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In Jerusalem freut man sich über die Unterstützung von Donald Trump picture alliance / Michael Ares/

Israelischer Fußballklub will seinen Namen zu Beitar Trump Jerusalem ändern

Der Fußballklub Beitar Jerusalem hat gute Chancen, diese Saison in Israels höchster Liga auf dem zweiten Platz abzuschließen. Doch ab nächster Saison fügt der Klub seinem Namen noch einen Zusatz hinzu. Neu heißt er dann: Beitar Trump Jerusalem.

Laut einem Facebook-Posting des Klubs will man mit der Namensänderung den amerikanischen Präsidenten würdigen, der Jerusalem "nach 70 Jahren die verdiente Anerkennung verschafft" habe.

Der Klub will damit seinen Dank dafür zum Ausdruck bringen, dass US-Präsident Trump in einem umstrittenen Schritt Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat. Am 70. Jahrestag der Gründung Israels soll am Montag die neue US-Botschaft in Jerusalem ihre Tore öffnen.

Die Reaktionen auf die Bekanntgabe unter dem Facebook-Post sind zu einem sehr großen Teil negativ. Viele bezeichnen die Aktion als "schlechten Witz". Andere finden zwar, dass Trump eine Anerkennung verdient habe, eine Namensgebung gehe dabei aber zu weit.

Da Trump die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zog, dürfte die Huldigung im Vereinsnamen zumindest einigen Fans von Beitar gefallen: Die größte Fangruppe nennt sich La Familia und besteht aus fanatischen Zionisten, die offen gegen Araber und Muslime hetzen. Die berüchtigte Gruppe akzeptiert etwa nur jüdisch-israelische Spieler in ihrem Verein.

Kein "schlechter Witz": Traurige Bundesliga-Absteiger.

Es ist sowieso zweifelhaft, ob der Club seinen Namen überhaupt ändern darf. Die Funktionäre von Beitar Jerusalem benötigen dazu die Zustimmung des Fußballverbandes. Zudem ist der Name Trump in Israel seit 2008 als Marke registriert, was eine Klage zur Folge haben könnte, schreibt "The Jerusalem Post".

(leo)

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