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Michael JACKSON 1997 Konzert Wien Stadion Michael JACKSON

Michael Jackson 1997 Concert Vienna Stadium Michael Jackson

Michael Jackson bei einem Konzert in Wien im Jahr 1997.  imago

Neue Missbrauchs-Doku über Michael Jackson schockiert die Zuschauer

In den USA ist am vergangenen Freitag am Sundance Film Festival eine Dokumentation über Michael Jackson angelaufen, die bei den Zuschauern für Entsetzen gesorgt haben soll. In der vierstündigen Doku "Leaving Neverland" erzählen zwei mutmaßliche Missbrauchsopfer, wie sie im Kindesalter vom King of Pop missbraucht worden seien.

Die Doku soll dabei so verstörend sein, dass der Leiter des Festivals vor dem Start des Films ausdrücklich vor dessen Inhalt gewarnt hat. Außerdem wurden in der Lobby Psychologen zur Verfügung gestellt, an welche sich die Zuschauer bei Bedarf wenden konnten.

In den USA berichten zahlreiche Medien über die Dokumentation – auch der Branchendienst Variety: 

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Video: YouTube/Variety

Mara Reinstein, Reporterin bei der "Us Weekly", schrieb beispielsweise, dass ihr übel sei, nachdem sie die ersten zwei Stunden gesehen habe.

"Mir ist schlecht, nachdem ich den ersten Teil der "Leaving Neverland"-Doku gesehen habe. Die Zeugen und Missbrauchsopfer von Michael Jackson wirken sehr glaubhaft. Es ist sexuell so explizit, dass in der Lobby Psychotherapeuten zur Verfügung stehen."

Vereinzelte Zuschauer sollen sogar so geschockt gewesen sein, dass sie den zweiten Teil der Dokumentation erst gar nicht mehr besuchten. In der anschließenden Fragestunde betonten die beiden mutmaßlichen Opfer Wade Robson und James Safechuck, dass sie für ihr Mitwirken an der Doku nicht bezahlt worden seien. Vielmehr hätten sie mitgemacht, um denjenigen Trost zu spenden, welche Ähnliches durchgemacht hätten.

Jackson-Fans sind sauer

Bereits vor dem Start der Doku hatte der Film bei den Anhängern des Sängers für Proteste gesorgt. Wütende Fans versuchten, die Vorführung des Films zu verhindern, und drohten mit Protestaktionen. Die aufgebotene Polizei fand dann aber am Tag der Vorführung nur vereinzelte Protestler vor, welche ihren Unmut äußerten.

Auch der Nachlassverwalter von Michael Jackson äußerte sich kritisch über die Dokumentation. In einer Erklärung bezeichnete er den Film als reißerisch, der auf erbärmliche und unverschämte Weise versuche, mit dem Namen Michael Jackson Geld zu machen.

Nach dem Sundance Film Festival soll die Dokumentation auf dem US-Kabelsender HBO ausgestrahlt werden.

(pls)

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