Leben

Nicht die feine englische Art: So wird Meghan von ihrem Vater angefeindet

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – dieses Sprichwort sollte die Familie von Herzogin Meghan vielleicht mal beherzigen. Vor allem nach dem bitteren Interview, das ihr Vater jetzt gegeben hat.

Doch anstatt sich nach dem ganzen Debakel zurückzuziehen und die Beziehung zu seiner Tochter wieder zu kitten, hält es der 74-Jährige für angebracht, ein Interview nach dem anderen zu geben. Doch so schlimme Sachen wie jetzt, hat Thomas Markle bisher noch nie gesagt. 

Meghan, Duchess of Sussex applauds Prince Harry, foreground, during the presentation ceremony for the Sentebale ISPS Handa Polo Cup at the Royal County of Berkshire Polo Club in Windsor, England, Thursday, July 26, 2018. (AP Photo/Matt Dunham)

Bei einer Polo-Veranstaltung in der vergangenen Woche ließ sich Meghan von ihren familiären Streitigkeiten nichts anmerken. Bild: Matt Dunham/ap

"Es verletzt mich sehr, dass sie mich komplett abgesägt hat"

Gegenüber der britischen Zeitung "Daily Mail" rechnet der Schwiegervater von Prinz Harry jetzt mit seiner Tochter ab. "Es verletzt mich sehr, dass sie mich komplett abgesägt hat", gesteht Thomas Markle. "Ich hatte mal eine Telefonnummer von ihren persönlichen Assistenten im Palast, aber nachdem ich ein paar kritische Bemerkungen darüber gemacht habe, wie die Königsfamilie Meghan verändert hat, haben sie mich einfach ausgeschlossen."

Eine Entscheidung, die Thomas Markle offensichtlich so gar nicht verstehen kann. Obwohl dem 74-Jährigen doch eigentlich bewusst sein müsste, dass seine Tochter als neue Herzogin von Sussex ein neues Leben führt, bei dem plappernde Familienmitglieder nicht wirklich vorteilhaft sind.

"Meghan war angeblich sauer auf mich, weil ich gesagt habe, dass sie und Harry wahrscheinlich bald ein Baby bekommen", erklärt Thomas Markle weiter. "Aber Meghan hat selbst in den letzten sechs, sieben Jahren immer wieder gesagt, wie sehr sie sich eine Familie wünscht. Und Harry hat das auch gesagt. Das ist in Ordnung, aber in dem Moment, in dem ich das sage, werde ich zum Ausgestoßenen."

"Meghan wäre nichts ohne mich"

Wie schwierig es für seine Tochter sein muss, sich in ihrer neuen Rolle zurecht zu finden und dabei immer wieder von Interviews ihrer Familie überrascht zu werden, scheint Thomas Markle nicht zu erkennen. Stattdessen legt er noch einmal nach und schießt erneut gegen die Familie, in die Herzogin Meghan eingeheiratet hat.

"Ich sage euch, ich bin am Ende mit Meghan und der königlichen Familie. Sie wollen, dass ich still bin, sie wollen, dass ich einfach verschwinde. Aber ich werde nicht zum Schweigen gebracht werden. Ich weigere mich, still zu bleiben", betont er. "Was mich ärgert, ist Meghans Gefühl der Überlegenheit. Sie wäre nichts ohne mich. Ich habe sie zur Herzogin gemacht, die sie heute ist. Alles, was Meghan ist, habe ich gemacht."

Doch so sauer er auf seine Tochter auch ist, so sehr fehlt sie ihm. Auch wenn Thomas Markle bitter wie nie betont: "Für Meghan wäre es vielleicht einfacher, wenn ich tot wäre. Dann hätten alle Mitgefühl für sie. Aber ich hoffe, wir vertragen uns wieder. Ich würde es hassen, wenn ich sterben würde, ohne vorher noch einmal mit Meghan zu sprechen."

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de.

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