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Rasen foult Sterling, Ramos schlägt Gegner – die Aufreger der Champions League

Sandro Zappella / watson.ch

Bayern München hat sich dank seines Torjägers Robert Lewandowski einen zähen Pflichtsieg in der Champions League erkämpft, die TSG Hoffenheim wendete mit einem Kraftakt das vorzeitige Aus ab: Während der Rekordmeister nach einem 2:0 (1:0) gegen AEK Athen dicht vor dem Einzug in die K.o.-Runde steht, holte die TSG beim 2:2 (0:2) bei Olympique Lyon einen Zwei-Tore-Rückstand in Unterzahl auf und hat doch noch eine kleine Chance aufs Weiterkommen.

Alle sonstigen Aufreger aus den weiteren Spielen:

Sergio Ramos spielt Sergio Ramos

Nach 14 Minuten kommt es in der Partie zwischen Pilsen und Real Madrid zu einem Zweikampf. Besser gesagt: Sergio Ramos rammt Gegenspieler Milan Havel den Ellbogen ins Gesicht. Der Tscheche sinkt blutüberströmt zu Boden, während Sergio Ramos das Unschuldslamm mimt. Und der Spanier kommt tatsächlich ohne Strafe davon, weil Schiedsrichter Deniz Aytekin die Situation nicht richtig gesehen hat. 

Während Ramos einmal mehr mit einer dreckigen Aktion ungeschoren davonkommt, versucht Havel noch weiterzuspielen – nach 38 Minuten muss er sich allerdings auswechseln lassen.

"Ich hatte nicht die Absicht, ihm Schaden zuzufügen. Ich habe bereits mit Havel Kontakt aufgenommen. Es gibt Aktionen, die man mehr durchdenkt, weil man die Konsequenzen kennt. Aber ich werde nicht meinen Spielstil ändern".

Sergio Ramos.

Bei Twitter folgte eine weitere persönliche Entschuldigung von Sergio Ramos:

"Ich hätte nicht so in den Zweikampf gehen sollen. Milan, ich wollte dich nicht verletzen. Gute Besserung". 

Sergio Ramos twitter

Sterling und der foulende Rasen

Manchester City fertigt Schachtar Donezk zuhause gleich mit 6:0 ab. Ganz sauber war der Erfolg jedoch nicht – zumindest der Elfmeter, welcher zum 2:0 geführt hat, ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. 

Raheem Sterling versucht, im gegnerischen Strafraum den Torhüter zu überlupfen, tritt dabei aber in den Boden. Schiedsrichter Viktor Kassai hat jedoch ein Foul gesehen und auch der Torrichter, dessen Aufgabe es wäre, genau solche krassen Fehlentscheide zu korrigiert, greift nicht ein. 

Raheem Sterling hat indes nicht die Größe, den Unparteiischen über seinen groben Fehler zu informieren und zu erklären, dass kein Foul vorlag. 

Historischer United-Sieg, historische Juve-Niederlage

Manchester United hat Juventus die erste Niederlage der Saison zugefügt. Es war zudem die erste Heimniederlage in einem Gruppenspiel der Champions League für Juventus seit Dezember 2009.

Obwohl Manchester United über weite Strecken chancenlos blieb und Juventus die Partie schon früher hätte entscheiden müssen, fanden die Engländer eine späte Antwort durch einen Treffer von Juan Mata und ein Eigentor von Alex Sandro. Seit dem historischen Champions-League-Finale 1999 gegen Bayern haben die "Red Devils" nie mehr ein Spiel der Königsklasse so spät noch gedreht.

Mourinhos Liebe zu den Juve-Fans

José Mourinho wusste trotz des schmeichelhaften Sieges nach der Partie zu provozieren. Der Portugiese hielt sich nach dem Schlusspfiff die Hand ans Ohr und forderte die Fans im Stadion auf, ihn noch lauter auszupfeifen.

November 8, 2018 - Turin, Italy - Manchester United ManU head coach Jose Mourinho (R) gestures during the Group H match of the UEFA Champions League between Juventus FC and Manchester United FC on November 7, 2018 at Juventus Stadium in Turin, Italy. Juventus v Manchester United - UEFA Champions League Group H PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAn230 20181108_zaa_n230_021 Copyright: xMikexKireevx

Bild: imago sportfotodienst

Nach der Partie erklärte Mourinho seine Geste: Er sei während 90 Minuten von den Tifosi beleidigt worden. Dies sei am Ende des Spiels seine Reaktion darauf gewesen. 

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