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DFB entlässt Bundestrainerin Steffi Jones – ein Mann übernimmt

'S-HERTOGENBOSCH, NETHERLANDS - JULY 31: Head Coach Steffi Jones of Germany talks to the press prior team departure in front of the team base hotel on July 31, 2017 in 's-Hertogenbosch, Netherlands. (Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Der Erfolg blieb aus: Steffi Jones muss gehen. Bild: Getty Images Europe

Die schlechten Ergebnisse wurden Steffi Jones zum Verhängnis: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich von der Bundestrainerin des Frauen-Nationalteams getrennt. 

Laut Mitteilung des DFB fiel die Entscheidung während einer Telefonkonferenz. Demnach folgte das Präsidium damit der Empfehlung des Direktors der Nationalmannschaften Oliver Bierhoff sowie des Sportlichen Leiters Joti Chatzialexiou. 

Eine Niederlage zu viel

Auslöser war das schlechte Abschneiden der Frauennationalelf beim "SheBelieves Cup" in den USA. Deutschland belegte hinter England und Frankreich mit nur einem Punkt aus drei Spielen den letzten Platz.

Bereits bei der EM 2017 in den Niederlanden schied das Team von Steffi Jones nach wenig überzeugenden Leistungen im Viertelfinale aus.

Ein Novum: Die DFB-Auswahl hatte die EM-Endrunde zuvor acht Mal und damit immer seit Einführung des Turniers im Jahr 1989 gewonnen. Auch bei der Qualifikation zur WM zeigte das erfolgsverwöhnte Team ungewohnte Schwächen und verlor zuletzt sein Heimspiel gegen Island.

DFB-Präsident Reinhard Grindel bedankte für die Zusammenarbeit mit Jones:

 Jones war als Abwehrspielerin 111 Mal für die Nationalelf aufgelaufen, zudem war sie Organisations-Chefin der Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland.

Auch außerhalb des Sports zeigte sie Gesicht. So engagierte sich die Tochter eines US-Soldaten gegen Rassismus. In ihrer Autobiografie "Kick des Lebens" berichtete Jones auch offen über die Drogensucht ihres älteren Bruders. Ihr jüngerer Bruder, der mit dem Vater in die USA gegangen war, verlor im Irak-Krieg beide Beine. "Ich liebe meine Brüder. Egal was ist", sagte Jones in einem Interview.

Auch verteidigte sie stets die eigenständige Rolle des Frauenfußballs:

"Die Männer sind die Nummer eins, damit kann ich aber super leben, weil wir uns als eigenständig und nicht als Konkurrenz betrachten."

Steffi Jones

Horst Hrubesch übernimmt – zumindest erstmal.

Für die beiden bevorstehenden Spiele im April gegen Tschechien und in Slowenien wird er die Mannschaft als Interimscoach führen. Ulrike Ballweg und sein langjähriger Begleiter Thomas Nörenberg werden ihm assistieren.

Der frühere HSV-Stürmer Hrubesch ist für seinen schnörkellosen Umgangsstil vor allem bei jüngeren Spielern beliebt. So führte er die U21-Männerauswahl mit Manuel Neuer, Mesut Özil und Jerome Boateng zum Europameistertitel, bei den Olympischen Spiel in Rio de Janeiro führte er die deutsche Auswahl 2016 zum Gewinn der Silbermedaille.

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