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Carsten Maschmeyer rastet bei der "Höhle der Löwen" aus: "Das ist Müll!" 

Zwei Gründer, die einen Batzen Kohle wollen und ein Produkt, das alles andere als ausgereift ist – bei dieser Kombination werden die Löwen bissig und nicht nur Carsten Maschmeyer teilt aus.

Ihre Idee ist simpel und doch genial. Zumindest auf dem Papier. Mit ihrer Erfindung "Cura Luna" wollen Dr. Frank Steinmetz und sein Mitgründer Christoph Hohl das Leben für all diejenigen erleichtern, die mit Windeln zu tun haben. Ein Sensor soll anzeigen, ob die Windel feucht oder voll ist und gewechselt werden muss.

Eine Erfindung, die ihnen bei "Die Höhle der Löwen" 600.000 Euro bringen soll. Und das für zehn Prozent der Firmenteile. So weit, so gut, doch bei der Präsentation des Produktes geht einiges schief und die Gründer bekommen die Wut der Löwen zu spüren.

Alles beginnt damit, dass jeder Investor eine Windel bekommt, die er mit Wasser füllen darf.

Eine App verfolgt das Ganze und teilt mit, wenn sich etwas getan hat. Und so rufen die Gründer auch ziemlich schnell: "Ui, bei Frank ist was passiert", als die Nachricht aufleuchtet, dass die Windel des Investors nass sei. Dieser schaut verdutzt drein und wettert dann los: "Das ist ja Bullshit, ich hab gar nichts gemacht." Auch die Meldung "Dagmars Windel ist feucht" stimmt nicht, denn die Löwin hat ihr Wasser noch gar nicht entleert. 

Grund genug für Frank Thelen erneut zu motzen:

"Ja, genau, meine auch nicht. Das ist alles Schwachsinn, was da drüber kommt"

Als Ralf Dümmel dann auch noch erstaunt die Nachricht vorliest, dass die Windel seiner Kollegin zwischenzeitlich angeblich gewechselt wurde, winkt Frank Thelen ab. "Das funktioniert nicht", lautet sein Resümee. 

Und er ist nicht der einzige, der mit seiner Kritik nicht hinterm Berg hält. "Und Sie haben schon Pflegeheime, die das nehmen?", will Dagmar Wöhrl zweifelnd wissen. Die Gründer geraten immer mehr ins Schwitzen, geben zu, dass es zumindest Interessenten gebe, für den Fall, dass es denn funktioniert. "Wenn es denn funktioniert? Das heißt, Sie sind sich noch gar nicht sicher, dass es funktioniert?", mischt sich jetzt auch Carsten Maschmeyer ein, der über diese Botschaft alles andere als erfreut scheint.

Bild

Die Gründer von "Cura Luna": Christoph Hohl (l.) und Dr. Frank Steinmetz aus Frankfurt am Main ecken bei den Löwen ganz schön an. MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Auch die Bemessung des Firmenwerts, den die Gründer auf gut sechs Millionen Euro schätzen, stößt den Löwen übel auf. "Also Freunde, jetzt muss ich euch mal was sagen: Diese Bewertung finde ich derart abenteuerlich, so unrealistisch, dass ich mich da etwas ärgere, geradezu empöre und daher bin ich jetzt schon mal raus", erklärt Georg Kofler erzürnt.

"Die Bewertung können Sie doch nicht auf dem Prinzip Hoffnung aufbauen."

Dagmar Wöhrl

Und Frank Thelen stellt klar: "Es ist wirklich eine Unverschämtheit, mit welcher Bewertung ihr hier rein kommt. Ich bin raus!"

Noch mehr wütende Männer:

Nachdem dann auch noch Ralf Dümmel ausgestiegen ist, ist nur noch einer im Rennen: Carsten Maschmeyer. Doch der erklärt ganz offen: "Jetzt möchte ich Ihnen sagen, dass ich eigentlich überhaupt keine Lust habe, mit Ihnen zu reden. Entweder sind Sie völlig gedankenlos oder gierig an die Grenze Unverschämtheit. Das ist Müll!" Warum er trotzdem weiter redet, liegt auf der Hand. 

Carsten Maschmeyer ist emotional involviert.

"Das Thema ist sehr wichtig für viele Millionen Menschen. Ich habe meine Mutter, die ich sehr geliebt habe, vor einigen Jahren verloren. Die war zum Schluss bettlägerig, weil sie einen Gehirnschlag hatte und Genickbruch", erklärt er. "Deshalb mache ich jetzt etwas, obwohl ich sauer auf Sie bin, wie Sie hier auftreten: Ich biete Ihnen 50.000 Euro als reines Risikogeld, denn Ihre Firma ist jetzt noch nicht mal 100.000 wert."

Ein Angebot, das von den ursprünglich angedachten 600.000 Euro zwar weit entfernt liegt, aber nur der Start sein soll. "Wir entwickeln das zusammen. Kommt das Patent und die Pflegeheime sagen 'getestet' – an dem Tag schalten wir auf 600.000 Euro hoch", betont Carsten Maschmeyer weiter. Doch die ganze Sache hat einen Haken, denn bei den Prozenten müssen die beiden Gründer ebenfalls aufstocken. "Aber nicht für zehn Prozent, sondern für 25,1, damit wir uns auch nicht streiten. Denn Sie sind Sturköpfe, das bin ich auch, dann passen wir dann besser zusammen. Damit wir uns arrangieren müssen."

Gesagt, getan – die Gründer schlagen ein und der Deal ist in der Tasche. Dass sich das Blatt am Ende so gewandelt hat und es trotz massig Kritik ein Angebot gab, darüber sind nicht nur die Gründer erstaunt, sondern auch die anderen Löwen.

Dieser Text ist zuerst auf t-online.de erschienen. 

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Video: watson/Marius Notter

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