FC Bayern-Star Thomas Müller im Spiel gegen den FC Barcelona.
FC Bayern-Star Thomas Müller im Spiel gegen den FC Barcelona.Bild: Sven Simon / Frank Hoermann/SVEN SIMON

Nach Bayern-Gala: Müller mit vernichtendem Urteil über Barcelona-Stars und kuriosem Musiala-Lob

09.12.2021, 12:4209.12.2021, 12:45

Nach dem überzeugenden 3:0 der Bayern gegen den FC Barcelona hatte Thomas Müller ausgesprochen gute Laune. Das lag sicher einerseits an seiner guten Leistung, aber auch daran, dass das ganze Team ein starkes Spiel abgeliefert hatte. Mit 18 Punkten beschließen die Münchener den letzten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase auf dem ersten Platz in der Gruppe E.

Als Müller nach dem Spiel vor das Mikrofon von "Dazn" trat, war ihm die Freude über den Sieg anzumerken. "Gegen Barca, da flutscht es irgendwie", sagte der Stürmer, der in sieben Spielen schon acht Tore gegen Barcelona erzielt hat und auch gestern zum zwischenzeitlich 1:0 traf. Gegen kein Team hat er mehr Tore erzielt.

Der Treffer am Mittwochabend war zudem sein 50. Tor in der Champions League. Damit steht er jetzt gemeinsam mit Thierry Henry auf dem siebten Platz der ewigen Torschützenliste der Champions League. Davor liegen nur noch Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Robert Lewandowski, Karim Benzema, Raul und Ruud van Nistelrooy.

Müller lobt Sané und sieht in Musiala sich selbst

Nach Müllers 1:0 trafen auch die deutschen Nationalspieler Leroy Sané und Jamal Musiala. Dass vor allem Sanés Tor zum 2:0 in die Kategorie "Traumtor" fällt, da waren sich Kommentatoren und Experten einig. Der Flügelstürmer traf mit einem wuchtigen Flatterball aus 25 Metern, bei dem aber auch Barcelona-Torwart Marc-Andre ter Stegen nicht gut aussah. "Natürlich kann er ihn halten", findet Müller. "Aber es war schon eine brutale Bombe. Die Flugkurve ist brutal. Vielleicht war auch der Schnee ein bisschen am Handschuh. Es waren heute flutschige Bedingungen."

Für Jamal Musiala, der zum ersten Mal seit Mitte Oktober wieder in der Anfangsformation stand und in ungewohnter Rolle im zentralen Mittelfeld überzeugte, hatte Müller viele lobende Worte übrig. "Das Gute bei Jamal ist, dass er sich nie aufgibt. Du kannst ihn treiben und er nimmt es an", erzählte Müller.

Und fügte in gewohnt flapsiger Manier hinzu: "Wir sind beide nicht die Schränke der Nation. Lange Gräten, immer mal wieder reinstochern, einen Ball abluchsen: Das macht er schon zusätzlich zu diesem Schlangenartigen ganz gut. Jamal ist ein guter Junge mit super Fähigkeiten. Den kann man immer bringen, das heißt beim FC Bayern schon was mit 18."

Barcelonas Absturz für Müller eine große Überraschung

Dem FC Barcelona, der durch die Niederlage nur auf Platz drei landete und somit im kommenden Jahr das erste Mal seit 2003 in der Europa League spielen muss, stellte der Nationalspieler ein vernichtendes Urteil aus.

"Auf diese Art habe ich das in dieser Gruppe nicht kommen sehen, dass sie da am Ende so untergehen." Er versuchte die sportliche Talfahrt der Katalanen einzuordnen. "Technisch und taktisch, wenn man sich die Mannschaft mal anschaut, sind das ja alles super Spieler", lobte er zunächst die einzelnen Akteure.

"Aber ich habe das Gefühl, dass sie die Intensität, die momentan im Fußball herrscht, einfach nicht mitgehen können", so Müller. "Und das haben wir uns natürlich zunutze gemacht."

(nik)

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