auf die große Koalition machen. Die Grünen-Bundestagsfraktion verständigte sich am Dienstag auf einen eigenen Gesetzentwurf. Darin heißt es laut "Spiegel": 

"Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union, in dem großflächige Außenwerbung auf Plakaten oder Tabakwerbung im Kino immer noch erlaubt sind"

Gesetzesentwurf der Grünen

Die Grünen wollen ihren Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause im Bundestag einbringen. Das Verbot soll demnach von Juli 2020 an greifen. "Jetzt muss die Koalition Farbe bekennen", sagte Kirsten Kappert-Gonther, drogenpolitische Sprecherin der Grünen, dem "Spiegel". Auf Kinder und Jugendliche habe Tabakwerbung "großen Einfluss".

Diese Werbung sollte vielleicht auch verboten werden:

Die große Koalition gerät damit unter Druck. In der vergangenen Legislaturperiode wurde ein Gesetzentwurf des CSU-geführten Landwirtschaftsministeriums wegen Widerstands in den Reihen der Union von der Tagesordnung des Parlaments genommen, auch im Koalitionsvertrag tauchte das Thema nicht auf.

Über ein Tabakwerbeverbot wird in Deutschland seit langem gestritten. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), setzt sich seit Jahren für ein Verbot der Tabakaußenwerbung ein. Auch ein Rauchverbot im Auto bei Fahrten mit Kindern, wie es bereits in zahlreichen anderen Ländern gilt, kam in Deutschland bisher nicht zustande.

(afp)

Sollte Außenwerbung für Tabak verboten werden?

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

watson-Story

"Ich habe verlernt, zu lernen": Wie Hybrid-Unterricht und Dauerlockdown uns Schüler an die Grenze gebracht haben

2020/21 war das erste – und hoffentlich letzte – Schuljahr, das von Anfang bis Ende von der Corona-Pandemie geprägt war. Wie hat sich das für Schülerinnen und Schüler angefühlt? Unsere beiden Autoren haben für uns aufgeschrieben, wie es war. Sie besuchen die 10. Klasse eines Gymnasiums in Aachen, im Westen Nordrhein-Westfalens.

Wir kamen nach der ersten Welle der Corona-Pandemie aus den Sommerferien – mit der Hoffnung auf ein besseres Schuljahr. Aber die wurde schon am ersten Schultag erschüttert. Kaum hatte der nämlich seinen Lauf genommen, sprach sich herum, dass eine Mitschülerin aus unserem Jahrgang mit dem Coronavirus infiziert war. Natürlich haben wir dementsprechend besonders gewissenhaft unsere Masken getragen und auf den Mindestabstand im Klassenzimmer geachtet. Trotzdem war unsere Stimmung sofort gedrückt.

Auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel