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Herrlich, Breitenreiter, Köllner, Korkut. Bisher dreht sich das Trainerkarussell noch nicht so schnell wie sonst. Bild: iStockphoto/imago sportfotodienst/watson montage

Erst 4 Trainer gefeuert! Sind's am Saisonende so wenige wie lange nicht mehr?

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Der Trainer ist das schwächste Glied in der Kette, heißt es immer so schön. Wenn der Erfolg eines Fußballclubs ausbleibt, dann wird am Trainerstuhl gesägt: Der aktuelle Coach wird gefeuert, ein anderer soll's dann richten. Oft passiert so eine Entscheidung unter öffentlichem Druck, oft ist sie wenig rational.

In der laufenden Bundesligasaison ist es aber ganz schön ruhig, was die Trainerentlassungen in der Bundesliga angeht. Oder ist das nur ein Gefühl? Trügt der Schein?

Fragen wir doch mal die nackten Zahlen. Bisher waren es in der aktuellen Spielzeit erst vier Trainer, die ihren Stuhl freimachen mussten: Tayfun Korkut in Stuttgart, Heiko Herrlich in Leverkusen, André Breitenreiter in Hannover und zuletzt Michael Köllner, der am 12. Februar beim 1. FC Nürnberg freigestellt wurde.

Wie sah's in den vergangenen zehn Jahren in der Bundesliga aus?

In der Saison 2017/18 waren es zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Trainerentlassungen*:

Am 19. Februar 2018 folgte mit Martin Schmidt Trainerentlassung Nummer acht, der Schweizer wurde in Wolfsburg durch Bruno Labbadia ersetzt. Bernd Hollerbach (Hamburger SV) komplettiert die Liste der insgesamt neun Entlassenen in der Saison 2017/18.

Stand jetzt sind es also so wenige Trainerentlassungen wie seit der Saison 2012/13 nicht mehr: Nämlich vier.

Gut, das ist erstmal jeweils nur ein gefeuerter Trainer weniger als 15/16, 14/15 und 13/14. Aber: Wenn man sich die aktuellen Situationen der 18 Bundesligaclubs anschaut, dann werden bis zum Ende der aktuellen Saison kaum mehr Entlassungen hinzu kommen.

Der einzige Wackelkandidat heißt Markus Weinzierl. Mit Abstrichen auch Manuel Baum – der FCA hatte aber trotz der langen Negativserie zuletzt auf seinen Rauswurf verzichtet.

Wenn also nur noch höchstens ein Trainer in der aktuellen Saison entlassen werden sollte, dann könnten es am Ende so wenige Entlassungen sein wie seit zehn Jahren nicht mehr: Fünf.

Und das wäre doch ein gutes Zeichen im Sinne eines würdevolleren Umgangs mit Fußballtrainern. Der Trainer ist nicht das schwächste Glied in der Kette, sondern nur eines von vielen.

Der Rauswurf ist die falsche Strategie

Auf der Webseite www.die-sportpsychologen.de schreibt Dr. René Paasch:

"Die Sportpsychologen Strauss und Tippenhauer (2003) haben in 35 Spielzeiten zwischen 1963 und 1998 mehr als 10.000 Bundesliga-Spieleergebnisse unter anderem im Hinblick auf den Effekt von Trainerwechseln analysiert. Die Ergebnisse: Der Rauswurf ist die falsche Strategie. Die neuen Trainer hätten ebenfalls keine Besserung bewerkstelligt, wenn die ehemaligen Trainer nur auf Grund der Ergebnisse gehen mussten."

die-sportpsychologen.de

(as)

* Interimstrainer haben wir nicht mitgezählt.

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