Bereits im Januar 2017 wurde gegen den Bau der Keystone XL und der Dakota Access Pipeline demonstriert.
Bereits im Januar 2017 wurde gegen den Bau der Keystone XL und der Dakota Access Pipeline demonstriert.Bild: imago stock&people / UPI Photo
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Gleich nach Amtsantritt: Biden will umstrittene Ölpipeline stoppen

20.01.2021, 10:5120.01.2021, 11:25

Der künftige US-Präsident Joe Biden plant kanadischen Medienberichten zufolge, die Genehmigung für die umstrittenen Pipeline Keystone XL zwischen den USA und Kanada wieder zurückzunehmen. Wie die TV-Sender CBC und CTV unter Berufung auf interne Papiere berichteten, will Biden das Projekt direkt nach seiner Amtseinführung am heutigen Mittwoch stoppen.

Die umgerechnet fast sieben Milliarden Euro teure Pipeline soll rund 500.000 Barrel Öl am Tag aus Teersandvorkommen im kanadischen Alberta zu Raffinerien im US-Bundesstaat Texas befördern.

Stopp der Pipeline ist Zeichen für Umweltschutz

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte im Frühjahr 2017 grünes Licht für den Bau von Keystone XL gegeben. Im kommenden Jahr sollte der Bau des 1450 Kilometer langen Abschnitts auf US-Gebiet beginnen.

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte das Vorhaben vor allem aus Gründen des Klimaschutzes abgelehnt. Er prüfte das Projekt sieben Jahre lang und kam zu dem Entschluss, dass es mit einem zu hohen Risiko für die Umwelt verbunden wäre.

Umweltschützer warnen unter anderem vor katastrophalen Folgen möglicher Lecks – es könnten riesige Seen mit verschmutztem Wasser entstehen. Sie bemängeln außerdem, dass bei dem komplizierten Verfahren zur Ölgewinnung aus Teersand zu viele Treibhausgase freigesetzt werden.

Kanadas Regierung hält an Projekt fest

Die kanadische Regierung hält an dem Projekt fest. "Wir werben weiterhin bei unseren amerikanischen Kollegen dafür", sagte Kanadas Minister für natürliche Ressourcen, Seamus O'Regan.

Das Projekt stärke "die lebenswichtigen energiepolitischen Beziehungen zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten" und schaffe tausende Arbeitsplätze auf beiden Seiten der Grenze, sagte O'Regan.

Auch der Ministerpräsident der Provinz Alberta, Jason Kenney, teilte per Twitter mit, er sei "zutiefst besorgt" über die Berichte. "Sollte die künftige US-Regierung die Keystone-XL-Genehmigung aufheben, wird Alberta gemeinsam mit TC Energy alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, seine Interessen an dem Projekt zu schützen", schrieb Kenney auf Twitter.

(sb/afp)

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