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"Das muss aufhören" – US-Schüler zeigen Hitlergruß, nur einer nicht und der spricht jetzt

Ein Foto, auf dem dutzende Schüler lachend den Hitlergruß zeigen, hat in den USA viele Menschen wütend gemacht. Die Schulbehörden des Bezirks Baraboo im Bundesstaat Wisconsin verurteilten das Foto am Montag und leiteten Ermittlungen ein. Unterstützt werden die Behörden dabei von der Polizei.

Das Foto war im Frühjahr vor einem Schulball der Baraboo High School (BHS) aufgenommen worden und machte jetzt online die Runde. Die in Anzügen gekleideten Jugendlichen – Berichten zufolge alle männlichen Schüler eines Jahrgangs – strecken nahezu geschlossen den rechten Arm in die Höhe. Einer der Schüler scheint mit der Hand das "Ok"-Zeichen zu machen, das ein Symbol der White-Power-Bewegung geworden ist.

Die Schüler würden "äußerst unangebrachte Gesten" machen, erklärte die Leiterin der Schulbehörde, Lori Mueller, am Montag. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, würden die Behörden geeignete Maßnahmen einschließlich rechtlicher Schritte einleiten.

Ein Schüler, der auf dem Foto den Arm nicht in die Höhe streckt, erklärte in einer im Internet verbreiteten Stellungnahme, er habe sich "unwohl" mit der Aufnahme gefühlt. Der Gruß sei mit seinen moralischen Standards nicht vereinbar. Einem Journalisten gab er folgendes Statement:

"Mein Name ist Jordan Blue, Ich bin der Junge, der auf dem Bild ganz rechts zu sehen ist. Das Foto ist im Rahmen unserer Junior-Prom-Fotos entstanden. Mir ist offensichtlich unangenehm, was um mich herum passierte. Ich konnte das Foto nicht verlassen, es wurde innerhalb von fünf Sekunden gemacht. Der Fotograf machte die Bilder, wies uns an, den Gruß zu machen, ich hatte meine moralischen Vorstellungen und wollte nicht etwas salutieren, woran ich auf keinen Fall glaube. Ich gehe auf die BHS, diese Klassenkameraden haben mich gemobbt seit wir auf der Middle School sind, ich hatte mein ganzes Leben damit zu kämpfen und nichts hat sich geändert. Das sind die Jungs der Klasse 2019, nichts ist unternommen worden und ich frage mich: Wird irgendwer jemals etwas unternehmen? Ich glaube fest daran, dass wir etwas unternehmen müssen gegen dieses schreckliche Verhalten, es muss aufhören. Mobbing. Unreife. Und Dinge einfach als "Witz" hinzunehmen."

Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau äußerte sich auf Twitter fassungslos über die Aufnahme. Das Foto mache deutlich, wie wichtig Erziehungsarbeit sei. "Wir müssen erklären, was die Gefahr des Aufstiegs einer Ideologie des Hasses ist."

(sg/afp)

Pro Chemnitz-Vorsitzender äußert sich absurd zu Hitlergrüßen

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Video: watson/Felix Huesmann, Lia Haubner Marius Notter

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