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Türkische Fans bei einem Spiel zwischen der Türkei und Deutschland im Jahr 2010.  bild: imago

Darf Özil nach seinem Rücktritt für die Türkei spielen?

Gutefrage.net fragt, wir antworten

watson sport

Erste Anlaufstelle bei allen Lebensfragen ist das Online-Portal gutefrage.net. Passend zur WM explodiert der Internet-Alleswisser mit wichtigen, unwichtigen und skurillen Fragen. Wir haben die meistgestellten Fußball-Fragen herausgesucht und geben euch jeden Tag eine passende Antwort dazu. Klugscheißen beim Grillabend und an der Kneipentheke steht nichts mehr im Weg.

GTA5Real fragt:

Wird Özil nun für die Türkei spielen oder wird er sich aus dem internationalen Fußball zurückziehen?

watson antwortet: Nein, Mesut Özil wird nach seinem Verzicht auf weitere Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft nicht für die türkische Fußballauswahl spielen. Er darf auch gar nicht – nicht nur, weil er seit 2007 nicht mehr im Besitz einer türkischen Staatsbürgerschaft ist.

Der Fußball-Weltverband Fifa schreibt in seinen Statuten fest, dass ein Spieler nach dem ersten Pflichtländerspiel im Seniorenbereich nicht mehr für einen anderen nationalen Verband auflaufen darf. Özil hat insgesamt 92 A-Nationalmannschaftspartien für den DFB bestritten.

In seinem ersten Interview wusste der junge Mesut noch nicht, dass man nicht für beide Länder spielen darf:

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Video: YouTube/Anne Wohlgemuth

Anders sieht es aus, wenn man nur in Testspielen für eine Nationalmannschaft aufgelaufen ist. Beispiel Roman Neustädter: der ehemalige Schalker Defensivspieler bestritt zwei Freundschaftsspiele für die DFB-Elf, entschied sich 2016 jedoch gegen weitere Einsätze und spielte die im selben Sommer ausgetragene Europameisterschaft für Russland, deren Pass er aufgrund seiner Herkunft als Russlanddeutscher beantragen konnte und schlussendlich auch erhielt.

Eine weitere Ausnahme stellte der Kosovo auf: Das Balkan-Land, das 2008 unilateral seine Unabhängigkeit von Serbien ausrief, wurde 2016 als 55. Mitglied in die UEFA aufgenommen. Um ein wettbewerbsfähiges Team stellen zu können, wurde kosovarisch-stämmigen Fußballern, die bereits für einen anderen nationalen Verband Pflichtspiele bestritten hatten, ein Wechsel in die Nationalmannschaft des Kosovo ermöglicht. So hat der kosovarische Torwart, Kapitän und Rekordspieler Samir Ujkani vor seiner ersten Berufung in den Kosovo-Kader bereits 20 Partien für Albanien absolviert.

Dass es früher nicht so eng genommen wurde mit den Verbandswechseln beweist am besten Alfredo Di Stéfano: Die Real-Madrid-Legende lief 1947 in sechs Partien für sein Geburtsland Argentinien auf, bevor er 1949 in vier inoffiziellen Spielen die Farben Kolumbiens trug. Von 1957 bis 1961 war er in 31 Matches Spaniens Stürmer Nummer 1.

(ds)

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