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Holstein Kiel hätte sein Frauenteam nicht feuern sollen – und weiß das jetzt auch

Die "Holstein Women" bleiben Teil der Sportvereinigung Holstein Kiel. Das hat der Fußballklub, dessen Herrenmannschaft in der zweiten Bundesliga spielt, gerade bekanntgegeben. 

Vergangene Woche klang das noch anders.

Was war passiert?

Vor einer Woche hatte Kiel mitgeteilt, dass die Frauenabteilung aus finanziellen Gründen zu einem anderen Klub wechseln soll. Das bergründete der Verein in einer Stellungnahme damit, dass er seine Kräfte für den Herrenbereich und den männlichen Nachwuchs bündeln wolle.

Daraufhin berichteten deutschlandweit Medien über den Vorfall, es hagelte Kritik und es gab zahlreiche Solidaritätsaktionen. 

Auch die Holstein Women protestierten: So blieb die zweite Mannschaft des Frauen-Teams vor einer Woche in der Landesliga gegen Stockelsdorf nach dem Anpfiff einfach stehen und ließ ihre Gegnerinnen ein Tor erzielen.

Anschließend setzten sich die Kielerinnen im Kreis auf den Rasen. Ihre Gegnerinnen solidarisierten sich mit ihnen. Das Spiel wurde schließlich abgebrochen. ("SHZ"/"NDR")

So sah das aus:

Auch die erste Mannschaft protestierte, indem sie in der Regionalliga ohne Holstein-Logo auf dem Trikot antrat.

Das Protestfoto der Kieler Fuzßballerinnen ging durch ganz Deutschland: 

Und Holstein merkte, dass die Kritik lauter war als der Lobgesang über den sensationellen Relegationsplatz der Herren in der zweiten Liga. 

Jetzt lenkt der Klub ein

Holstein-Präsident Steffen Schneekloth räumte in einer Pressemitteilung ein, dass der Verein die Situation um die "Holstein Women" falsch eingeschätzt habe.  Jetzt sei man – nach intensiven, internen Gesprächen – zu einer neuen Einschätzung gekommen. ("NDR" / "Sportbuzzer")

Schneekloth sagte weiter: "Dazu haben auch die vielen positiven Signale beigetragen, die wir aus Politik und Wirtschaft vernommen haben. Mit dieser breiten Unterstützung sind wir zuversichtlich, dass wir gemeinsam die Situation für die 'Holstein Women' nachhaltig verbessern können."

Zudem wolle man Wirtschaft und künftige Sponsoren in die Pflicht nehmen, sodass "die Frauen irgendwann auf eigenen Beinen stehen können". Generell wolle man sich intensiver austauschen zwischen Präsidium und der Frauenabteilung. 

Bei den Frauen will man die Kurz-Trennung vergessen und wieder angreifen – sagt ein Mann:

"Wir sollten jetzt nicht zurückblicken, sondern gemeinsam einen Neuanfang machen. Ich sehe diese Situation auch als Chance für die Women. Dafür haben sie lange gekämpft!"

Bernd Begunk, Trainer der 1. Mannschaft

(bn)

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