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Tonnenweise Nutella: Das sind die 6 besten Food-Verbrechen ever!

Oliver Baroni

Aus einem geparkten Lieferwagen in Feyette County in den USA wurden vor Kurzem Ramen-Nudeln im Wert von beinahe 100.000 Dollar gestohlen. Oder anders gesagt: Mehr als 300.000 Fertignudel-Gerichte wurden entwendet. Damit lässt sich manch ein Student ernähren.

Dieser Raub reiht sich damit in die Liste der Verbrechen ein, die allesamt den unbändigen Genuss von Lebensmitteln zum Ziel haben. Etwa: 

Tonnenweise Nutella und noch Energy-Drinks 

April 2013: Diebe im hessischen Bad Hersfeld schnappten sich – Achtung, hier kommt's! – fünf Tonnen Nutella im Wert von schätzungsweise von über 17.500€ aus einem geparkten Anhänger. Angeblich wurde auch eine Ladung Energy-Drinks gestohlen. Wie hibbelig die Diebe nach dem Konsum davon gewesen sein müssen, wagt man sich kaum vorzustellen.

Genug Frühstücks-Riegel für ein ganzes Leben

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Bild: imago

Im Oktober 2015 stahlen Diebe in Schottland einen Lastwagen voll mit fast 10 Tonnen Kellogg's Frühstücks-Cerealienriegeln. Während der gemeine Mensch sich fragt, was man eigentlich mit 10 Tonnen Getreideriegeln anfangen soll, erkannten die Diebe darin ein lukratives Hehlergeschäft: die Beute hatte schließlich einen Warenwert von fast 58.000€.

The Great Maple Syrup Heist of 2012

Und hier das kanadischste Verbrechen aller Zeiten: Im Dezember 2012 nahm die Polizei in Quebec 17 Verhaftungen wegen Diebstahls von 2.700 Tonnen Ahornsirup aus Kanadas Strategic Maple Syrup Reserve vor. (Man weiß gar nicht, was krasser ist: Die unglaubliche Menge gestohlener Waren oder die Tatsache, dass Kanada einen strategischen Ahornsirup-Notvorrat besitzt.) 

Die Diebe gingen dabei ordentlich dreist vor: Unter einem geschäftlichen Vorwand mieteten sie einen Teil besagten Notvorratlagers in Saint-Louis-de-Blandford, das 16.000 Fässer enthielt, und entleerten unbemerkt den Sirup aus besagten Fässern. Die Beute verkauften sie darauf von einem Geschäft im nahen New Brunswick aus und versendeten ihn an Käufer in Ontario, Vermont und New Hampshire.

Der Raub wurde erst bei der halbjährlichen Inspektion der Anlage entdeckt. Schließlich wurden zwei Drittel des gestohlenen Sirups wieder gefunden und von den Behörden beschlagnahmt. Mit einem Warenwert von gut 17 Millionen Franken ist der Great Canadian Maple Syrup Heist of 2012 der größte Raub der kanadischen Geschichte. Empfehlenswert ist die Netflix-Doku dazu: Episode 5 von Dirty Money.

Und die weltweit am häufigsten gestohlene Essware ist ...?

Ja, es gibt gar etwas, das man ein "internationales Käseschmuggel-Netzwerk" nennen könnte. Dabei sind urige französische Rohmilch-Käse, die aufgrund Hygienebestimmungen in den USA verboten sind, weniger wichtig als große Mengen Industriekäse.

2012 wurden drei Personen (zwei kanadische Polizisten und ein amerikanischer Komplize) wegen Schmuggels von brick cheese verhaftet, der in in Nordamerika üblicherweise für Pizzabeläge verwendet wird. Der Hintergrund: Die Ware ist in den USA 66% günstiger als in Kanada. Damit lässt sich ordentlich Kasse machen: Die Käseschmuggler hatten bis zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung einen Gesamtgewinn von rund 131.600€ verdient.

Die Knoblauch-Kartelle Britanniens

Garlic Stock 09.08.2018., Zagreb, Croatia - Garlic is a species in the onion genus, Allium. Its close relatives include the onion, shallot, leek, chive, and Chinese onion PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY SandraxSimunovic/PIXSELL

Bild: imago stock&people

Im Januar 2015 erließ Schweden Haftbefehle gegen Mitglieder einer britischen Schmugglerbande, die im Verdacht standen, zwischen 2009 und 2010 illegal chinesischen Knoblauch in die Europäische Union eingeführt zu haben. Die EU belegt importierten Knoblauch mit einem Zoll von 9,6 Prozent und zusätzlichen 1.600 Dollar pro Tonne. Um diese Steuer zu umgehen, verschiffte die Bande ihre geruchsintensive Beute per Boot erst mal nach Norwegen, wo man sie zollfrei einfuhr. Im Lastwagen versteckt ging es danach jeweils in den EU-Mitgliedstaat Schweden. Nicht der erste Fall: Bereits 2012 wurden in Großbritannien zwei Knoblauch-Schmuggelringe hochgenommen.

Und schließlich noch das legendäre Salami-U-Boot vom Lago di Lugano

Man glaubt es kaum, aber es gab eine Zeit, in der die Schweiz eine Tiefpreisinsel darstellte – zumindest aus Sicht Italiens, das etliche Waren mit Schutzzöllen belegte. Und so existierte seit Ende des 19. Jahrhunderts ein reger Schmuggelbetrieb von Zigaretten und Esswaren im Grenzgebiet Tessin und Norditalien. Von Jugendlichen bis zu Greisen beteiligten sich ganze Dörfer am Schleichhandel, der sowohl über den Landweg als auch über das Wasser abgewickelt wurde. Die dabei angewendeten Methoden konnten spektakuläre Formen annehmen.

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Bild: archivio di stato del cantone ticino

Spektakulär war der Fund im November 1948 eines Mini-Tauchboots am Ufer des Lago di Lugano, das offenbar explizit für Salami und Käse-Schmuggel konstruiert worden war. Speziell war insbesondere die Art des Antriebs des halbtauchenden Bootes, das nur wenige Zentimeter über die Wasseroberfläche hinausragte: Es lief im Innern über Fußpedale, die mit der Bootsschraube verbunden waren. 

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