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Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

Kiel verpasst Sprung in die Bundesliga – und wird gefeiert

Vor dem Spiel hatte Kiel ein spielerisches Feuerwerk angekündigt. Holstein startete auch mutig, doch Wolfsburgs Abwehr hielt dem Tempo des Underdogs stand. Die Sensation blieb aus.

Wolfsburg gewann das umkämpfte Relegations-Rückspiel an der Förde mit 1:0 (0:0), der Werksklub kann nach dem Happy End einer Horrorsaison für das 22. Erstliga-Jahr in Serie planen.

Vor dem Spiel zündeten Holstein-Fans Bengalos

Soccer Football - Bundesliga Promotion/Relegation Playoff Second Leg - Holstein Kiel vs VfL Wolfsburg - Holstein-Stadion, Kiel, Germany - May 21, 2018   Holstein Kiel fans light flares before the match   REUTERS/Fabian Bimmer    DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE DURING MATCH TIME TO 15 PICTURES PER GAME. IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO IS NOT ALLOWED AT ANY TIME. FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050

Bild: FABIAN BIMMER/reuters

VfL-Verteidiger Robin Knoche (75.) traf per Kopf zum Auswärtssieg. Dem vermeintlichen Ausgleich durch Kiels Rafael Czichos (86.) verweigerte Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) nach Studium der Videobilder wegen eines Handspiels die Anerkennung.

Das Hinspiel hatte der DFB-Pokalsieger und Vize-Meister von 2015 3:1 gewonnen, insgesamt wirkten die Wölfe einfach abgezockter als der Herausforderer aus dem hohen Norden.

Die Leistung der Kieler wurde dennoch gefeiert

Damit blieb Kiels Trainer Markus Anfang die Krönung vor 12.000 Zuschauern zum Abschied verwehrt. Der 43-Jährige, der nun den 1. FC Köln wieder in die Bundesliga führen soll, hatte die Störche Ende August 2016 in der 3. Liga übernommen. Nach dem Aufstieg in die Zweitklassigkeit spielte er mit seinem Team eine sensationelle Saison und klopfte vehement an die Tür zur großen Fußball-Bühne.

Auch nach der Niederlage wurde das Anfang-Team auf der Tribüne minutenlang gefeiert

Unbeirrt, aber leicht kopflos rannte Kiel weiter an, doch die Uhr tickte für Wolfsburg, das nicht mehr als nötig machte - aber eben auch nicht weniger. In vielen Szenen wurde der Klassenunterschied deutlich. Seydel, Ducksch und Co. waren zwar stets bemüht, doch für ein echtes Fußball-Wunder fehlte ihnen die Durchschlagskraft, vor allem auch im Eins-gegen-Eins.

Doch nach dem Spiel krachte es auch:

Das Scheitern in der Relegation nahm der Großteil der Kiel-Kicker sportlich hin – Mittelfeldspieler Dominic Peitz wollte jedoch doch noch einmal nachkarten: 

Schon auf dem Platz hatte es Streit gegeben: Wolfsburg-Trainer Bruno Labbadia und Kiels Coach Markus Anfang waren nach Kiels nicht gegebenen Ausgleichstreffer nach einem Handspiel aneinander geraden. Es sei um fehlenden Respekt gegangen, zürnte Labbadia.

Fans diskutieren über Relegations-Modus

Braucht die Bundesliga eine Relegations-Phase? Darüber wollten viele Fans nach der Niederlage des Aufstiegs-Aspiranten Kiel diskutieren. 

Mancher bemüht sich da noch um alte Uni-Vergleiche:

Eine Abkehr von der Relegation wird es allerdings wohl nicht geben. 

(pb/dpa)

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