Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Wie ein Foto das Sportjahr 2018 veränderte – der Fall Özil in 11 Akten

Fußball hat viel mit Politik zu tun. Die Affäre um die Erdogan-Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan machte viele dieses Jahr ähnlich wütend wie das WM-Scheitern. Der ganze Streit darum  gab schmerzhafte Einblicke in deutsche Befindlichkeiten im Jahr 2018.

Das Drama um Mesut Özil hätte auch William Shakespeare ausreichend Stoff für ein Schauspiel geboten. Ein Skandal um ein Foto, Eitelkeiten und Enttäuschungen, viele Missverständnisse, ein gefallener Liebling der Massen, drei (ungekrönte) Regenten, ein ungeschickter Fußball-Präsident und der bis heute ungeklärte Einfluss einer Frau – das ist der Rahmen für ein unwürdiges Spektakel, das an einem Abend im Mai in einem Hotel in London seinen Anfang fand und an dessen Ende es für den deutschen Fußball nur Verlierer gibt.

Ein Rückblick in elf Akten auf den großen Aufreger des Sportjahres:

Der Affront

Kritik am Erdogan Foto an Ilkay Guendogan (Deutschland, Germany) und Mesut Oezil (Deutschland Germany) auf einem Plakat - 08.06.2018: Deutschland vs. Saudi-Arabien, Freundschaftsspiel, BayArena Leverkusen *** Criticism of Erdogan Photo of Ilkay Guendogan Germany Germany and Mesut Oezil Germany Germany on a poster 08 06 2018 Germany vs Saudi Arabia Friendlies BayArena Leverkusen

Fans halten das Foto hoch, mit dem alles begann: Erdogan mit Özil und Gündogan. Bild: imago sportfotodienst

Im Londoner Hotel Four Seasons veranstaltet die Partei des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ein Charity-Dinner. Geladen sind auch die Fußball-Profis Mesut Özil und Ilkay Gündogan. Die Jungs aus dem Ruhrpott mit türkischen Wurzeln lassen sich mit dem umstrittenen Politiker ablichten, überreichen Trikots. Gündogan schreibt "für meinen verehrten Präsidenten, hochachtungsvoll". Die Erdogan-Partei verbreitet diese Bilder mitten im türkischen Wahlkampf per Twitter – zwei deutsche Fußball-Nationalspieler an der Seite des in Deutschland als Feind der Demokratie geächteten Erdogan sind ein PR-Coup.

Die Reaktion

DFB-Präsident Reinhard Grindel reagiert schnell und klar in der Sache: Man respektiere die besondere Situation der Spieler mit Migrationshintergrund:

"Aber der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden."

Özil und Gündogan hätten sich für den Wahlkampf Erdogans "missbrauchen lassen". Oliver Bierhoff kündigt eine Aussprache an. "Die Beiden waren sich der Symbolik und Bedeutung dieses Fotos nicht bewusst, aber natürlich heißen wir die Aktion nicht gut und besprechen das mit den Spielern", sagte der DFB-Teammanager.

Bild

DFB-Präsident Reinhard Grindel Bild: imago sportfotodienst

Einhellig ist das Urteil aus der Politik. Von rechts außen kommt schnell die Forderung, das Duo aus der Nationalmannschaft zu werfen. Diese Notwendigkeit sieht Grindel nicht. Sein Statement überrascht aber insofern, als dass er selbst keine Probleme hat, mit chinesischen Politikern Kooperationsverträge zu schließen. Womöglich ist die Erdogan-Kritik aber auch ein eigenes Wahlkampfmanöver gegen die Türkei, den Konkurrenten der DFB-Bewerbung um die EM 2024.

Die Nominierung

Nur einen Tag nach dem ersten großen Wirbel nominiert Joachim Löw seinen vorläufigen WM-Kader. Der DFB lenkt im Fußballmuseum in Dortmund mit einem Coup vom Thema ab. Der Bundestrainer und sein Team bekommen neue Verträge bis 2022. Doch "Özil&Gündogan" bleibt auf der Agenda. Löw spricht von einer unglücklichen Aktion, macht aber deutlich, beide fahren zur WM. "Selbstverständlich nicht. Daran habe ich nicht gedacht. Zu keiner Sekunde!", sagt er über eine mögliche Ausbootung des Duos. Erdogan wird am gleichen Tag in London von der Queen empfangen.

Bei Steinmeier

Bild

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Bild: imago stock&people

Das Interesse am Thema ebbt ab. Fußball-Deutschland freut sich auf das Pokalfinale zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt. Kurz vor dem Anpfiff kommt die Nachricht: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat beide Spieler empfangen  auf Wunsch – Gündogans, wie sich später herausstellt. Fotos werden publiziert, wie alle drei über den Hof im Schloss Bellevue spazieren.

"Heimat gibt es auch im Plural", macht Steinmeier seine Überzeugung deutlich, die in den kommenden Wochen kaum noch eine Rolle spielen wird. Özil sagt in einem schriftlichen Statement: "Ich bin hier aufgewachsen und stehe zu meinem Land." Viel mehr wird er für die kommenden zwei Monate öffentlich nicht äußern. Das Thema ist wieder in den Schlagzeilen.

In Südtirol

Das Nationalteam bricht zum Trainingslager nach Südtirol auf. Und hat das Thema als Problem im Gepäck. Özil und Gündogan spalten das Land, es gibt Unterstützung, aber auch massive bis unsachliche Kritik. Ein SPD-Politiker aus Hessen beleidigt sie gar als "Ziegenficker". Die AfD nutzt jede Gelegenheit, um zu polarisieren. In Eppan stellt Löw klar, dass das Thema in der Mannschaft "kein Problem" sei. Beim Test in Österreich (1:2) erzielt Özil das deutsche Tor, wird aber wie Gündogan von einigen Fans ausgebuht. Bierhoff fordert, man dürfe die Beiden nicht "auf ewig verdammen". Kanzlerin Angela Merkel spricht bei ihrem Besuch in Eppan angeblich mit dem Duo "unter sechs Augen".

Beim traditionellen Medientag sprechen alle Spieler, auch Gündogan, aber nicht Özil. Der wird beim Training auf dem Rad fotografiert. Gündogan äußert sich differenziert, nimmt Kritik an, erläutert die Beweggründe für die Fotos und wehrt sich gegen Anfeindungen.

In Leverkusen

Bei der WM-Generalprobe gegen Saudi-Arabien (2:1) spielt Özil nicht. Gündogan wird eingewechselt und ausgepfiffen. Löw ist darüber erbost. "Dass ein Nationalspieler so ausgepfiffen wird, hilft niemandem." Schon vor dem Spiel macht Bierhoff einen Fehler und bezichtigt im ARD-Interview die Medien, das Thema immer wieder aufzubauschen. Die Basta-Rhetorik ist ein Zeichen von Schwäche.

In Watuniki

Das historische sportliche Scheitern in der WM-Gruppenphase gegen Mexiko (0:1), Schweden (2:1) und Südkorea (0:2) hat primär nichts mit Özil und Gündogan zu tun. Die Mannschaft spielt in Russland kollektiv schlecht. Özil hat sogar mit die besten statistischen Werte im schwachen deutschen Team – und wird doch von vielen als WM-Buhmann abgestempelt. Wieder setzt es vom rechten Rand dumpfe Verunglimpfung. Aus der Mannschaft wird mittlerweile eingeräumt, dass die Thematik "ein bisschen gestört" habe, wie Kapitän Manuel Neuer meint. Özil schweigt weiter beharrlich zu allen Vorwürfen. Gündogan ist seit seinen Äußerungen in Südtirol aus der Schusslinie.

Die Breitseiten

30.11.2018, GER, Saison 2018/2019, DFB, Deutscher Fussbalbund Frauenfussbal, Frauennationalmannschaft Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg offiziell vorgestellt Bild zeigt Oliver Bierhoff, DFB-Direktor Nationalmannschaften und Akademie, *** 30 11 2018 GER Season 2018 2019 DFB Deutscher Fussbalbund Frauenfussbal Womens National Team National Coach Martina Voss Tecklenburg officially introduced Picture shows Oliver Bierhoff DFB Director National Teams and Academy

Mannschaftsmanager Oliver Bierhoff Bild: imago sportfotodienst

Das WM-Desaster ist eine Woche her und Löw längst im Urlaub, da verzettelt sich Bierhoff mit missverständlichen Aussagen zur Rolle Özils. Man hätte überlegen sollen, aus sportlichen Gründen auf ihn zu verzichten, sagt er in einem Interview, rudert dann wieder zurück. Es bleibt aber der Eindruck: Özil wird zum WM-Buhmann abgestempelt. Wer nun ein präsidiales, moderierendes Wort von Grindel erwartet, wird enttäuscht. Der DFB-Boss gießt verbal Öl ins Feuer und gibt ebenfalls in einem Interview die Forderung aus: Özil müsse sich nun endlich erklären. Statt den Spieler gegen die laufende Hetze im Netz zu schützen, wird er zum Sündenbock gemacht.

Der Rücktritt

Eine Woche nach dem WM-Finale kommt das von Grindel geforderte Özil-Statement, aber es sieht ganz anders aus, als erwartet. Beim DFB dachte man, Özil würde sich für die Fortsetzung im Deutschland-Trikot entscheiden, quasi klein beigeben. Im Gegenteil: In einer dreiteiligen Social-Media-Offensive rechnet Özil ab. Er erklärt, warum er die Fotos immer wieder machen würde und attackiert schließlich neben Sponsoren und Boulevardmedien den DFB und vor allem Grindel.

"Mit schwerem Herzen und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr für Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre."

So endet das Statement und damit Özils DFB-Karriere nach 92 Länderspielen und dem WM-Titel 2014 als Krönung.

Die Reaktionen

Der Rassismus-Vorwurf wiegt schwer. Schnell weist der DFB alle Anschuldigungen zurück. Doch Grindel gerät wie Bierhoff unter Druck. Das miserable Krisenmanagement fällt ihnen auf die Füße. Das Thema beschäftigt Deutschland im Sommerloch. Längst ist es ein Politikum, das alle Parteien für ihre Interessen instrumentalisieren. Özil steht stellvertretend für hunderttausende Deutsche türkischer Herkunft und deren angebliche Integrationsprobleme.

In der öffentlichen Wahrnehmung kommt Özil weiter schlecht weg. Die Erklärung sei ihm vom Berater diktiert worden, er dazu intellektuell gar nicht in der Lage. Oder: Die Familie seiner Freundin habe private Kontakte zu Erdogan, sie sei der Grund für den ganzen Schlamassel.

Schnell kommt es zudem zu einer großen Fehlinterpretation. Obwohl Özil nicht von Rassismus in der Nationalmannschaft selbst geschrieben hat, verteidigen sich Akteure aus dem elitären DFB-Kreis. Geäußerte Worte und gefühlte Wahrheiten verschwimmen. Haften bleibt der große Zorn Özils, vom DFB in schweren Stunden allein gelassen worden zu sein und beim DFB die Enttäuschung, dass der vermeintliche Prototyp der gelungenen Integration einem plötzlich so fremd vorkommt.

"Das ist jetzt hoffentlich endlich mal unsere Debatte!"

abspielen

Video: watson/Yasmin Polat, Lia Haubner

Die Enttäuschung

19. November 2018: Gelsenkirchen, Veltins Arena: Fussball UEFA Nations League 6. Spieltag: Deutschland - Niederlande: Deutschlands Bundestrainer / Trainer Joachim (Jogi) Loew. *** 19 November 2018 Gelsenkirchen Veltins Arena Football UEFA Nations League 6 Matchday Germany Netherlands Germanys national coach coach Joachim Jogi Loew

Bild: imago sportfotodienst

Löw schweigt auch. Sogar noch länger als Özil. Bei der mit viel Brimborium angekündigten, aber mit wenig Inhalt gefüllten WM-Analyse Ende August spricht dann auch der Bundestrainer und erzählt von der Enttäuschung, dass jeder Kontaktversuch zu seinem einstigen Lieblingsschüler nach dessen Rücktritt vergeblich war. "Ich habe mehrfach versucht, ihn zu erreichen, per SMS oder per Telefon. Es ist mir nicht gelungen, ihn ans Telefon zu bekommen." Das Thema sei "nervenaufreibend", aber nicht die Ursache für den WM-K.o. gewesen.

Einen Monat später versucht Löw nochmals, Özil zu sprechen. Beim Besuch der Arsenal-Akademie in London bekommt er seinen Ex-Spieler aber wieder nicht zu Gesicht. "Wir hätten uns gerne mit Mesut unterhalten. Aber wir müssen akzeptieren, dass er momentan das Gespräch mit uns nicht haben will", sagt Bierhoff.

Grindel hat mittlerweile sein Fehlverhalten eingesehen. Kurz vor dem EM-Zuschlag für Deutschland im Zweikampf mit der Türkei sagt er: "Ich hätte mich angesichts der rassistischen Angriffe an der einen oder anderen Stelle deutlicher positionieren und vor Mesut Özil stellen müssen. Da hätte ich klare Worte finden sollen."

(pbl/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Miracle Morning – wo Yotta seine Motivationsübungen geklaut hat 

Link zum Artikel

Leeds-Coach rechtfertigt Spionage – und legt einfach all seine Analysen offen

Link zum Artikel

"Nur noch Gucci" wird jetzt auch auf dem Rasen gelebt – von einem Ex-Hannover-Star

Link zum Artikel

Riesen-Leak von Millionen Passwörtern – so kannst du prüfen, ob du betroffen bist

Link zum Artikel

Heute geht's gegen Serbien: So wird Deutschland noch Gruppensieger

Link zum Artikel

So verdreht Gensheimer sein Gummi-Handgelenk – und noch mehr Handball-Tricks

Link zum Artikel

Brexit oder Kriegsfilm – erkennst du diese Zitate?

Link zum Artikel

So bringst du deinen Film auf die Berlinale

Link zum Artikel

Wie Fortuna Düsseldorf den Stadionbesuch für Frauen sicherer machen will

Link zum Artikel

13 Hunde, die dein eiskaltes Herz ein bisschen zum Schmelzen bringen

Link zum Artikel

Impfgegner gehören zu den größten Gefahren für die Weltgesundheit – sagt die WHO

Link zum Artikel

Offenbar ist auch AfD-Chef Gauland selbst im Visier des Verfassungsschutzes

Link zum Artikel

Ob Ronald McDonald weint? Jeder darf seinen Burger nun "BigMac" nennen!

Link zum Artikel

"Stelle nach Schwanzlänge auf" – Oberliga-Trainerin kontert Sexismus-Frage

Link zum Artikel

Bird Box, Tide Pods, Ice Bucket – warum wir nicht ohne virale Challenges können

Link zum Artikel

Totales Brexit-Chaos? Diese Grafik verschafft dir den Überblick

Link zum Artikel

Erst Super-Bowl-Sieg, dann Star in Police Academy: Die Geschichte von Bubba Smith

Link zum Artikel

Töpperwien vs. Yotta: Warum sich die Dschungelcamp-Kandidaten so hassen

Link zum Artikel

Der britische Fußball spaltet sich am Brexit – profitiert die Bundesliga?

Link zum Artikel

Theresa May und ihr Brexit-Deal: Wer ist die Frau, auf die ganz Europa schaut?

Link zum Artikel

Der neueste Social-Media-Hype heißt #10YearChallenge – und alle sind dabei 

Link zum Artikel

Neue Welle der Homosexuellen-Verfolgung in Tschetschenien: "Sie wurden zu Tode gefoltert"

Link zum Artikel

Rote Karte, Zeitstrafen und "Schritte": Das sind die 10 wichtigsten Handball-Regeln

Link zum Artikel

Brexit-Showdown – dank diesen Cartoons kannst du mitreden

Link zum Artikel

Mann macht WCs in Nationalpark sauber – und schickt Trump die Rechnung

Link zum Artikel

GZSZ-Star Felix van Deventer plaudert im Dschungel Baby-News aus

Link zum Artikel

Spiderman lebt! Und was der neue Trailer zu "Far From Home" noch verrät

Link zum Artikel

Vor dem Frankreich-Spiel – die 3 Szenarien fürs Weiterkommen

Link zum Artikel

Dschungel-Tag 4: Sybilles Geständnis, Kalenderspruch-Yotta und was keinem auffiel

Link zum Artikel

Das sind die besten Drohnenbilder des Jahres 2018

Link zum Artikel

Erst Schnee, jetzt Überschwemmungen –Süddeutschland kämpft mit Hochwasser

Link zum Artikel

Tschüss Windows 7! Microsoft-System nähert sich Support-Ende

Link zum Artikel

Heute fällt die Brexit-Entscheidung – diese 5 Punkte sollte jeder kennen

Link zum Artikel

Über 100.000 Retweets? Kein Wunder. Diese 21-Jährige turnt und tanzt einfach perfekt

Link zum Artikel

7 Gründe, warum ich Andy Murray im Tennissport vermissen werde

Link zum Artikel

"Kein Clan wäre so naiv" – ein Clan-Insider hat für uns "Dogs of Berlin" analysiert

Link zum Artikel

Danzigs Bürgermeister stirbt nach Messerattacke – Angreifer in Haft

Link zum Artikel

Die Schauspielschule des FC Barcelona präsentiert: Die Synchron-Schwalbe

Link zum Artikel

"Wirtschaftliche Zerstörung" – wieso Trump sich jetzt mit Erdogan anlegt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Das Einzige, das nach dem WM-Aus leid tun muss: Marco Reus

Toni Kroos sagte nach seinem Kunstfreistoß gegen Schweden in die Kamera: "Man hat das Gefühl, dass es viele Leute in Deutschland gefreut hätte, wenn wir heute rausgegangen wären.“ Das ist schon komisch, dass der amtierende Weltmeister im eigenen Land so viele Hater hat.

Nur, der Weltmeistertitel scheint wie eine Ewigkeit her zu sein. Deutschland war im Juli 2014 ein anderes Land. Der erste Flüchtlingsstrom war noch ein Jahr entfernt, die AfD lag in Umfragewerten bei 5 Prozent und RB Leipzig …

Artikel lesen
Link zum Artikel