Krasse Inflation? Venezuela streicht einfach 5 Nullen aus seiner Währung ¯\_(ツ)_/¯

Angesichts der galoppierenden Inflation in Venezuela will die sozialistische Regierung fünf Nullen aus der Landeswährung streichen. Zudem soll die Landeswährung, der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein, sagte Präsident Nicolás Maduro am Mittwoch. Derzeit kostet ein US-Dollar etwa 3,5 Millionen Bolívar.

Venezuela ist zwar das ölreichste Land der Welt, steckt aber seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen Korruption und Misswirtschaft verfügt Venezuela kaum noch über Devisen, um Lebensmittel, Medikamente oder Dinge des täglichen Bedarfs zu importieren.

Venezuela's President Nicolas Maduro holds a bank note of the new Venezuela's currency Bolivar Soberano (Sovereign Bolivar) as he speaks during a meeting with ministers at Miraflores Palace in Caracas, Venezuela July 25, 2018. Miraflores Palace/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY.

Links 100 Bolívar, rechts Präsident Nicolás Maduro. Bild: reuters

Venezuela braucht ein neues Wirtschaftsmodell

Zuletzt prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) für das laufende Jahr eine Inflationsrate von einer Million Prozent. Außerdem könnte die Wirtschaftsleistung um 18 Prozent einbrechen. Die venezolanische Zentralbank veröffentlicht bereits seit Jahren keine Daten zu Teuerungsrate und Konjunktur mehr.

Die Streichung der Nullen aus der Währung ist allerdings kein adäquates Mittel, um die Inflation zu bremsen. Selbst Präsident Maduro räumte ein, dass das auf die Ölindustrie ausgerichtete Wirtschaftsmodell ausgedient habe. Das Land müsse vielmehr seine Wirtschaft auf eine breitere Basis stellen und wieder mehr Produkte selbst produzieren, sagte er am Mittwoch.

(fh/dpa)

Nach Liefer-Problemen mit Astrazeneca: So will die EU die Exportregeln für Corona-Impfstoffe verschärfen

Die EU führt schärfere Regeln für den Export von Corona-Impfstoffen ein. Das geht aus einem Verordnungsentwurf der EU-Kommission hervor, von dem das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ berichtet. Die Regeln sollen am morgigen Donnerstag bei einem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs beschlossen werden. Die EU-Kommission verweist in dem Papier auf den globalen Mangel an Corona-Impfstoff und die anhaltenden Lieferprobleme von Herstellern. Vor diesem Hintergrund soll der am 30. …

Artikel lesen
Link zum Artikel