DFB-Frauen: Zwist mit Spanien-Trainerin – Christian Wück deutet Revanche an
Die DFB-Frauen haben am Freitagabend in Kaiserslautern ein richtig gutes Spiel abgeliefert, da waren sich alle Beteiligten einig. Einzig die Belohnung blieb gegen Spanien aus. Das erste Spiel im zweigeteilten Finale der Nations League endete damit 0:0.
Von dem deutschen Team, das vor knapp vier Monaten im Halbfinale der Europameisterschaft letztlich verdient an den Spanierinnen gescheitert war, war am Freitagabend nicht mehr viel zu sehen. Nicht nur wegen vereinzelter Umstellungen, sondern vor allem wegen der Herangehensweise.
DFB-Frauen dominieren mit "viel deutscher Power"
Die DFB-Frauen dominierten die überraschten Gäste über weite Strecken, sowohl mit physischer Präsenz als auch mit spielerischer Präzision. Es habe "relativ viel" vom typisch spanischen Spiel im Auftritt Deutschlands gesteckt, befand Elisa Senß beim ZDF. Es sei aber auch "viel deutsche Power" gewesen.
"Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir Spanien so weit, dass sie keinen Bock mehr hatten", ärgerte sich auch Janina Minge. Die Vielzahl ausgelassener Torchancen stellte für die DFB-Frauen aber nicht das einzige Ärgernis dar.
Denn nach dem Schlusspfiff ging der obligatorische Handschlag zwischen Christian Wück und Spanien-Trainerin Sonia Bermúdez nicht reibungslos über die Bühne. Beide gestikulierten ein wenig, klatschten nicht richtig ab.
Wück erklärt Zwist mit Spanien-Trainerin
"Ich habe mich über Kleinigkeiten geärgert", erklärte der Bundestrainer beim ZDF. Dabei führte er weiter aus: "Wo gehakt wurde und es keine Gelbe Karte gab, obwohl es ein klares taktisches Foul war. Bei der Auswechslung will auf einmal die Auswechselspielerin übers halbe Feld laufen."
Das wiederum könnte eine Retourkutsche vonseiten der DFB-Frauen nach sich ziehen. "Vielleicht ist es so im internationalen Fußball. Vielleicht machen wir es in Spanien dann genauso", deutete Wück an.
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Vor allem aber dürften die DFB-Frauen bemüht sein, im Rückspiel an den spielerisch starken Vortrag von Kaiserslautern anzuknüpfen. Dann soll aus den vielen Chancen allerdings mehr gemacht werden. "Wir müssen mit ihnen reden, wir müssen es ihnen bewusst machen", blickte Wück auf seine Offensivspielerinnen.
An den grundsätzlichen Fähigkeiten mangele es jedenfalls nicht: "Sie sind technisch so gut, dass sie es können. Sie müssen vor dem Tor nur die richtige Entscheidung treffen."
Wann spielen die DFB-Frauen und wo kann man die Partie sehen?
Schon am Dienstag, dem 2. Dezember, steht das Finalrückspiel der DFB-Frauen an. In Madrid haben die Spanierinnen dann Heimrecht, Anpfiff ist um 18.30 Uhr. Die ARD überträgt das Spiel live im Free-TV.
