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Es ist der beliebte Kampf: David gegen Goliath! Bild: youtube/montage

Haben sich Lego und der YouTuber "Held der Steine" versöhnt? Sieht so aus. 

Der "Held der Steine" ist YouTuber und Legohändler. Weil sein Logo demjenigen des Großkonzerns zu ähnlich sehe, schickte ihm Lego einen Brief. Der Vorwurf: Verwechslungsgefahr. 

Inzwischen stehen alle Zeichen auf Versöhnung.  Der Chef des Unternehmens gab jetzt an, er und der YouTuber hätten telefoniert und sie planten sogar ein Treffen auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Auf einer Pressekonferenz sagt der Geschäftsführer: 

"Es war falsch, einen Brief vom Anwalt verschicken zu lassen, ohne vorher zum Telefon gegriffen zu haben."

Hier im Video: 

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Video: YouTube/klemmbausteinlyrik

Der "Held der Steine" hat sich bislang nicht zu der angeblichen Annäherung geäußert.

Wer ist der "Held der Steine"?

Thomas Panke führt in Frankfurt ein Spielwarengeschäft. Darin verkaufte er ausschließlich Lego. Außerdem ist Panke ein YouTuber, der regelmäßig Videos rund ums Thema Klemmbausteine (ja, so nennt man die beliebten Steine) produziert. Er ist einer der einflussreichsten YouTuber der deutschen Lego-Szene und hat insgesamt über 38 Millionen Video-Aufrufe.

"Gäbe es eine Forbes-Liste für Klemmbaustein-Experten, Panke wäre auf dem Cover."

André Karkalis auf horizont.net

Bis vor Kurzem bestand sein Kanallogo aus einem Klemmbaustein, der demjenigen von Lego ziemlich ähnlich sieht. Was jedoch nicht speziell ist, da viele Lego-YouTuber ähnliche Logos haben. Der Unterschied zu den anderen: Panke sei der einzige kritische deutsche Youtuber, schreibt die "Rheinische Post". Wenn er vom Preis-Leistungs-Verhältnis eines neuen Lego-Sets nicht überzeugt sei, dann sage er das auch so.

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Was war passiert?

Vor mehreren Tagen lud Panke ein neues Video hoch. Der Titel: "Das Ende des LEGO®-Ladens – es wird großartig!" Darin zitiert er aus einem Brief, den er von Lego erhielt. Der Inhalt: Lego sieht die Gefahr, dass man den "Held der Steine" mit dem Großkonzern verwechseln könne.

Panke reagierte umgehend auf den Vorwurf: Er änderte sein Logo und kündigte an, zukünftig mehr über ähnliche Klemmbausteine-Hersteller zu berichten. Insbesondere über die asiatische Konkurrenz. Und weiter: Ab sofort werde er nicht mehr ausschließlich Lego-Bausätze in seinem Laden verkaufen.

Das Video wurde innerhalb eines Tages bereits 230.000 Mal angeklickt und landete in den Trends für Deutschland.

Das entsprechende Video:

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Video: YouTube/Held der Steine Inh. Thomas Panke

Wie reagierten die Fans?

Der Ansturm seiner Fans ließ nicht lange auf sich warten. Der oberste Facebook-Post von Lego erhielt innerhalb kürzester Zeit eine Menge Kommentare, die Community-Seite kennt nur noch ein Thema und User erstellten bereits Memes

Die User verstehen's nicht:

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Weltfirma vs. kleiner Laden: 

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Kleine Anmerkung: Juristisch gesehen war Legos Vorwurf keine Abmahnung.

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(hd/ jaw)

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Jens (Name von der Redaktion geändert) ist 48 und hat vor fast 20 Jahren seinen Job bei einem Chemie-Werk verloren. Seit der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 ist er auf soziale Leistungen angewiesen. Bei watson spricht er über seine zahlreichen Bewerbungen und über die teils extrem hohen Anforderungen der Arbeitgeber – trotz Mindestlohn oder sogar noch weniger Gehalt.

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