Plastic waste polluting the beach, mostly bottles that are pushed and attracted to the waves
Die Meere haben ein gigantisches (Mikro-)Plastikproblem.Bild: iStockphoto / Mario De Moya F
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Kalifornien beschließt Programm zur Bekämpfung von Mikroplastik im Meer

11.03.2022, 11:55

Ein staatliches Gremium im US-Bundesstaat Kalifornien hat einen Plan zur Bekämpfung von Mikroplastik im Meer verabschiedet. Der "California Ocean Protection Council" stimmte für "die erste umfassende Mikroplastikstrategie der Nation", wie US-Medien berichten. Die Anti-Mikroplastik-Strategie des US-Staates will demnach schon früh in der Verschmutzungs-Kette ansetzen und empfiehlt etwa, Mikroplastik in Zigarettenfiltern zu verbieten. Auch soll verstärkt auf Forschung gesetzt werden, die zur Reduzierung der Umweltverschmutzung beitragen kann.

Laut dem Gremium zählen Reifen- und Straßenabnutzung, synthetische Textilien sowie Einwegverpackungen von Lebensmitteln aus Kunststoff zu den größten Quellen von Mikroplastik in den Ozeanen. "Das vorsorgliche Management der Mikroplastikverschmutzung und die Reduzierung vorgelagerter Quellen sind die effektivste Antwort auf diese Krise."

Umfassender Plan soll Müll reduzieren

"Wir müssen handeln, und diese Strategie zeigt uns, wie", sagte der kalifornische Umweltminister, Wade Crowfoot laut dem Portal goodnewsnetwork. "Indem wir die Verschmutzung an der Quelle reduzieren, schützen wir die Gesundheit unserer Flüsse, Feuchtgebiete und Ozeane und alle Menschen und die Natur, die von diesen Gewässern abhängig sind."

Die 37-seitige Strategie bietet Kalifornien einen mehrjährigen Fahrplan, um eine nationale und globale Führungsrolle bei der Bekämpfung der Verschmutzung durch Mikroplastik zu übernehmen, indem ein zweigleisiger Ansatz zur Bekämpfung der Verschmutzung durch Mikroplastik verfolgt wird. Der erste Track listet 22 Sofortmaßnahmen und Multi-Benefit-Lösungen, um die Verschmutzung durch Mikroplastik zu reduzieren.

Manche Produkte dürfen gar nicht erst eingeführt werden

Um die Umweltverschmutzung an der Quelle zu verhindern, ist ihr Plan, entweder bestimmte Produkte und Materialien durch finanzielle Anreize zu eliminieren oder Produktinnovationen oder Alternativen zu fördern. Andere Optionen sind unter anderem die Abfallreduzierung oder die Einführung von "gegebenenfalls Produkt- und Materialverboten".

Mark Gold, Exekutivdirektor des Rates, forderte auch eine bessere Führung der Textilindustrie und der Reifenhersteller, um "Verbraucherprodukte herzustellen, die das wachsende Problem nicht noch verstärken".

(sb/goodnewsnetwork)

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