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"Steinhaus, du Hure" – Sexistische Gladbach-Fans beschimpfen Schiedsrichterin

09.04.18, 10:21

Und Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hofft, dass sie es nicht wegen ihm getan haben.

"Wir müssen uns als Verein bei Bibiana Steinhaus entschuldigen, die für mich eine ausgezeichnete Schiedsrichterin ist", sagte Max Eberl im ZDF-Sportstudio. Der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach ging damit auf die sexistischen Rufe einiger Fans, die sich an die einzige Bundesliga-Schiedsrichterin richteten, beim 2:1-Heimsieg gegen Hertha BSC ein. 

07.04.2018, xkvx, Fussball 1.Bundesliga, Borussia Moenchengladbach - Hertha BSC Berlin, emspor v.l. Jannik Vestergaard (Borussia Moenchengladbach), Patrick Herrmann (Borussia Moenchengladbach) / Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus gibt Anweisung, gestikuliert, mit den Armen gestikulieren, gives instructions, gesticulate Moenchengladbach *** 07 04 2018 xkvx Football 1 Bundesliga Borussia Moenchengladbach Hertha BSC Berlin emspor v Jannik Vestergaard Borussia Moenchengladbach Patrick Herrmann Borussia Moenchengladbach Referee Bibiana Steinhaus gives instructions gesticulate gesticulate gestures gestures gestures with Moenchengladbach

Bibiana Steinhaus hatte in Gladbach keinen ruhigen Nachmittag.  Bild: imago sportfotodienst

Was war passiert?

Zweimal wurde der Videobeweis zu Rate gezogen, einmal gegen die Borussia, einmal, beim siegbringenden Elfmeter durch Thorgan Hazard zum 2:1, pro Mönchengladbach.

Steinhaus wurde sogar bei der Entscheidung für die Borussia von deren Anhängern wüst beschimpft, was durch die ZDF-Mikrofone bewiesen wurde: "Steinhaus, du Hure!“ war aus der Gladbacher Nordkurve zu hören.

Das ging deutlich unter die Gürtellinie der 39-Jährigen. Ergo entschuldigte sich Eberl bei ihr – und sagte deutlich: 

"Ich hoffe nicht, dass ich das Vorbild war, dass die Fans einen solchen Schwachsinn rufen."

Max Eberl 

Damit meinte Eberl seinen verbalen Ausrutscher ("Pisser") gegen Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann, für den er vom DFB-Sportgericht mit einer 5000-Euro-Strafe belegt worden war. Im Nachgang hierzu und zu den vielen Emotionen im Liga-Alltag bemerkte Eberl:

"Wir sind einfach Menschen."

(bn/ dpa)

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