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Joachim Löw beim Training mit der deutschen Nationalmannschaft in Düsseldorf  Bild: dpa Foto: Federico Gambarini/dpa

Diese 7 Dinge sind gegen Spanien wichtiger als das Ergebnis

23.03.18, 18:38 23.03.18, 22:39
Toni Lukic, Arne Siegmund
Toni Lukic
Toni Lukic

Arne Siegmund
Arne Siegmund

Deutschland startet ins WM-Jahr. 

Freitag Abend (20.45 Uhr) spielt die Mannschaft von Joachim Löw gegen Spanien ihr erstes von vier Test-Länderspielen, bevor es am 17. Juni gegen Mexiko bei der Weltmeisterschaft losgeht. 

Die voraussichtliche Aufstellung der DFB-Elf

Tor:
ter Stegen
Abwehr:
Kimmich, Boateng, Hummels, Hector
Mittelfeld:
Gündogan, Kroos - Müller, Özil, Sané 
Angriff:
Werner

Testspiele der Nationalmannschaft sind bedeutungslos und langweilig?

Ja, manchmal schon – aber wenn ihr auf folgende sieben Dinge achtet, dann könnt ihr das Spiel einfach mal mit anderen Augen sehen. Und mit eurem Expertenwissen powered by watson heute Abend ziemlich Eindruck schinden... Denn diese 7 Dinge sind gegen Spanien wichtiger als das Ergebnis:

Das endgültige Trikot-Urteil

Wir wissen noch nicht genau, ob wir die Retro-Trikots von Adidas bei der WM gut finden. Auf der einen Seite freuen wir uns über jede Hommage an die Fußball-Tradition, allerdings wollen die kubischen Trikot-Nummern irgendwie gar nicht zum Vintage-Gefühl passen. Am Ende des Abends werden wir Klarheit haben.

1990/1994 vs. 2018 – wer trägt es besser?

Matthäus (1990) und Pep (1994) vs. Draxler (2018) und Koke (2018) Imago

Welcher Einwechselspieler macht den besten Eindruck? 

Jogi Löw hat zweifelsohne seine Lieblinge, doch hinter einem Pool von rund 15 Spielern, die sicher nach Russland mitfahren, gibt es noch genug personelle Fragezeichen: Trapp, Ginter, Plattenhardt, Süle, Brandt, Rudy, Gomez, Stindl, Wagner – sie alle müssen in den limitierten Minuten Spielzeit abliefern, um eine Chance auf die WM zu haben.

Julian Brandt im Mittelpunkt

Kann Julian Brandt sich in den Kader spielen? Bild: imago sportfotodienst

Güni, Leroy und Timo – machen sie Deutschland zu Weltmeistern? 

Der grobe Kern der WM-Sieger von 2014 steht noch, trotzdem wollen ein paar Leistungsträger (Lahm, Schweinsteiger, Klose) ersetzt werden. Drei Spieler könnten bei der WM eine sehr gewichtige Rolle spielen: Ilkay Gündogan, Leroy Sané und Timo Werner.  

Gündogan hat verletzungsbedingt noch kein Turnier gemacht, ist aber bei Manchester City in der Form seines Lebens. Ebenso wie Leroy Sané, der jede Abwehr in der Premier League schwindelig spielt. 

MANCHESTER, ENGLAND - DECEMBER 06: Leroy Sane of Manchester City (L) and Ilkay Gundogan of Manchester City (R) prepare to take a freekick during the UEFA Champions League Group C match between Manchester City FC and Celtic FC at Etihad Stadium on December 6, 2016 in Manchester, England.  (Photo by Clive Brunskill/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Spannend wird auch sein, ob Werner mit der A-Mannschaft seine grandiose Leistung beim Confed-Cup wiederholen kann.

Schlagen die drei ein, dürfte Deutschland der Top-Favorit auf den Titel sein.

Genießt Iniestas vielleicht letztes Spiel gegen eine deutsche Mannschaft

Andrés Iniesta gehört beim FC Barcelona und auch in der spanischen Nationalmannschaft fast zum Inventar. Er spielt seit seiner Jugend in Barcelona, hat einen Vertrag auf Lebenszeit. 

2015: Iniesta nimmt Real im Alleingang auseinander

Video: YouTube/Messi TheBoss

Er ist aber auch 33 Jahre alt. In einem Radiointerview sagte er kürzlich, dass das Turnier in Russland "möglicherweise" sein letzter Auftritt für sein Land sein wird. Er erwägt auch einen Abschied aus Barcelona.

Also, nutzt die Gelegenheit und genießt den Großmeister des spanischen Fußballs – bevor er von der Bildfläche des europäischen Fußballs verschwindet.

Achtet auf den Auftritt vom neuen Iniesta: Marco Asensio

Elf Jahre jünger als Iniesta und schon längst "the next big thing" im spanischen Fußball. Marco Asensio von Real Madrid ist offensiv überall zu finden. Er kann mit dem Ball eigentlich alles, ohne zu flashy zu sein. Also ein Mini-Iniesta.

Marco Asensios Fußballjahr bis jetzt 

Video: YouTube/SEN31

Im Hinspiel des Achtelfinals der Champions League gegen Paris St. Germain wurde er zwar beim Stand von 1:1 nur eingewechselt, entschied dann aber das Spiel quasi im Alleingang. Er bereitete das 2:1 durch Ronaldo und das 3:1 durch Marcelo vor. 

Freut euch auf eines der letzten Spiele ohne Videobeweis 

Na gut, so schlimm ist der Videobeweis ja eigentlich gar nicht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der laufenden Bundesliga-Saison ist man sich mittlerweile einig: Der Videobeweis macht den Fußball gerechter. 

Aber es hat halt sehr lange gedauert, bis alles rund lief und nicht mehr jede Kleinigkeit mit dem Video-Schiedsrichter besprochen werden musste. Und auch während der Testphase beim Confed-Cup im vergangenen Jahr hakte es hier und da noch mit der neuen Technik. 

Theoretisch eine gute Idee mit dem Video-Schiedsrichter bei der WM. Praktisch könnte es aber auch voll in die Hose gehen.

Hauptsache, die Abseitslinie ist gerade 

Deswegen: Genießt ab heute die vorerst letzten vier deutschen Länderspiele, bevor die WM in Russland losgeht.

Wie spielt der neue Trainer der spanischen Nationalmannschaft?

Falls sich jemand wundert: Auf der spanischen Trainerbank sitzt kein alter Mann mit grauem Schnauzbart mehr. Vicente del Bosque, der von 2008 bis 2016 die Nationalmannschaft Spanien prägte, trat am 30. Juni 2016 zurück.

epa05426176 Former head coach of the Spanish national soccer team Vicente del Bosque is granted with the medal of honour given by the Spanish Royal Football Federation (RFEF) during a ceremony held in Madrid, Spain, 15 July 2016. EPA/Sergio Barrenechea +++(c) dpa - Bildfunk+++ |

2010: Vicente del Bosque mit dem WM-Pokal Bild: EFE EPA/Sergio Barrenechea

Sein Nachfolger: Julen Lopetegui, 51 Jahre alt. Unter ihm hat der Weltmeister von 2010 in 16 Spielen nacheinander nicht verloren. Der ehemalige Torwart Lopetegui spielte lange in der spanischen Liga, vor allem für Rayo Vallecano (112 Spiele von 1997 bis 2002). Für Spanien lief er einmal in einem Freundschaftsspiel auf. Lopetegui fuhr auch mit zur WM 1994 in den USA, hatte aber hinter Andoni Zubizarreta und Santiago Cañizares keine Chance.

Julen Lopetegui bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Deutschland in Düsseldorf Foto: Ina Fassbender/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Als Trainer war er für diverse Nachwuchsteams Spaniens verantwortlich, mit der U21 holte er 2013 den EM-Titel. Von 2014 bis 2016 trainierte er den FC Porto, mit dem er 2015 Pep Guardiolas Bayern an den Rand des Wahnsinns trieb. 

Die Highlights des Spiels Porto vs. Bayern (15. April 2015)

Video: YouTube/Ibra10iHD (Official page)

Im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals besiegte er den deutschen Rekordmeister mit 3:1. Sein bevorzugtes Spielsystem damals wie heute: Ein 4-3-3 mit ungeheurem Pressing. Im Rückspiel gab's dann aber Peps Rache: Bayern siegte mit viel Wut im Bauch 6:1.

Und hier nochmal die hässlichsten DFB-Auswärtstrikots

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