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Rick van Drongelen und Julian Pollersbeck haben sich zum Brief geäußert. Bild: imago sportfotodienst

"Habt keine Angst!" – HSV-Fans schreiben Brief und die Spieler reagieren

Es waren Pfiffe, die noch lauter schienen als sonst. Der HSV hatte im Volksparkstadion mit 0:3 gegen den Abstiegskandidaten aus Ingolstadt verloren und die Fans hatten genug. Es war die siebte sieglose Zweitligapartie in Folge. Der Aufstieg rückte in weite Ferne. Das war am vergangenen Wochenende. Diesen Sonntag kann der Verein seine wohl letze Chance wahren, doch noch zurück in die Bundesliga zu kommen – und die Fans gehen auf das Team zu.

Vor dem entscheidenden Spiel gegen den Zweitplatzierten SC Paderborn haben Fans der Hanseaten einen Brief geschrieben, der wohl auch den letzten Hamburger aufrütteln könnte.

"An die Spieler unseres Vereines", beginnt das Schreiben auf dem Instagram-Account "fanszene_hamburg" mit über 21.000 Followern. Der Account betont in seiner Bio, dass er keiner Fangruppe angehört. Weiter heißt es: "Für den Verein geht es um viel und wir können noch aus eigener Kraft den Relegationsplatz erreichen, mit Glück sogar mehr!"

So ist die Ausgangssituation vor dem 33. Spieltag

Rang eins ist bereits fest an den 1. FC Köln vergeben, der somit nach sicher wieder ins Oberhaus zurückkehrt. Wenn es ganz schlecht für den HSV läuft, könnten schon vor dem letzten Spieltag alle Aufstiegshoffnungen platzen.

Verlieren die Norddeutschen das direkte Duell in Paderborn und gewinnt Union zeitgleich sein Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg, müsste der HSV am letzten Spieltag drei Punkte und mindestens 17 Tore aufholen, um wenigstens Relegationsrang drei zu belegen.

Im Schreiben wird zudem gefordert, dass die Spieler die vergangenen Wochen hinter sich lassen sollen: "Vergesst die letzten beschissenen Tage und Wochen! Ihr müsst den Rucksack der euch hemmt ablegen. Keine Gedanken, keine Sorgen, keine Unsicherheiten und vor allem keine Angst! Zeigt den ganzen 'Experten' was ihr könnt."

Das Statement nahm dabei neben den Spielern auch die Fans in Pflicht: "Die Jungs brauchen Selbstbewusstsein. Das kommt nicht durch Pfiffe nach 12 Minuten. Das kommt nicht durch Fresse halten. Das kommt durch Motivation, Lautstärke und Energie von den Rängen."

Der Brief kam übrigens genau dort an, wo er ankommen sollte. Unter den Tausenden Reaktionen, kamen auch zwei aus dem Team: HSV-Keeper Julian Pollersbeck reagierte vielsagend mit Muskel-Emoji: "💪🏼". Rick van Drongelen machte ebenfalls klar, dass er verstanden habe: "🙏🏻". Keine weiteren Worte, aber das Team sollte ja auch Taten sprechen lassen.

(bn)

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