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Tottenham s Dele Alli, Jan Vertoghen and Harry Kane tussle with Liverpool s Mohamed Salah during the premier league match at Wembley Stadium, London. Picture date 22nd October 2017. Picture credit should read: David Klein/Sportimage PUBLICATIONxNOTxINxUK

Die Finalisten des CL-Finals kennen sich aus der Premier League. Bild: imago/david klein

Salah und Kane wieder fit? Die 7 wichtigsten Fragen und Antworten zum englischen CL-Finale

Philipp Reich / watson.ch

Wann und wo steigt das Finale?

Das Champions-League-Finale 2019 steigt am Samstag, 1. Juni, um 21 Uhr im Wanda-Metropolitano-Stadion in Madrid. Die neue Arena von Atlético Madrid wurde zwischen 2011 und 2017 für 270 Millionen Euro umfassend renoviert und ausgebaut. Sie bietet Platz für 67.703 Zuschauer.

Wo kann ich das Finale sehen?

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen strahlt das Finale der Champions League in diesem Jahr nicht aus, da kein deutsches Team bis ins Endspiel gekommen ist. Das ZDF bestätigte gegenüber "Bild", dass sich der Sender dennoch vergeblich um eine Übertragung bemühte. (bild.de) Das Finale kannst du nur auf dem Streamingdienst DAZN sowie beim Pay-TV-Sender Sky sehen.

Natürlich kannst du das Spiel auch live im Stadion sehen. Von den etwa 63.000 verfügbaren Tickets gehen je 16.613 an die beiden Final-Clubs, 23.000 Tickets sind für die Uefa, Nationalverbände, das lokale Organisationskomitee, Werbepartner, TV-Stationen sowie weitere Partner vorgesehen.

Da bleibt nicht mehr viel übrig. Wenn du bei keinem Sponsor ein Gratis-Ticket erhaschen kannst und bei keinem Wettbewerb gewinnst, musst du deshalb ganz schön tief in die Tasche greifen. Auf den einschlägigen Ticket-Börsen kostet eine Karte bereits über 3000 Euro.

Ist es das erste rein englische Finale?

Nein. Bereits 2008 ist es zu einem englischen Duell im Champions-League-Finale gekommen. Damals gewann Manchester United gegen Chelsea bei strömendem Regen in Moskau im Elfmeterschießen mit 6:5. Unvergessen der Ausrutscher von John Terry, nachdem zuvor Cristiano Ronaldo gescheitert war. Am Ende hielt Edwin van der Sar den letzten Elfer von Nicolas Anelka.

Aber zurück zur Gegenwart: Während Liverpool bereits im vergangenen Jahr im Champions-League-Final stand und bereits fünfmal den Henkelpott gewann, ist es für Tottenham eine Premiere. Die "Spurs" sind nach Arsenal, Aston Villa, Chelsea, Leeds, Manchester United, Nottingham Forest und den "Reds" bereits das achte englische Team, das es ins Endspiel der Königsklasse geschafft hat. Insgesamt ist Liverpool gegen Tottenham das siebte Finale, in dem zwei Teams aus demselben Land aufeinandertreffen.

CL-Finalisten aus dem gleichen Land:

Wie lautet die europäische Final-Bilanz der beiden Clubs?

Liverpool stand bereits in 13 europäischen Finals: fünf Mal im Meistercup, drei Mal in der Champions League, drei Mal im Uefa Cup, ein Mal in der Europa League und ein Mal im 1999 letztmals ausgetragenen Europapokal der Pokalsieger. Acht Mal konnten sich die "Reds" den Pokal in die Vitrine stellen.

Bilanz – 8:5

Steven Gerrard (Liverpool FC), MAY 25, 2005 - Football : Liverpool players celebrate their Victory after winning the UEFA Champions League final match 2004-2005 season between Liverpool and AC Milan on May 25, 2005 at the Ataturk Olympic Stadium in Istanbul, Turkey. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxPOLxRUSxSWExFRAxNEDxESPxONLY (200506151456259)

Steven Gerrard mit dem Henkelpott im Jahr 2005. Bild: imago/AFLOSPORT

Tottenham ist international klar weniger erfolgreich als Liverpool. Doch auch die "Spurs" haben schon vier europäische Finals bestritten: Drei Mal im Uefa-Pokal und ein Mal im Europapokal der Pokalsieger. Der letzte Erfolg liegt allerdings schon 35 Jahre zurück.

Bilanz – 3:1

Bild

1984 bild: imago sportfotodienst

Sind Salah und Kane fürs Finale wieder fit?

Liverpool-Superstar Mohamed Salah zog sich am vergangenen Samstag im Liga-Spiel gegen Newcastle United bei einem Zweikampf mit Torhüter Martin Dubravka eine Gehirnerschütterung zu. Weil die FA nach einer Kopfverletzung eine Mindestpause von 14 Tagen vorgibt, dürfte der Ägypter im letzten Premier-League-Spiel gegen Wolverhampton eigentlich nicht auflaufen.

Trainer Jürgen Klopp hat aber angedeutet, dass Salah dennoch spielen könnte. Dafür müssten aber die Ärzte erst grünes Licht geben. Spätestens fürs Champions-League-Finale sollte der Topscorer der "Reds" wieder einsatzbereit sein.

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Harry Kane fehlt Tottenham seit Anfang April wegen einer Bänderverletzung am linken Knöchel, die er sich im Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Manchester City zugezogen hat. Der Top-Torjäger der "Spurs" hat bereits acht Pflichtspiele verpasst und alles sah nach einem vorzeitigen Saisonende aus.

Doch mit seinem Sprint über den Platz der Johann-Cruyff-Arena nach dem Schlusspfiff gestern Abend machte er den Fans wieder etwas Hoffnung. "Hoffentlich kann ich im Final spielen", sagte Kane gestern. "Die Reha läuft gut. Ich laufe seit dieser Woche wieder, das erklärt meinen Sturmlauf."

Was hat es mit dem "Klopp-Fluch" auf sich?

Für große Spiele scheint Jürgen Klopp nicht gemacht zu sein. Der Liverpool-Trainer hat seine sechs letzten Finals allesamt verloren:

Bild

Klopp und Finale – das passte bislang erst einmal. bild: imago sportfotodienst

Gegen Tottenham will er erstmals seit dem 5:2-Sieg im DFB-Pokal-Final 2012 gegen Bayern München wieder ein Endspiel gewinnen. Der 51-jährige Erfolgscoach würde damit nicht nur seinen Final-Fluch besiegen, sondern auch ein Versprechen einlösen. Bei seinem Amtsantritt in Liverpool vor vier Jahren sagte er:

"Bitte gebt uns Zeit, unsere Arbeit zu tun. Aber wenn ich in vier Jahren hier sitze, denke ich, dass wir einen Titel gewonnen haben. Da bin ich ziemlich sicher. Wenn nicht, werde ich den nächsten vielleicht in der Schweiz gewinnen."

Titel oder ein Wechsel in die Schweiz, heißt es für Klopp am 1. Juni. Wer wohl zum Handkuss kommen könnte?

Wer führt in den Direktduellen?

Das Champions-League-Finale wird das 173. Duell zwischen Liverpool und Tottenham sein. 82-mal gewannen die "Reds", 48-mal die "Spurs", 42-mal gab es ein Unentschieden. Europäisch sind die beiden Teams erst einmal aufeinander getroffen: 1972/73 im Halbfinal des Uefa-Pokals. Liverpool setzte sich auf dem Weg zum Titel dank der Auswärtstor-Regel durch (1:0 und 1:2).

31st March 2019, Anfield, Liverpool, England; EPL Premier League football, Liverpool versus Tottenham Hotspur; James Milner of Liverpool and Christian Eriksen of Tottenham Hotspur collide as they compete for the ball PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxSWExNORxDENxFINxONLY ActionPlus12118942 DavidxBlunsden

Liverpool vs. Tottenham bedeutet oft Spektakel pur. Bild: www.imago-images.de

Die Bilanz, seit Jürgen Klopp bei Liverpool und Mauricio Pochettino bei Tottenham Trainer ist, spricht eine klare Sprache – und zwar für die "Reds". In den vergangenen vier Jahren gewann Liverpool vier von neun Duellen, Tottenham nur eines. In der aktuellen Saison siegten Klopps Jungs sowohl auswärts als auch zuhause mit 2:1.

(as/pre)

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