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Bild: defodi / imago sportfotodienst

Götze macht sprachlos und 6 weitere Erkenntnisse der Champions League

Sandro zappella 

Mané zerstört Neymar

Es war nicht der Abend des teuersten Fußballers der Geschichte. Neymar fand wie die ganze PSG-Offensive bei der 2:3-Niederlage gegen Liverpool nie richtige Bindung zum Spiel. Noch schlimmer, der Brasilianer wurde sogar zum Verteidigen gezwungen und bewies, dass er sich am eigenen Strafraum deutlich weniger wohl fühlt, als in der Gefahrenzone des Gegner.

Als Sadio Mané im 1-gegen-1 auf Neymar zudribbelt, zerknotet der Senegalese beinahe die Beine des Superstars und lässt ihn locker stehen. Lediglich der Abschluss von Mané gehört dann zur Kategorie Eckfahnen-Zielschießen.

Salah so schwach wie lange nicht mehr

Nach seiner fast perfekten letzten Saison, kommt Mohamed Salah in dieser Spielzeit einfach nicht auf Touren. In der Liga schoss er in fünf Partien "erst" zwei Tore und gegen PSG misslang dem Ägypter gestern praktisch alles.

Doch Salah war nicht bloß offensiv ungefährlich, er sorgte mit diversen Fehlpässen im Spielaufbau auch für Gefahr vor dem eigenen Tor. Einer dieser Fehler führte zum 2:2 durch PSG.

Ralf Fährmann ist ein Elfmeter-Killer

Ausgerechnet Naldo stand beim 1:1 der Schalker gegen Porto zweimal im Mittelpunkt: Der Abwehrchef, der vom Magazin "11Freunde" zum Spieler der vergangenen Bundesligasaison gewählt wurde, verursachte zwei mitunter umstrittene Elfmeter und brachte die in der Liga noch punktlosen Königsblauen um ein Erfolgserlebnis in der Königsklasse. 

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Fährmann entschärft den ersten Elfmeter von Telles.  Bild: imago sportfotodienst

So viel Schatten über dem Abend von Naldo lag, umso so mehr glänzte der von Ralf Fährmann. Der Schalker Keeper machte ein starkes Spiel und bewies mal wieder, dass er ein Elfmeterkiller ist: Zwar war er beim zweiten Strafstoß machtlos, doch der ersten parierte er stark. Das ist kein Zufall: Schon in der vergangenen Saison hielt Fährmann von sechs Elfmetern ganze drei Stück. 

Favre beweist, warum er Götze sonst nie bringt

Lucien Favre musste sich in den deutschen Medien viel anhören, da er in der Bundesliga bisher gänzlich auf Mario Götze verzichtete. Warum er das tat, zeigte er gestern in der Champions League. Gegen Brügge brachte der Schweizer Trainer den WM-Finaltorschützen von 2014 von Beginn an.  Und der Auftritt von Götze war uninspiriert, pomadig, lustlos – um es noch nett auszudrücken.

Die Fans hatten Mitleid – oder waren sprachlos:

Der 10er hatte keine einzige gute Aktion und wurde nach 62 Minuten erlöst, als er durch Shinji Kagawa ersetzt wurde. Damit hat Favre den Kritikern gezeigt, weshalb Götze unter ihm normalerweise nicht spielt: Er ist in seiner aktuellen Verfassung einfach viel zu schwach.

Götze selbst empfand das Spiel auch als schwer...

Die Fans von Roter Stern freuen sich

1991 gewann Roter Stern Belgrad den Pokal der Landesmeister. Seit der Wettbewerb 1992/93 in die Champions League überging, waren die Serben aber noch nie für die Gruppenphase qualifiziert.

Umso größer die Freude, dass es dieses Jahr endlich geklappt hat. Die Fans von "Crvena zvezda" verliehen ihrer Begeisterung mit einer gewaltigen Choreografie Ausdruck. Davon ließ sich wohl auch der favorisierte Gegner Napoli beeindrucken und spielte nur 0:0.

Inters erfolgreiche Rückkehr

Am 13. März 2012, also vor sechseinhalb Jahren, spielte Inter zum letzten Mal in der Champions League. Damals noch mit Spielern wir Zanetti, Lucio oder Cambiasso in der Aufstellung. Nun hat es der Mailänder Traditionsclub wieder in die Königsklasse geschafft und dort gleich für eine Überraschung gesorgt.

Gegen das deutlich favorisierte Tottenham konnten Mauro Icardi und Matias Vecino die Partie dank späten Toren noch drehen.

Messi legt vor

Lange gehörten die Schlagzeilen in der Champions League Cristiano Ronaldo. Seit der Saison 2015/16 wurde der Portugiese jeweils Torschützenkönig des Wettbewerbs und erzielte total 43 Tore, während Lionel Messi in dieser Zeitspanne bloß auf 23 kommt.

Mit seinem Hattrick hat Messi in der neuen Saison aber gleich mal vorgelegt – Ronaldo spielt heute mit Juventus in Valencia.

"Manchmal schauen wir bei Messis Freistößen gar nicht zu, sondern überlegen uns stattdessen, wie wir das Tor bejubeln wollen."

Ivan Rakitic nach der Partie.

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