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Warum sich gerade die ganze USA über einen riesigen Stinkefinger amüsiert

Im US-amerikanischen 2000-Seelenort Westford sorgt gerade ein vier Meter großer Stinkefinger für landesweite Schlagzeilen. Die Holzskulptur steht auf einem fünf Meter hohen Pfahl und ist auch nachts gut sichtbar, da sie von Scheinwerfern beleuchtet wird.

Urheber dieser doch etwas aggressiven Skulptur ist der 54-jährige Anwohner Ted Pelkey, der mit dieser Geste seinen Unmut gegenüber der Stadtregierung ausdrücken will. In Pelkeys Augen schikaniert ihn diese nämlich schon seit fast zehn Jahren. In dieser Zeit hat Pelkey schon mehrmals versucht, eine Garage auf seinem Anwesen zu bauen. Darin würde er gerne eine Lastwagenwerkstatt betreiben, um sich so seinen bisherigen Arbeitsweg von 80 Kilometern zu ersparen.

Die Stadt verhinderte bisher allerdings jegliches Bauvorhaben mit der Begründung, dass das Pelkeys Bitte gewisse Anforderungen nicht erfülle. Nach Ansicht von Pelkey sei der wahre Grund aber vielmehr, dass die Stadtverwaltung ihm gegenüber voreingenommen sei, weil er mit einem der Verantwortlichen in einem persönlichen Klinsch liege. So sei sein Baugesuch immer wieder wegen fadenscheinigen Begründungen abgelehnt worden. Teilweise habe er in dem Verfahren Monate auf eine erneute Entscheidung warten müssen.

Schließlich wollte Pelkey seinem angestauten Ärger Luft machen: Für 4000 Dollar ließ er die Holzskulptur aufstellen, die nun die USA erheitern. Die selbst von der Autobahn aus gut sichtbare Skulptur kam dann bei der Stadtverwaltung auch nicht wirklich gut an, wie das Nachrichtenportal Boston berichtet. Doch obwohl Pelkey damit gerechnet hat, dass er seinen Stinkefinger wieder abreißen muss, kann er diesen nun stehen lassen: Laut dem Gesetz des Staates Vermont fällt der Stinkefinger unter die Kunst- und Meinungsfreiheit.

Inzwischen berichten Medien in den ganzen USA – aber auch außerhalb – über den riesigen Mittelfinger. Die Reaktionen sind dabei meist positiv – viele amüsieren sich über die Skulptur und solidarisieren sich mit dem Rebellen. Für Pelkey könnte es dennoch ein steiniger Weg bleiben. So sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung, dass diese demonstrative Feindseligkeit nicht wirklich etwas Positives zum Ausgang des Falles beitrage. Die nächste Anhörung soll Pelkey nun im Januar bekommen.

(pls)

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