Sport
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Milan im Jahr 2005. Gibt es einen Spieler auf dem Foto, den du nicht kennst? bild: imago

Wir suchen die beste Mannschaft der Fußball-Geschichte (und haben 15 Vorschläge)

Sandro Zappella / watson.ch

Vereine

Real Madrid 1960

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Alfredo di Stefano (li.) und Ferenc Puskas waren die Gesichter der Star-Truppe von Real Madrid in den 60er-Jahren. bild: imago sportfoto

Zum fünften Mal in Serie gewinnen die Königlichen 1960 den Europapokal der Landesmeister. Auf die Saison 59/60 stieß mit Ferenc Puskas ein weiterer Superstar zu Real Madrid. Beim 7:3-Finalsieg vor 135.000 Zuschauern im Hampden Park in Glasgow über Eintracht Frankfurt erzielt er vier Tore, die anderen drei Treffer markiert die argentinische Legende Alfredo Di Stéfano.

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Ajax Amsterdam 1971

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Johan Cruyff 1971 gegen den FC Den Haag. bild: imago sportfoto

Die große Ajax-Zeit beginnt bereits 1966, wo das Team in fünf Jahren vier Mal Meister wird und zwei Mal den Pokal gewinnt. Die große Krönung folgt 1971 mit dem ersten Titel im Europapokal der Landesmeister. Der Star ist - und das, obwohl Johan Cruyff zum Team gehört - allerdings der Trainer.

Rinus Michels bringt den holländischen Fußball von der Bedeutungslosigkeit zurück an die Spitze. Er revolutioniert mit Ajax den Fußball, sein sehr offensives und flexibles Spielsystem wird als "Voetbal Totaal", als totaler Fußball, in die Geschichte eingehen. Rinus Michels wechselt zu Barcelona – Ajax gewinnt auch ohne ihn 1972 und 1973 erneut den Europapokal der Landesmeister.

2. Juni 1971:

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Bayern München 1974

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Gerd Müller (re.) und Franz Beckenbauer waren die Stars der Bayern. bild: imago

Sepp Maier, Paul Breitner, Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß und Gerd Müller bilden das Gerüst, welches nicht nur Bayern München zum Europapokalsieger macht, sondern zwei Monate später Westdeutschland auch zum Weltmeistertitel führt.

Im Europapokal-Finale 1974 entsteht der auch heute noch oft zitierte Fußballmythos des "Bayern-Dusels". Luis Aragonés (führte Spanien 2008 als Trainer zum EM-Titel) schießt Atlético Madrid nach 114 Minuten in der Verlängerung in Führung, in der 120. Minute gleicht Bayern durch Georg Schwarzenbeck noch aus. Weil es noch kein Elfmeterschießen gibt, kommt es zum Wiederholungsspiel, welches die Bayern dank je zwei Toren von Hoeneß und Müller mit 4:0 gewinnen.

17. Mai 1974

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Juventus 1983

Bildnummer: 08017485  Datum: 25.05.1983  Copyright: imago/Ferdi Hartung
Michel Platini (Juventus Turin); 305b Fussball Herren xSP vneg vsw quer EC 1 Europapokal der Landesmeister 1982/1983 Finale Athen Hamburger SV (HSV Hamburg) - Juventus Juve Turin 1:0 Aktion Einzelbild Freisteller

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Augen auf für die Mitspieler: Michel Platini. bild: imago sportfoto

Die Schlüsselfiguren des italienischen Weltmeistertitels von 1982 spielen fast ausschließlich bei Juventus. Der beim Titel 40-jährige Dino Zoff genauso wie die beiden Verteidigungs-Strategen Claudio Gentile und Gaetano Scirea. Dazu Mittelfeld-Motor Marco Tardelli und im Sturm Torschützenkönig Paolo Rossi.

Durch die Wechsel des Franzosen Michel Platini (der von 1983 bis 1985 Europas Fußballer des Jahres wird) und des polnischen Star-Stürmers Zbigniew Boniek auf die neue Saison hin wird Juventus unter Trainer Giovanni Trapattoni zur Macht. Das wichtigste Spiel der Saison geht aber verloren. Im Final des Europapokals der Landesmeister unterliegt die alte Dame dem Hamburger SV durch ein Tor von Felix Magath. Den Titel holt Juventus zwei Jahre später, was aber von der Heysel-Tragödie in Brüssel überstrahlt wird.

25. Mai 1983

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Milan 1989

Marco van Basten (li.) und Arrigo Sacchi (beide Milan) liegen sich nach dem Gewinn des Ligapokals in den Armen

Marco van Basten left and Arrigo Sacchi both Milan lie to After the Profit the Ligapokals in the Poor

Marco van Basten (li.) und Arrigo Sacchi liegen sich nach dem Gewinn des Ligapokals in den Armen. bild: imago

Eine italienische Defensive gepaart mit holländischem Offensivdrang – Ende der 80er-Jahre ist ein unter Arrigo Sacchi trainiertes europäisches Schwergewicht entstanden. Das Finale gegen Steaua Bukarest 1989 wird zur großen Show – Milan siegt gleich 4:0. Die beiden Star-Stürmer Marco van Basten und Ruud Gullit treffen doppelt, während die Verteidigung um Paolo Maldini, Franco Baresi und Alessandro Costacurta einmal mehr die Null hält.

24. Mai 1989

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Marseille 1993

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Unter anderem dabei: Desailly, Deschamps und Völler. bild: imago sportfoto

Anfang der 90er-Jahre stellt Olympique Marseille eine der besten Mannschaften der Welt. Als Krönung gewinnen die Franzosen mit den Offensiv-Stars Alen Boksic, Rudi Völler und Abédi Pelé sowie den späteren Weltmeistern Didier Deschamps, Marcel Desailly und Fabien Barthez die erstmalige Austragung der Champions League.

Besonders schön war der Finalsieg gegen Milan, weil der Landesmeister-Torschützenkönig der vergangenen drei Jahre, Jean-Pierre Papin, im Sommer zuvor von Marseille zu den Mailändern wechselte. Nach dem Triumph folgte allerdings der tiefe Fall, wegen eines Bestechungsskandals wurde Marseille in der kommenden Saison für alle europäischen Wettbewerbe gesperrt.

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Ajax 1995

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bild: imago sportfotodienst

Ajax Amsterdam galt lange als Verein mit der besten Jugendförderung der Welt. Die größten Früchte können sie daraus tragen, als sie 1995 unter Louis van Gaal als bisher einziger holländischer Verein die Champions League gewinnen. Dabei steht der Star des Finals nicht mal in der Startelf. Der eingewechselte Patrick Kluivert erzielt das Siegtor kurz vor Spielende.

24. Mai 1995

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Man United 1999

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Die Helden aus Manchester feiern ihren Sieg in der Königsklasse gegen die Bayern. bild: imago sportfoto

"The class of '92" und ihr größter Erfolg. David Beckham, Nicky Butt, Ryan Giggs, Gary Neville, Phil Neville und Paul Scholes. Alle kamen sie 1992 unter Sir Alex Ferguson in die erste Mannschaft von Manchester United. Einige Jahre später holen sie im denkwürdigsten Champions-League-Finale der Geschichte den großen Titel – und dies obwohl Captain Roy Keane und Paul Scholes im Endspiel fehlen.

26. Mai 1999

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Milan 2005

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Die Spieler des Liverpool FC haben allen Grund zum jubeln, nach der verkorksten ersten Halbzeit treffen sie nach einer fulminanten Aufholjagd zum 3:3 Ausgleich. Bild: imago

Es ist die Milan-Mannschaft, die wohl die bitterste Erfahrung der Vereinsgeschichte machte. Im Champions-League-Finale führt das Team von Carlo Ancelotti gegen Liverpool zur Halbzeit 3:0. Die "Reds" gleichen die Partie innerhalb von sechs Minuten aus und gewinnen am Ende im Elfmeterschießen.

Auch in der Serie A reichte es Milan nur zu Rang zwei hinter Juventus. Und trotzdem war es eine der besten Mannschaften der Fußball-Geschichte. Zwei Jahre später holen sie praktisch unverändert doch noch die Champions League – der Erfolg ist gleich doppelt schön, denn der Finalgegner heißt erneut Liverpool.

25. Mai 2005

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Barcelona 2009

Lionel Messi (li.) und Andres Iniesta (beide FC Barcelona) - Champions League Sieger 2009 - PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY

Lionel Messi (li.) und Andres Iniesta feiern den Sieg in der Champions League. bild: imago

Der FC Barcelona gewinnt unter Pep Guardiola das "Triple". Der Triumph in der Champions League ist auch dem 21-jährigen Lionel Messi zu verdanken, der auf dem Weg zum Titel neun Tore erzielt und so bester Torschütze des Turniers wird. Unterstützt wird er im Sturm von Samuel Eto'o und Thierry Henry, im Mittelfeld setzt das Trio aus Xavi, Andrés Iniesta und Sergio Busquets neue Maßstäbe. Die ganze Welt bewundert zu jener Zeit Barças gefürchtetes Kurzpassspiel, das Tiki-Taka.

27. Mai 2009

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Real Madrid 2016 bis 2018

Madrid, Spanien 01.05.2018, UEFA Champions League - 2017/18 Season, Semi-finals, Halbfinale, Second leg, Rueckspiel, Real Madrid - FC Bayern Muenchen, Toni Kroos (Real Madrid) und Cristiano Ronaldo (Real Madrid) jubeln nach dem spiel ( DeFodi048 *** Madrid Spain 01 05 2018 UEFA Champions League 2017 18 Season Semi finals Semifinals Second leg Relegation Real Madrid FC Bayern Munich Toni Kroos Real Madrid and Cristiano Ronaldo Real Madrid cheer for DeFodi048

Toni Kroos und Cristiano Ronaldo feierten in den letzten Jahren nicht nur einmal. bild: imago

Real Madrid dominiert unter Zinédine Zidane die Champions League und gewinnt den Wettbewerb gleich drei Mal in Serie. Das Team verändert sich dabei kaum – bloß 13 verschiedene Spieler stehen während der drei Erfolge in der Final-Startaufstellung. Für den Unterschied sorgt meist Cristiano Ronaldo, der in den drei Kampagnen jeweils Torschützenkönig wird und in den drei Jahren in der Champions League 43 Tore erzielt.

28. Mai 2016

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Nationalmannschaften

Brasilien 1970

Weltmeisterschaft Finale, Brasilien - Italien in Mexiko-Stadt, v.li.: Rivelino, Pele, Jairzinho (alle Brasilien)

World Cup Final Brazil Italy in Mexico City v left Rive Lino Pele Jairzinho all Brazil

Brasilien gegen Italien in Mexiko-Stadt: Rivelino, Pele, Jairzinho. bild: imago sportfoto

Als "beste brasilianische Mannschaft der Geschichte" wird das Team von 1970 sogar noch heute bezeichnet. Dabei hätte die WM in Mexiko beinahe ohne Superstar Pelé stattgefunden. Vor der WM spielte dieser unter Trainer João Saldanha keine Rolle mehr, wurde öffentlich als zu alt und dick bezeichnet. Es wurde ihm gar eine Sehschwäche nachgesagt. Pelé wurde fast zwei Jahre nicht mehr für die "Seleção" aufgeboten, doch die brasilianische Regierung machte Druck, Pelé für die WM zurück ins Kader zu berufen. Saldanha schmiss beleidigt hin, Mário Zagallo übernahm und machte den 29-jährigen Pelé wieder zum Schlüsselspieler.

Angeführt von Pelé holt Brasilien dann seinen dritten Weltmeister-Titel – es ist auch der dritte für Pelé, der schon 1958 mit 17 Jahren und 1962 mit 21 dabei war. Während Pelé eher vom Mittelfeld aus agierte, wurde die Offensive durch Superstars wie Jairzinho (sieben Turniertreffer), Tostão, Gérson und Roberto Rivelino ergänzt. Die Gegner waren chancenlos, im Schnitt schossen die Südamerikaner über drei Tore pro Spiel und im Finale hatte Italien beim 4:1 keine Chance.

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Frankreich 1998

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Thierry Henry (rechts) und Zinedine Zidane feiern 1998 den Weltmeistertitel. bild: imago

1994 verpasste Frankreich die WM noch, vier Jahre später sind sie plötzlich Weltmeister. Angeführt vom überragenden Zinédine Zidane, der im Finale gegen Brasilien (3:0) zwei Tore erzielt, spielt sich die "Equipe Tricolore" zum Titel. Noch keine große Rolle spielen die späteren Weltklasse-Spieler Patrick Vieira (damals 22) sowie Thierry Henry und David Trezeguet (damals 20), die bloß als Joker eingesetzt werden.

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Brasilien 2002

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Ronaldo überlistet im Finale der WM Oliver Kahn. bild: imago

Was war das für eine Schock-Nachricht für die Brasilianer. Einen Tag vor dem ersten WM-Spiel verletzt sich Kapitän Emerson – weil er sich im Training ins Tor stellt und sich dabei die Schulter ausrenkt.

Doch die Brasilianer sind auch ohne ihren Spielführer nicht zu stoppen – vor allem die Offensive. 15 Treffer erzielt das überragende Sturm-Trio bestehend aus Ronaldo (acht Tore), Rivaldo (fünf) und Ronaldinho (zwei) an dieser WM-Endrunde. Es beeindruckt vor allem auch die Breite des gesamten Kaders – Spieler wie Denílson oder Kaká kamen nur als Einwechselspieler zu Einsätzen.

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Spanien 2012

CASILLAS Iker Kapitaen Team Spanien bei der Siegeehrung mit EM Pokal TEAM SPANIEN EUROPAMEISTER 2012 bei der Siegeehrung UEFA Fussball Europameisterschaften 2012 in Polen und der Ukraine FINALE Spiel Nr.31 Italien-Spanien 0 : 4 am 01.Juli 2012 in Kiev PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxSWExNORxDENxFINxONLY

Casillas Iker Captain team Spain at the Victory ceremony with euro Cup team Spain European championship 2012 at the Victory ceremony UEFA Football European Championships 2012 in Poland and the Ukraine Final Game No 31 Italy Spain 0 4 at 01 July 2012 in Kiev

Spanien holt 2012 überlegen die Europameisterschaft bild: imago

Es war der letzte Titel unter Spaniens Fußball-Herrschaft mit der Nationalmannschaft. 2008 gab es bei der EM endlich den ersten großen Titel für die "Furia Roja" seit 1964. 2010 folgte der erste Weltmeister-Titel, 2012 gewannen die Spanier nochmals die EM. Während sie beim WM-Titel 2010 noch gegen die Schweiz verloren und ab der K.-o.-Phase minimalistisch mit vier 1:0-Siegen den Titel holten, konnten sie 2012 nochmals richtig überzeugen. Im Finale wurde Italien gleich mit 4:0 vom Feld gefegt. Ironischerweise wurde mit Fernando Torres ein Spieler Torschützenkönig, der meist nur eingewechselt wurde.

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