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Bild: imago sportfotodienst

Diese 11 Typen spielen ganz sicher in deiner Kreisklassen-Truppe

Patrick Toggweiler / watson.ch

Die Lunge

Mit seinem Körperbau à la Joey Kelly ist die Lunge für mindestens die Hälfte aller Laufkilometer des Teams verantwortlich. Ob diese Kilometer clever abgespult werden oder nicht, spielt in der zweiten oder gar dritten Mannschaft keine Rolle – Hauptsache Kilometer. Lungen kaschieren ihre wenig eindrückliche körperliche Präsenz gerne mit riesigen Hosen, welche spätestens ab Windstärke fünf zur Hypothek werden. Flanken können sie leider selten – könnten sie es, wären sie in der ersten Mannschaft. 

Der Mann mit dem Bums

Der Antagonist der "Lunge" ist der "Mann mit dem Bums". Von stattlicher Körperfülle ist das Rennen nicht seins. Nein, der Mann mit dem Bums lebt für die ruhenden Bälle. Mit Vollspann und maximalem Krafteinsatz drischt er den Ball in die ungefähre Himmelsrichtung des gegnerischen Tores. Und obwohl sein Verhältnis von Toren zu Hirnerschütterungen und kaputten Scheiben äußerst ungünstig ist, zeigt sich der Mann mit dem Bums verklärt beratungsresistent – und hämmert weiter Bälle kaputt.

Der 10-Meter-Radius

Der 10-Meter-Radius kann der Mann mit dem Bums sein, muss aber nicht. Er kann auch im Tor stehen (erstaunlich geschmeidig), den Regisseur machen (erstaunliche Ruhe und Übersicht) oder im Sturm die faule Sau (erstaunliches Stellungsspiel). Irgendwas ist am 10-Meter-Radius aber immer erstaunlich und jeder wundert sich, wie er kickte, als er noch keinen 10-Meter-Radius hatte.

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Der Lebemann

Der "Lebemann" atmet nicht, er rasselt. Und das bereits eine Stunde vor Anpfiff. Dank intensiver Geräuschabgabe sind seine Mitspieler immer bestens darüber informiert, wo auf dem Feld er sich gerade übergibt – und dass er noch lebt. Andere Erkennungszeichen sind der hochrote Kopf, die geplatzten Äderchen im Gesicht und die Captagon-Schachtel in der Trainingstasche. Wenn er in der Halbzeit einem Kollegen Platz machen muss, protestiert er nur verbal – seine Augen signalisieren tiefe Dankbarkeit. Beim Pausentee schwört er seinem lasterhaften Lebensstil ab, spätestens wenn ein Teil der Mannschaft nach dem Spiel in den "Ratskeller" weiterzieht, sind die guten Vorsätze Geschichte.

Die Zeitbombe

Neben dem Platz eher von der ruhigen Sorte fällt die "Zeitbombe" im Normalbetrieb auch auf dem Spielfeld nicht auf. Doch wehe seine kurze Zündschnur fängt Feuer. Selbstverständlich waren alle 15 roten Karten seiner Laufbahn völlig unberechtigt – wie er auch nichts dafür kann, dass sein Fernseher ab und zu beim FIFA speilen aus dem Fernseher fliegt.

Wie der hier:

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Video: YouTube/Ahmad Abdul Razek

Der Pechvogel

Wer rutscht im dümmsten Moment aus? Der Andi. Wer verletzt sich beim Jubeln? Der Andi. Und wer erfährt beim Aufstiegsfest, dass seine Freundin Schluss macht? Der Andi. Andi hat so viel Pech, dass einige Kollegen lieber mit dem Auto ins Trainingslager nach Portugal fahren, als mit ihm in den Flieger zu steigen.

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Das Talent

Wenn er fünf Minuten vor dem Spiel doch noch auftaucht, hört man nicht nur den "Lebemann" lautstark aufatmen. Auf dem Platz trifft das Talent drei Mal und gibt zwei Assists, doch gleich nach dem Spiel verschwindet es sofort wieder – es brennt ja auch noch andernorts. Das Talent meistert das Leben auf und neben dem Platz mit der Eleganz eines russischen Akrobaten. Wieso er nicht in der ersten Mannschaft spielt? Weil sein Freiwilligeneinsatz fürs Kinderhilfswerk und zeitgleiches sein Studium zum Meeresbiologen dies nicht zulässt.

Der "Ich hab mal höher gespielt"-Typ

1988 hätte er es fast in die D-Jugend von Schalke 04 geschafft. Von den Probetrainings bei Fortuna Köln, Alemannia Aachen und dem MSV Duisburg ganz zu schweigen. Die dilettantischen Versuche seiner Kollegen, das Spiel aufzubauen, darf er also völlig zu recht mit Händeverwerfen und abschätzigen Gesten kommentieren. In der nächsten Saison spielt er wieder woanders.

Die gute untalentierte Seele

Er bringt die Bälle ins Training, organisiert den Grillabend und macht im Oktoberregen den Linienrichter für die Junioren. Sein Einsatz als Funktionär ist unbestritten – und als Dank darf er hin und wieder für die zweite Mannschaft in die Hosen. Dort gefährdet er dann Leib und Leben. Sich seiner Performance durchaus bewusst, schleicht er mit gesenktem Kopf vom Platz – nur um am nächsten Wochenende wieder topmotiviert aufzukreuzen.

Der Knochenbrecher

Seine Lieblingsposition ist die des Liberos. Sein Lieblingswetter ist Nieselregen. Er läuft langsam und grätscht immer – auch im Training. Sein Motto bei jedem Tackling: "Wenn ich den Ball und den Gegenspieler bekommen kann, dann nehme ich nur den Gegenspieler."

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Der Dribbler

Für den Dribbler ist jeder Ballkontakt ohne Eins gegen Eins Situation ein überflüssiger Ballkontakt. Um sich an einem Verteidiger zu versuchen, nimmt er gerne auch den Schwung aus dem Angriff oder ignoriert Überzahlsituationen. Fast noch schlimmer als die Alleingänge ist die parallel zur Anzahl der Ballverluste steigende Wehleidigkeit. Und so bestraft der Dribbler seine Teamkollegen nicht nur mit verzockten Chancen, sondern auch mit unsäglichem Gejammere. Besonders, wenn er nicht seine Lieblingsnummer auf dem Trikot tragen darf.

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