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Die ausverkaufte Signal Iduna Arena in Dortmund vor Anpfiff des Champions-League Spiels Borussia Dortmund gegen Arsenal London

The sold out Signal Iduna Arena in Dortmund before Kick-off the Champions League Game Borussia Dortmund against Arsenal London

KC Rebell und Marteria waren auf einem gutem Weg zu Fußballprofis. Bilder: imago (Montage watson.de)

Mero bis Capital Bra: Diese 6 Rapper hätten auch Fußball-Profis werden können

Rap und Fußball sind seit Jahren wie Lionel Messi und der Ball an seinem Fuß: Unzertrennlich. Während 2002 noch das Basketball-Jersey in ein gutes Rap-Video gehörte, shoppt der Rapper von 2019 vor dem Video-Dreh im PSG-Onlinestore. Auch die Texte sind gespickt von Fußball-Stars, der Champions League und jeder Menge Fußball-Anspielungen.

Die meisten Rapper vergleichen sich aber nicht nur großspurig mit dem ein oder anderen Weltfußballer, sondern ließen in ihrem Leben vor der Musik-Karriere auch Taten auf dem Platz sprechen. 6 deutsche Rapper haben eine besondere Fußball-Vergangenheit bei großen deutschen Vereinen – und einige hätten den Schritt zum Profi fast geschafft.

Capital Bra – Jugend bei einem Ostberliner Traditionsverein

Alaba, Neymar, Benzema – mit den Songtiteln von Capital Bra könnte man eine Weltfußballer-Auswahl zusammenstellen. Der Bra spielt aber nicht nur gerne in seinen Songs auf König Fußball an, sondern trat selbst gegen den Ball. Als der damals Siebenjährige aus der Ukraine nach Berlin kommt, zieht seine Mutter mit ihm in die Plattenbauten von Hohenschönhausen. Und so landete er auch nicht bei Hertha oder Union, sondern beim dort ansässigen BFC Dynamo.

Capital Bra feat. Ufo361– "ALA BA BA"

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Video: YouTube/TEAM KUKU

Wie stark Capital aber wirklich am Ball war, ist unklar. Beim DDR-Rekordmeister und heutigen Regionalligisten spielte Vladislav Balovatsky, so sein bürgerlicher Name, jedoch nur in den Jugendteams. Was wohl vor allem daran lag, dass Capital in die Kriminalität abrutschte und sich nach seinem Schulabbruch in der neunten Klasse komplett auf die Musik konzentrierte. Mit der Musik katapultierte sich der 24-Jährige auf jeden Fall schon zum Legenden-Status und knackte zuletzt den ewigen Nummer-1-Rekord der Beatles.

Mero – Freestyles in der Darmstadt-Kabine

Spätestens seit seiner Debüt-Single "Baller los" im November hat Mero auch die größere Öffentlichkeit außerhalb seines 1,6 Millionen schweren Instagram-Profils auf sich aufmerksam gemacht.

Weil der 19-Jährigen jetzt auf Wolke 10 im Rap-Himmel schwebt, konnten wir ihn leider aber nie auf dem Fußballplatz bestaunen. Schade, denn Mero war mehr als ein guter Kicker – in der Jugend des Zweitligisten Darmstadt 98.

Seine Rap-Anfänge in der Darmstädter Kabine:

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Video: YouTube/Heyzen

Tim Kuhl, der organisatorische Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von den Darmstädter, bestätigte dem Magazin hiphop.de die verheißungsvolle Fußball-Vergangenheit des Rappers: "Enes Meral (Anm.d. Red.: Meros bürgerlicher Name) war von 2013 bis 2017 Spieler im Nachwuchsleistungszentrum des SV 98."

Mero selbst ist davon überzeugt, dass er es gepackt hätte: "Ich wäre eigentlich jetzt Profi-Fußballer", sagte er auf der Veranstaltung "Place to B" in Berlin."Ich habe damals erfolgreich bei Darmstadt 98 in der Jugend gespielt. Aber Rap-Musik war schon immer mein Traum." Vielleicht war das besser so, denn jetzt spielt er raptechnisch in der Champions League statt in der zweiten Fußball-Bundesliga.

Mero in Aktion gegen Eintracht Frankfurts U19 mit der Nummer 7

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...aber nicht für Darmstadt, sondern für die U19 von Germania Schwanheim. Video: YouTube/Alman Rap

Marteria – Hansa-Kapitän und Jugend-Nationalspieler

Die wohl bekannteste Fußballer-Vergangenheit im Hip Hop hat Marten Laciny, besser bekannt als Marteria. Er spielte in der Jugend des FC Hansa Rostock – und wäre fast Profi geworden.

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Bis heute pflegt Marteria einen engen Kontakt zu seinem finanziell angeschlagenen Herzensverein Hansa Rostock – und sammelte 2015 bei einem Benefizspiel über 500.000 Euro. bild: imago sportfoto

Marteria selbst erklärte in einem Interview mit dem 0381-Magazin mal: "Ich habe mit 6 Jahren bei Hansa angefangen Fußball zu spielen und alle Jugendmannschaften durchlaufen, bis zu dem Amateuren", sagte er. "Ja, ich hatte die Chance, den Sprung zu schaffen!"

Die Chancen für Marteria standen wohl von allen Rappern am besten: Nicht nur in der hervorragenden Jugendabteilung von Hansa Rostock – aus der auch Toni Kroos stammt – brillierte der damalige Kapitän. Als Rechtsverteidiger war Marten auch Stammspieler der deutschen U-15-, U-16- und U-17-Nationalmannschaft.

Doch Marteria schmiss alles hin und ging mit 17 Jahren nach New York, um eine Model-Karriere zu starten. Wie viele Spieler erlag er den Gelüsten des süßen Lebens neben dem Platz – was er bis heute bereut: "Es war vielleicht der größte Fehler meines Lebens. Aber ich denke, alles was passiert ist Schicksal. Ich bin nach New York gegangen um zu Modeln. Der Job war scheiße, aber es gab gutes Geld und sehr gute Partys. Mit 18 feiert man das extrem."

KC Rebell – Kapitän von Mesut Özil

Anderer Musiker, gleiches Problem: "Für den Fußball hat mir ganz ehrlich auch etwas Disziplin gefehlt", erklärte KC Rebell mal. "Aber Musik ist auch super." (laut.de)

Dabei soll der Rap-Star aus Essen ein richtig guter Kicker gewesen sein. In einem Interview bei "Stups" erzählte KC mal, dass er lange Jahre bei Rot-Weiss Essen gespielt habe. Der heute 31-Jährige spielte dort neben Mesut Özil in einer Mannschaft – Hüseyin Kökseçen (so KCs bürgerlicher Name) war sogar Kapitän. Seine Karriere im Fußball fand aber ein Ende, weil er, wie er heute erzählt, nach einer angeblichen Beleidigung eines Schiedsrichters diesen verprügelte und eine lange Strafe kassierte. Während Özil über Schalke und Real Madrid zum Weltmeister wurde, schaffte es KC Rebell dann erst als Musiker nach ganz oben. ("Südkurier"/ "DasDing")

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Rebell rappt über seine kurze Fußball-Karriere. Video: YouTube/G.

BTNG – der talentierteste der Boateng-Brüder

Der Name 'Boateng' steht für Titel, Talente und Temperamente: Bayern-Innenverteidiger und Weltmeister Jérôme ist Style-Ikone und gibt ein eigenes Magazin heraus, Barca-Kicker Kevin-Prince begeistert neben seinen Dribblings noch mit einem musikalischen Talent. Ihre Namen kennt in Europa jedes Kind – nur George Boateng aka. BTNG ist den wenigsten Menschen außerhalb Berlins bekannt. Dabei galt der älteste Boateng-Bruder als der talentierteste Fußballer.

Wandbild, Brueder Boateng, Badstrasse, Pankstrasse, Gesundbrunnen, Mitte, Berlin, Deutschland *** Mural Brueder Boateng Badstrasse Pankstrasse Gesundbrunnen Mitte Berlin Germany

Jérôme und Kevin-Prince schafften es in die Champions League – George (in der Mitte) in die Charts. Bild: imago sportfoto

Der heute 37-Jährige kickte wie seine Brüder in der Jugend von Hertha BSC und im Fußballkäfig im Berliner Bezirk Wedding. George schaffte es aber nicht und rutschte ab: "Talentiert reicht nicht, du musst auch diszipliniert sein, und das war ich sicher nicht. Ich war halt ein junger Bursche, der keine Regeln kannte“, erklärte der Berliner Rapper mal in einem Interview mit Fußball.de. Wegen Körperverletzung saß er acht Monate lang in U-Haft, während seine Brüder zu Fußballstars wurden.

Immerhin: Er lief noch für Türkiyemspor Berlin als Mittelstürmer in der Oberliga auf, später ging er für den ehemaligen Bundesligisten Tasmania sowie für den Nordberliner SC in der Berlin-Liga auf Torejagd. Seither versucht sich BTNG als Rapper und stieg 2015 mit seinem Debütalbum "Gewachsen auf Beton" auf Platz 45 der deutschen Charts ein. Seit der Single "Gift" vor knapp zwei Jahren zusammen mit Kontra K und AK Ausserkontrolle ist es ruhiger um den Familienvater geworden.

Dú Maroc – wenn er anruft, geht selbst Klopp ran

Jérôme Boateng, Änis Ben-Hatira und Jürgen Klopp – die Protagonisten im Video zu Dú Marocs Hit "One Touch" sind prominenter als bei so manchem Bundesliga-Spiel. Wie er an den Dortmunder Meister-Trainer für den Video-Dreh kam, erklärte der heute 33-Jährige mal im Interview mit rap.de: "Kloppo kenne ich noch aus meiner aktiven Zeit als Spieler. Er hat mich damals zum Traning nach Mainz eingeladen und ein guter Freund spielte jahrelang unter ihm bei FSV Mainz 05." Dú Maroc spielte zu Klopps Zeiten in Mainz nämlich groß auf.

Dú Maroc feat. Jonesmann - "One Touch"

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Video: YouTube/AGGRO.TV

Mimoun Alaoui, wie Dú Maroc bürgerlich heißt, spielte in seiner der Jugend bei den Kickers Offenbach und schnupperte bei den Profis in der Oberliga mit rein. Mit Anfang 20 ging der Traum dann zu Ende: "Ich hab mich 2006 schwer verletzt und hatte einen doppelten Mittelfußbruch", erklärt Dú Maroc in einem Interview mit hiphop.de. Nach weiteren Verletzungen riet ihm sein Arzt die verheißungsvolle Karriere zu beenden. Seitdem stehen die Fußballstars nur noch in seinen Musikvideos an seiner Seite. Auch nicht schlecht.

(bn)

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