Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
UEFA Champions League, Tottenham Hotspur HC and Borussia Dortmund Players of Borussia Dortmund reacts during the UEFA Champions League, Round 16, 1st leg, soccer match between Tottenham Hotspur HC and Borussia Dortmund in London, England, 13 february 2019 PUBLICATIONxNOTxINxROM Copyright: xAlexxNicodimx

Ratlosigkeit nach dem Abpfiff. Bild: imago/Alex Nicodim

Bürki schlägt nach CL-Pleite Alarm – diese Probleme muss der BVB lösen

Philipp Reich / watson.ch

Aus im DFB-Pokal, Rückschläge in der Bundesliga und jetzt dieses 0:3 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Tottenham Hotspur. Borussia Dortmund steckt in der Krise, die Probleme sind offensichtlich.

Der BVB hat seine Leichtigkeit verloren, die Überfliegermannschaft des Herbsts ist ins Straucheln geraten: Das 0:3 im Achtelfinal-Hinspiel bei Tottenham ist wettbewerbsübergreifend das vierte sieglose Spiel in Serie für den BVB und bedeutet wohl das Aus in der Königsklasse.

Die Mannschaft von Lucien Favre braucht im Rückspiel ein veritables Wunder, um doch noch ins Viertelfinale einzuziehen. So wie sich der BVB in den letzten Wochen präsentiert hat, deutet nur wenig darauf hin. Der angezählte Bundesliga-Tabellenführer, der in London auf die verletzten Marco Reus, Paco Alcacer, Lukasz Piszczek und den kranken Julian Weigl verzichten musste, kriegt seine offensichtlichen Probleme einfach nicht in den Griff.

Gegentore nach Flanken

Drei Flanken in den Strafraum, drei Gegentore: Sieben Treffer in Serie hat der BVB nun nach Flanken oder Standardsituationen kassiert – eindeutig zu viele. Dass viele Bälle von den Außenbahnen in den Strafraum fliegen, nimmt Favre in Kauf. Das gehört quasi zu seiner Spielphilosophie. Der 61-jährige Trainerfuchs vertraut der Statistik, dass Tore im Anschluss an hohe Hereingaben eher unwahrscheinlich sind.

Das sagt Bürki:

"Schon mehrere Wochen hintereinander bekommen wir jetzt die Gegentore durch Standards und Flanken. Wir haben einfach zu schwach verteidigt. Wir setzen uns zu wenig durch. Es kann nicht sein, dass wir in den letzten Wochen so viele Standard-Gegentore bekommen. Das müssen wir rigoros verteidigen. Es fängt schon im Training an. Das müssen wir auf jeden Fall in den nächsten Tagen verbessern."

Tottenham Hotspur v Borussia Dortmund UEFA Champions League Son Heung-Min of Tottenham Hotspur scores the opening goal during the UEFA Champions League match at Wembley Stadium, London PUBLICATIONxNOTxINxUKxCHN Copyright: xMartynxHaworthx FIL-12886-0102

Das 1:0: vertonghens perfekte Flanke findet Son, der nur noch den Fuß hinhalten muss. Bild: imago/Focus Images/martyn haworth

Dazu muss man allerdings gut verteidigen und genau das macht Dortmund in letzter Zeit nicht mehr. Das verletzungsbedingte Fehlen von Abwehrchef Manuel Akanji ist sicher nicht förderlich. Auch nicht, dass Innenverteidiger-Kollege Dan-Axel Zagadou bei seinem Comeback gleich gegen einen so starken Gegner wie Tottenham wieder ran musste.

Dem BVB fehlte zuletzt in der Defensive schlicht die personelle Konstanz: Favre musste in 32 Saisonspielen insgesamt 15 unterschiedliche Versionen seiner Viererkette aufs Feld schicken. Das soll sich aber bald wieder ändern. Nach der Rückkehr von Zagadou steht auch das Comeback von Akanji vor der Tür, der Schweizer Nationalspieler trainiert schon wieder mit der Mannschaft.

Fernando Llorente of Tottenham Hotspur scores his side s third goal during the UEFA Champions League Round of 16 First Leg match at Wembley Stadium, London. Picture date: 13th February 2019. Picture credit should read: Craig Mercer/Sportimage PUBLICATIONxNOTxINxUK CM2_0512.JPG

Das 3:0: Die BVB-Abwehr lässt Fernando Llorente gewähren. Bild: imago/Sportimage/craig mercer

Fehlende Robustheit

Es scheint, als gehe dem BVB langsam die Kraft aus. Vor der Winterpause konnte Dortmund auf Rückstände immer wieder reagieren und drehte so manches Spiel dank Favres Händchen bei Einwechslungen noch zu seinen Gunsten. Im neuen Jahr ist das genau umgekehrt. In Frankfurt, zweimal gegen Bremen und zuletzt gegen Hoffenheim verspielten die Schwarz-Gelben Führungen zum Teil fahrlässig. Es scheint, als gehe dem BVB irgendwann die Kraft aus

Tottenham s Moussa Sissoko and Borussia Dortmund Christian Pulisic during the UEFA Champions League match between Tottenham Hotspur and Borussia Dortmund at Wembley Stadium, London, England on 13 February 2019. PUBLICATIONxNOTxINxUK Copyright: xAndrewxAleksiejczukx PMI-2621-0001

Christian Pulisic wird vom 90-Kilogramm-Schrank Moussa Sissoko abgegrätscht. Bild: imago sportfotodienst

Auch gegen Tottenham hatte Favres Elf zunächst Vorteile: "Dortmund war in der ersten Hälfte besser als wir, aber dann haben sie nachgelassen", erklärte Tottenhams Jan Vertonghen nach dem Spiel: "Auf mich wirkte es nach Sons Treffer, als seien sie zufrieden mit dem 0:1. Deshalb haben wir sie weiter attackiert."

Die Rückschläge der letzten Wochen scheinen in den Köpfen der Spieler Spuren hinterlassen zu haben. Die Leichtigkeit und das Selbstvertrauen sind wie weggeblasen und über den Kampf ins Spiel zu kommen, ist sich der eher leichtgewichtige BVB schlicht nicht gewöhnt. Einige Spieler wie Achraf Hakimi oder Jadon Sancho scheinen außerdem überspielt, doch Favre fehlt wegen den vielen Verletzungen die Breite im Kader, um ihnen in wichtigen Partien eine Pause zu geben.

Bild

Musste gegen Tottenham drei Mal den Ball aus dem Netz fischen. Bild: imago/DeFodi

Das sagt Bürki:

"Immer wenn es gegen robuste Mannschaften geht, haben wir unsere Schwierigkeiten, weil wir nicht dagegenhalten können. Vor allem vorne nicht. Wenn du keinen kräftigen Spieler wie Tottenham, beispielsweise mit Llorente oder Son, hast der den Ball halten kann, dann wird es extrem schwierig."

Das sagt Favre:

"Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, aber das Tor eine Minute nach der Pause war ein Geschenk. Nachher haben wir überhastet gespielt, und es war sehr schwer, Torchancen zu kreieren. Nach der ersten Halbzeit ist es sehr schwierig, das 0:3 zu akzeptieren."

abspielen

Die Pressekonferenz mit Lucien Favre nach dem 0:3 im Wembley. Video: YouTube/Borussia Dortmund

Das sagt Sportchef Kehl:

"Wir haben in der zweiten Halbzeit insgesamt nicht mehr dagegen gehalten, wir haben keinen Fußball mehr gespielt, hatten kaum Torchancen. Wir haben am Ende zurecht verloren. Das macht uns nachdenklich, daran müssen wir arbeiten."

Die Freude auf der Insel:

12 dramatische Finals der Champions League

Was im Sport gerade noch alles wichtig ist:

Griezmann!? 10 Transfer-Gerüchte zum FC Bayern – gerankt nach Absurdität

Link zum Artikel

Eintracht hip, Gladbach raucht, FCB ganz schlicht: Die neuen Bundesliga-Trikots im Ranking

Link zum Artikel

Ronaldo kämpft vor dem WM-Finale mit dem Tod – warum er trotzdem spielt, bleibt ein Rätsel

Link zum Artikel

Mario Balotelli schließt Wette mit Barbesitzer – und verzockt sich

Link zum Artikel

Weniger Zeitspiel bis neue Handregel: Das sind die neuen Fußball-Regeln

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

11-Jähriger baut Bundesliga-Stadien aus Lego – das ist sein neuestes Werder-Werk

Wenn man an Legosteine denkt, dann kommen einem schnell "Star Wars" oder "Lego Technik" in den Kopf. Fußballstadien kommen da nur wenigen Lego-Architekten in den Sinn. Einer von ihnen ist Joe Bryant. Der Elfjährige aus dem englischen Crawley liebt Fußball – und Lego. Doch der leidenschaftliche Fan von Ipswich Town hat ein besonderes Faible: Deutsche Stadien.

Schon acht Stadien aus der Bundesliga hat Joe aus Legosteinen nachgebaut. Der FSV Mainz 05, der 1. FC Köln und der FC Schalke luden ihn …

Artikel lesen
Link zum Artikel