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Gießen: Neue AfD-Jugend gegründet – begleitet von massivem Protest

29.11.2025, Hessen, Gießen: Teilnehmer unterschiedlicher Organisationen protestieren in Gießen gegen die Gründungsversammlung der neuen AfD-Jugendorganisation. Die Demonstration wird von einem massive ...
In Gießen wird groß gegen das Gründungstreffen der AfD-Jugend demonstriert.Bild: dpa / Boris Roessler
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Neue AfD-Jugend Generation Deutschland gegründet

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29.11.2025, 15:5729.11.2025, 15:57

Neue AfD-Jugend Generation Deutschland gegründet

Die AfD hat in Gießen ihre neue Jugendorganisation mit dem Namen Generation Deutschland (GD) gegründet. Bei dem Gründungskongress verabschiedeten mehr als 800 Teilnehmer ein entsprechendes Jugendstatut mit Regeln zur Rolle und Arbeit der neuen Organisation, die im Gegensatz zum Vorgänger Junge Alternative eng an die AfD angebunden sein soll. Der Landespolitiker Jean-Pascal Hohm ist zum Chef der neuen AfD-Jugend gewählt worden.

Die Gründung wurde seit dem Morgen von massiven Protesten mit Blockaden begleitet. Tausende Menschen fanden sich zu Demozügen ein, im Tagesverlauf wurden rund 50.000 Demonstranten aus ganz Deutschland erwartet. Sehr viele protestierten friedlich.

29.11.2025, Hessen, Gießen: Polizisten stehen in der Nähe der Versammlungshalle und sperren Demonstranten den Zugang. Mehrere Tausend Demonstranten protestierten am Samstag gegen die Neugründung einer ...
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz.Bild: dpa / Boris Roessler

Auseinandersetzung zwischen Polizei und Demonstrierenden

Die Polizei begann, eine Blockade von 2000 Personen auf der Bundesstraße 49 zu räumen, und setzte nach eigener Aussage auch Wasserwerfer ein, "nachdem die Gruppe auf die mündliche Aufforderung, die Straße freizumachen, nicht reagiert hat". Zudem sei es auf der Konrad-Adenauer-Brücke in der Stadt zu Flaschenwürfen auf die Einsatzkräfte gekommen. Im benachbarten Lahnau-Atzbach hätten Personen aus einer Straßenblockade heraus Fahrzeuge angehalten und beschädigt, berichtete die Polizei.

Nach Angaben der Polizei sind bis zum frühen Nachmittag zehn bis 15 Beamte leicht verletzt worden. Bislang sei nicht bekannt, wie viele Demonstrierende verletzt wurden. Das Uniklinikum Gießen-Marburg hatte gegen Mittag der Deutschen Presse-Agentur von etwa zehn Leichtverletzten berichtet, die ambulant behandelt worden seien. Es seien etwa Verletzungen an Händen und Beinen gewesen. Weitere Details könne er nicht nennen.

Infolge der laufenden Proteste und Blockaden verzögerte sich der Beginn des Kongresses. Zur eigentlich als Beginn vorgesehenen Zeit der Veranstaltung um 10 Uhr war der für rund 1000 Gäste vorgesehene Saal in der Messe nur zu gut einem Viertel gefüllt. Mit ungefähr einer Stunde Verzögerung sind auch die AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla angekommen. Angereist ist auch Thüringens Parteichef Björn Höcke.

Mindestens 130 Tote nach Zyklon auf Sri Lanka

Ein Zyklon hat Sri Lanka schwer verwüstet. Mindestens 130 Menschen sind durch Wirbelsturm "Ditwah" ums Leben gekommen, mehr als 170 Personen werden vermisst, wie das Katastrophenschutzzentrum am Samstag mitteilte. Der Sturm hatte in Teilen des Inselstaats heftige Regenfälle ausgelöst, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führten.

Rettungs- und Suchteams setzten ihre Suche nach Vermissten in den von Erdrutschen betroffenen Gebieten fort. Besonders betroffen waren die zentral gelegenen Bezirke Kandy und Badulla. Zahlreiche Zugstrecken, Straßen sowie Strom- und Telekommunikationsleitungen wurden beschädigt, was den Alltag vieler Menschen erheblich beeinträchtigt. Seit drei Tagen erlebt der Inselstaat anhaltenden Starkregen. Der Wirbelsturm zog am Samstagmorgen weiter in Richtung Südindien.

Grüne fordern Rückkehr zu 9-Euro-Ticket und Klimageld bei Parteitag

Die Grünen setzen auf eine Einheit von Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit. Der Leitantrag des Bundesvorstands "Kurs Zukunft – sozial gerecht aus der fossilen Abhängigkeit" wurde am Samstag auf dem Bundesparteitag in Hannover in überarbeiteter Fassung mit großer Mehrheit angenommen. Enthalten sind die Forderungen nach einem sozial gestaffelten Klimageld sowie einer Rückkehr zum Neun-Euro-Ticket.

"Wir fordern die Bundesregierung auf, das Klimageld sofort startklar zu machen und 2027 erstmals auszuzahlen", heißt es in dem Text. Auf einen konkreten Betrag legen sich die Grünen nicht fest. Die Auszahlungen sollen aber sozial gestaffelt werden. Beim Deutschlandticket setzte sich die Grüne Jugend mit der Forderung nach der Rückkehr des Neun-Euro-Tickets gegen den Bundesvorstand durch. Dieser hatte sich beim Deutschlandticket für eine Rückkehr zu einem Preis von 49 Euro ausgesprochen, ergänzt durch Rabatte für Familien und Menschen mit niedrigem Einkommen.

Eine Absage erteilte der Parteitag den geplanten Gasförderungen vor Borkum. In den Beschlusstext eingearbeitet wurde zudem die Forderung nach einer Sonderabgabe auf Privat- und Luxusflüge. Verlangt wird eine Abgabe für jeden Passagier im Privatjet von 420 Euro bei innereuropäischen und bis zu 2100 Euro bei internationalen Flügen. Stärker besteuert werden sollen auch First- und Business-Class-Tickets.

Europa League: Deventer-Profi muss Strafe wegen provokanter Geste zahlen

Stuttgarts Europa-League-Gegner Go Ahead Eagles hat seinen Profi Victor Edvardsen nach dessen provokanter Geste gegenüber dem VfB-Spieler Angelo Stiller mit einer Geldstrafe belegt und sich für den Vorfall entschuldigt. "Go Ahead Eagles und Victor Edvardsen bedauern den gestrigen Vorfall. Der Verein hat Edvardsen mit einer Geldstrafe von 500 Euro belegt, die an die sozialen Dienste des Vereins gespendet wird", teilte der Club aus dem niederländischen Deventer auf der Plattform X mit.

Der 29-jährige Edvardsen war beim 4:0 des VfB in Deventer mit Stiller aneinandergeraten und hatte provoziert. Online sorgte die Szene, in der sich Edvardsen an die Nase fasste, für mächtig Aufsehen. Auf dem Platz gab es eine Rudelbildung. Stiller und Edvardsen sahen Gelb.

In dem Statement des Vereins wurde auch eine Entschuldigung von Edvardsen verbreitet. "Ich möchte mich für mein Verhalten von gestern entschuldigen. Es wurden Dinge zwischen uns gesagt und getan, die nicht auf einen Fußballplatz gehören", wird Edvardsen zitiert. "Nach dem Spiel bin ich in die Stuttgarter Kabine gegangen, um mich zu entschuldigen. Ich habe eine Vorbildrolle und habe mich entsprechend zu verhalten."

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(mit Material von dpa und afp)

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